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Formel 1: News

FIA-Test: „Shield“-Premiere in Silverstone

Im ersten Freien Training des Großbritannien-Wochenendes wird die Formel 1 eine Premiere erleben: Das "Shield" wird auf dem Ferrari-Boliden zu sehen sein.

Foto: FIA

Die FIA hat bekannt gegeben, dass der Cockpitschutz "Shield", eine Art Windschutzscheibe vor dem Cockpit, am kommenden Freitag in Silverstone zum ersten Mal auf der Strecke zu sehen sein wird. Nachdem bereits Tests mit dem Halo durchgeführt wurden, möchte die FIA nun eine weitere Variante evaluieren. Die Scuderia Ferrari wird den Test für den Weltverband durchführen.

Das Shield erscheint optisch wie eine gläserne Schutzhülle vor der Cockpitumrandung. Ein "transparentes, offenes" Schutzschild konstruiert aus Polycarbonat wird zum Einsatz kommen, bestätigt die FIA. Damit möchte man in der Sicherheitsdebatte rund um das offene Cockpit und die Gefahrenzone Helm neue Erkenntnisse gewinnen. Die Sicht der Fahrer soll dabei nicht beeinträchtigt werden, dennoch soll die Vorrichtung vor Teilen schützen.

Die FIA wird mit den Teams weiterhin eng zusammenarbeiten, um die Form dieser Schutzvariante zu modifizieren. Derzeit werden bereits Tests sowohl auf dem Prüfstand, als auch im Freien durchgeführt. Ein umfangreicher Test auf einer Rennstrecke werde zwar erst in Monza im September durchgeführt werden, dennoch wird Ferrari bereits im ersten Freien Training in Silverstone in den Genuss des Shields kommen.

Auch bei Force India freut man sich über diese Entwicklung. Technikchef Andrew Green sprach in einer Medienrunde am Rande des Österreich-Rennens über die neueste Sicherheitsdebatte. Ferrari habe durch den Silverstone-Einsatz keinen Vorteil, denn alle Teams werden mit transparenten Informationen darüber versorgt. Force India selbst hätte nicht die Ressourcen für solch einen Test, muss Green zugeben. "Es können auch nicht so viele Shields produziert werden. Außerdem ist es nicht so einfach, dieses Shield aufs Auto zu bauen", erklärt der Brite.

Er ist sich dennoch sicher, dass die Formel 1 in der Saison 2018 mit einer Form des Cockpitschutzes fahren wird. Ob Halo oder Shield - das wollte er nicht beantworten. "Der Unterschied zwischen den beiden ist massiv. Nach den heutigen Regularien würde es auf das Halo hinauslaufen", glaubt Green. "Wir würden wirklich gerne sehen, dass das Shield funktioniert." Denn diese Variante wäre für die Teams beim Bau des Chassis einfacher umzusetzen.

"Das Halo hat eine größere Auswirkung auf die Aerodynamik. Beim Shield wäre das nicht so extrem", klärt der Techniker auf. "Aber es sind zwei verschiedene Lösungen für verschiedene Probleme. Das eine kann vor kleinen, schnell heranfliegenden Teilen schützen. Das andere kann einen von oben aufprallenden Reifen umleiten." In rund drei Wochen soll die Entscheidung konkretisiert werden. "Die FIA hat angedacht, bis Ende des Monats eine Lösung parat zu haben." Davor werden die Erkenntnisse des Silverstone-Einsatzes mit Spannung erwartet.

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