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DTM: News

Mercedes-Gaststarter: Ogier im Gespräch

Noch ist es bloß ein Gerücht, doch Mercedes möchte ausgerechnet Rallyeweltmeister Sébastien Ogier einen DTM-Gaststart ermöglichen.

Mattias Ekström beim Saisonauftakt in Hockenheim für Audi, Alessandro Zanardi bei den Nachtrennen in Misano für BMW – doch wer gibt 2018 für Mercedes ein DTM-Gastspiel? Über viele Namen wurde in den vergangenen Wochen bereits spekuliert; die Marke hatte lediglich angekündigt, dass man einen großen Namen erwarten dürfe. Nicht etwa die hauseigenen Formel-1-Weltmeister Hamilton oder Rosberg, sondern ein gewisser Sébastien Ogier gilt nun als die wahrscheinlichste Lösung.

Der Franzose, der in der Rallyeweltmeisterschaft für das Ford-Team M-Sport unterwegs ist, hat am Freitag nach Einweisung durch Ex-Champ Timo Scheider bereits einige Kilometer am Steuer eines DTM-Mercedes Baujahr 2016 abgespult. Bei der Testfahrt des fünffachen Weltmeisters saß TV-Moderatorin Andrea Kaiser, Ogiers Ehefrau, auf dem Beifahrersitz des zum "Renntaxi" umgebauten Boliden. Bereits 2013 hatte Ogier, damals in VW-Diensten, auf dem Nürburgring einige Runden am Steuer des DTM-Audis von Mattias Ekström gedreht.

"Es gibt tolle Ideen, aber es ist noch nichts spruchreif", kommentierte Ulrich Fritz, der DTM-Rennleiter von Mercedes, die Ambitionen des Franzosen. Während viele andere Kandidaten eher zurückhaltend reagierten, traut sich Ogier einen solchen Einsatz zu. "Es gibt schon Leute, die Lust darauf hätten, aber das sind Leute, bei denen wir der Meinung sind, dass es kontraproduktiv wäre für sie oder ihn. Wir haben ein paar gute Ideen, diese werden wir in den kommenden Tagen konkretisieren", sagte Fritz.

Vielen Motorsportlern ist ein Kurzauftritt in der DTM zu verfänglich, die Serienspezialisten lassen Einmalstartern keine Chance. Sogar der zweifache Meister Ekström stand in Hockenheim nach nur einem halben Jahr Pause auf verlorenem Posten. Ogier soll höchstwahrscheinlich in Spielberg starten. Für seinen Einsatz müsste Mercedes eine Genehmigung vom DMSB sowie die Zustimmung von Audi und BMW einholen; an sich eine Formsache, doch der Franzose hat mit einigen wenigen Gastspielen im GT Masters oder im Porsche Supercup relativ wenig Erfahrung auf der Rundstrecke.

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