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Rallye-Dakar: Brabec verliert über 11 Minuten, Sainz unter Druck

Die Leader geraten noch einmal unter Druck

Die Dakar-Rallye biegt auf die Zielgerade ein, die beiden Leader Brabec (Motorrad) und Sainz (Auto) müssen Federn lassen, Walkner schiebt sich auf Gesamtrang vier nach vorne.

Foto: Husquvarna & X-Raid

Die elfte Etappe der Rallye Dakar in Saudi-Arabien brachte noch einmal Schwung ins Gesamtklassement. Pablo Quintanilla (Husqvarna) sicherte sich den Tagessieg und verkürzte seinen Rückstand auf Ricky Brabec (Honda) auf unter 14 Minuten. Matthias Walkner (KTM) wurde am Donnerstag Zweiter und rückte in der Gesamtwertung dem Podest wieder näher.

Der elfte Tag war der zweite Teil der Marathonetappe. Von Shubaytah nach Haradh mussten 744 Kilometer zurückgelegt werden. Die gezeitete Speziale betrug 379 Kilometer. Und wie am Vortag war es wieder ein entscheidender Tag für die Gesamtwertung. Die drei Honda-Fahrer Joan Barreda, Brabec und Kevin Benavides eröffneten den Tag, aber die Verfolger griffen an.

97 Motorräder waren einen Tag vor dem Ziel noch im Rennen. Von Beginn an fuhr Quintanilla Attacke und führte das virtuelle Ergebnis nach den ersten Checkpunkten an. Auch Walkner war gut unterwegs. Nach 103 Kilometern hatte der Österreicher nur eine Minute Rückstand auf Quintanilla. In diesem Ton ging es auch weiter.

Ricky Brabec fährt defensiv

Die Honda-Fahrer verloren auf der anderen Seite Zeit. Nach 162 Kilometern hatte Brabec schon neun Minuten auf Quintanilla eingebüßt. Auch für Barreda lief es nicht gut. Bei Kilometer 217 betrug sein Zeitverlust auf den Chilenen schon 14 Minuten. Das Duell um den Tagessieg lautete Quintanilla gegen Walkner. Nach 324 Kilometern hatte Walkner knapp die Nase vorne.

Bis Haradh drehte sich das Blatt wieder um. Nach einer Fahrtzeit von etwas mehr als vier Stunden sicherte sich Quintanilla seinen zweiten Tagessieg in diesem Jahr. Walkner musste sich um neun Sekunden (!) geschlagen geben und belegte heute den zweiten Platz. Luciano Benavides (KTM) folgte als Dritter.

"Ich bin sehr glücklich mit dieser Etappe", sagt Quintanilla erfreut im Ziel. "Es ist immer schön, wenn man gewinnt. Es war heute sehr schwierig, aber ich habe von Beginn an 100 Prozent gegeben. Ich habe Zeit auf Ricky aufgeholt, aber der Rückstand ist immer noch groß. Morgen gibt es noch ein paar Kilometer, an denen ich angreifen kann."

Brabec büßte 11:48 Minuten ein und wurde nur Zehnter. Barreda verlor fast 15 Minuten. Das heutige Ergebnis hatte Auswirkungen auf das Gesamtklassement, aber Brabec ist immer noch vorne. Der US-Amerikaner hat für die letzte Etappe am Freitag noch einen Vorsprung von 13:56 Minuten auf Quintanilla.

"Ich bin heute defensiv gefahren", erklärt Brabec seinen Zeitverlust. "Ich bin nur mit 70 Prozent gefahren, damit Mensch und Maschine nicht zu hart rangenommen werden. Ich bin froh, dass ich es geschafft habe. Jetzt denke ich nur noch daran, über die Ziellinie zu kommen. Morgen könnte ein großartiger Tag werden."

Walkner verbessert sich in der Gesamtwertung

Neuer Dritter im Gesamtergebnis ist Toby Price (KTM) mit einem Rückstand von 22:34 Minuten. Und Walkner verbesserte sich auf den vierten Platz. Auf seinen Teamkollegen Price und somit einen Podestplatz fehlen dem Österreicher rund sieben Minuten. Barreda ist durch den heutigen Zeitverlust vom dritten auf den fünften Platz zurückgefallen.

"Das war einer meiner besten Tage", sagt Walkner nach seinem heutigen zweiten Platz. "In den Dünen habe ich attackiert. Mir gefallen solche Etappen. Am Ende wurde es schneller. Drei Kilometer vor dem Tankstopp ist mir das Benzin ausgegangen. Aber ich denke, meine Zeit war gut."

Am Freitag geht die Rallye Dakar mit der zwölften Etappe von Haradh nach Al-Qiddiya zu Ende. 347 gezeitete Kilometer müssen noch bewältigt werden. Bringt Brabec seinen Vorsprung ins Ziel, wäre er der erste US-Amerikaner mit einem Gesamtsieg. Die KTM-Siegesserie, die seit 2001 anhält, wäre auch zu Ende.

Ergebnis der 11. Etappe (Top 10):
01. Pablo Quintanilla (Husqvarna) 4:09:22 Stunden
02. Matthias Walkner (KTM) +0:09 Minuten
03. Luciano Benavides (KTM) +2:48
04. Ignacio Cornejo (Honda) +2:53
05. Toby Price (KTM) +5:49
06. Jamie McCanney (Yamaha) +6:22
07. Franco Caimi (Yamaha) +7:05
08. Andrew Short (Husqvarna) +8:11
09. Kevin Benavides (KTM) +8:48
10. Ricky Brabec (Honda) +11:48

Gesamtwertung nach 11 von 12 Etappen (Top 10):
01. Ricky Brabec (Honda) - 38:33:28 Stunden
02. Pablo Quintanilla (Husqvarna) +13:56
03. Toby Price (KTM) +22:34
04. Matthias Walkner (KTM) +29:53
05. Joan Barreda (Honda) +30:09
06. Ignacio Cornejo (Honda) +32:36
07. Luciano Benavides (KTM) +35:18
08. Franco Caimi (Yamaha) +1:39:14 Stunden
09. Skyler Howes (Husqvarna) +1:59:29
10. Andrew Short (Husqvarna) +2:06:36

Der Kampf um den Gesamtsieg bei der Rallye Dakar 2020 in Saudi-Arabien bleibt bis zur letzten Etappe spannend. Stephane Peterhansel (Mini Buggy) sicherte sich den Tagessieg am elften Tag knapp vor Nasser Al-Attiyah (Toyota). Carlos Sainz (Mini Buggy) verlor acht Minuten und hat in der Gesamtwertung nur noch einen Vorsprung von zehn Minuten auf seine beiden Verfolger.

Der elfte Tag war der zweite Teil der Marathonetappe. Von Shubaytah nach Haradh mussten 744 Kilometer zurückgelegt werden. Die gezeitete Speziale betrug 379 Kilometer. Das Terrain war erneut von großen Dünengebieten geprägt. Sainz stand als Erster an der Startlinie, doch das sollte sich ausnahmsweise nicht als ganz großer Nachteil erweisen.

Peterhansel fuhr als Zehnter los und Al-Attiyah nur als 17. Beide konnten ihre bessere Ausgangsposition nutzen, weil sie sich an den Spuren im Sand orientieren konnten. Schon nach den ersten 100 Kilometern führte wenig überraschend Peterhansel knapp vor Al-Attiyah die virtuelle Zwischenwertung an. Bis Kilometer 162 hatte Sainz schon sechs Minuten verloren.

Für spektakuläre Szenen sorgte heute Pierre Lachaume. Der Franzose überschlug sich mit seinem Peugeot-Buggy mehrfach über eine Düne. Lachaume und Co-Pilot Jean-Michel Polato blieben unverletzt. Die drei Topstars blieben von solchen Zwischenfällen verschont. Al-Attiyah büßte kurzfristig zwei Minuten auf Peterhansel ein, die konnte er aber wieder aufholen.

Nach einer Fahrtzeit von vier Stunden und 14 Minuten sicherte sich Peterhansel schließlich den Tagessieg. Es war schon sein vierter in diesem Jahr. Es war aber knapp, denn Al-Attiyah hatte nur zehn Sekunden verloren. Den dritten Platz belegte Sainz. Der Spanier büßte acht Minuten ein. Für die Gesamtwertung spielte das eine nicht unwesentliche Rolle.

Sainz hat vor dem letzten Tag noch einen Vorsprung von 10:17 Minuten auf Al-Attiyah. Der Spanier ist nach 2010 und 2018 auf dem Weg zu seinem dritten Dakar-Sieg. Große Fehler darf sich Sainz am Freitag aber nicht erlauben, denn zehn Minuten können sich rasch in Luft auflösen. Auch die weiteren Podestplätze sind noch nicht in Stein gemeißelt.

Al-Attiyah hat nur sechs Sekunden Vorsprung auf Peterhansel! Hinter den Top 3 folgen drei Toyota-Fahrer. Lokalmatador Yazeed Al-Rajhi hat den vierten Platz so gut wie sicher. Giniel de Villiers verbesserte sich heute auf den fünften Rang und Bernhard ten Brinke rückte auf Platz sechs nach vor, denn Orlando Terranova (Mini) verlor Zeit und fiel hinter die beiden auf Position sieben zurück.

Am Freitag geht die Rallye Dakar mit der zwölften Etappe von Haradh nach Al-Qiddiya zu Ende. 347 gezeitete Kilometer müssen noch bewältigt werden.

Ergebnis der 11. Etappe (Top 10):
01. Peterhansel/Fiuza (Mini Buggy) - 4:14:11 Stunden
02. Al-Attiyah/Baumel (Toyota) +0:10 Minuten
03. Sainz/Cruz (Mini Buggy) +8:03
04. ten Brinke/Colsoul (Toyota) +10:14
05. Przygonski/Gottschalk (Mini) +10:39
06. de Villiers/Haro Bravo (Toyota) +12:14
07. Al-Rajhi/Schiltsow (Toyota) +15:14
08. Han/Liao (Hanwei) +18:53
09. Serradori/Lurquin (SRT Buggy) +23:14
10. Prokop/Chytka (Ford) +27:18

Gesamtwertung nach 11 von 12 Etappen (Top 10):
01. Sainz/Cruz (Mini Buggy) - 41:37:51 Stunden
02. Al-Attiyah/Baumel (Toyota) +10:17 Minuten
03. Peterhansel/Fiuza (Mini Buggy) +10:23
04. Al-Rajhi/Schiltsow (Toyota) +47:57
05. de Villiers/Haro Bravo (Toyota) +1:06:34 Stunden
06. ten Brinke/Colsoul (Toyota) +1:17:50
07. Terranova/Graue (Mini) +1:26:44
08. Serradori/Lurquin (SRT Buggy) +1:52:32
09. Han/Liao (Hanwei) +3:45:07
10. Prokop/Chytka (Ford) +4:02:28

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