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Motorsport: News

Class-One-Reglement erneut verschoben

Die gemeinsame Reglementbasis von deutscher DTM und japanischer Super GT namens Class One ist frühestens in 16 Monaten zu erwarten.

Fotos: supergt.net

Nächste Verhandlungsrunde in der geplanten Zusammenarbeit zwischen der DTM und der japanischen Super GT: Am Mittwoch haben sich in Tokio Vertreter von ITR, Super GT, den deutschen Herstellern Audi, BMW und Mercedes sowie den japanischen Autobauern Honda, Nissan und Toyota getroffen. Bei dieser Sitzung wurde eine gemeinsame Absichtserklärung verabschiedet, das Reglement der sogenannten "Class One" bis zum September 2017 zu erarbeiten und der Öffentlichkeit zu präsentieren.

"Wir haben bei unserem heutigen Meeting einen weiteren Schritt in Hinblick auf die Harmonisierung des Reglements gemacht und dabei auch die nächsten Meilensteine definiert", erklärt Hans Werner Aufrecht, Vorsitzender der ITR, und ergänzt: "Dabei ist es uns gelungen, den Weg entlang der beiden Hauptziele Kostenreduzierung und geografischen Expansion der Marketingaktivitäten zu beschreiben."

Ursprünglich war geplant, dass DTM und japanische Super GT bereits ab der nächsten Saison gemeinsam auf die Strecke gehen können; weil aber die für 2017 geplante Einführung von Turbomotoren von der DTM zunächst einmal verschoben wurde, könnten gemeinsame Rennen momentan bestenfalls unter Anwendung einer "Balance of Performance" stattfinden.

BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt versichert allerdings, dass der Turbomotor auch in der DTM bald zum Einsatz kommen wird. Für ihn sei klar, dass der Umstieg auf die neuen Aggregate passieren würde. "Den haben wir auf 2019 verschoben", sagt er und erklärt mit Blick auf gemeinsamen Rennen mit der Super GT: "Die bisherigen Gespräche waren so, dass man die DNS der einzelnen Serien erhalten wollte."

Während in der DTM eher Sprintrennen gefahren werden, orientiert sich die Super GT stärker am Langstreckensport. Ein weiterer großer Unterschied ist, dass man in Deutschland mit Einheitsreifen fährt, während in Japan unterschiedliche Hersteller gegeneinander antreten und somit auch Reifenentwicklung stattfindet. Marquardt führt aus: "Unser Paket ist vielleicht aerodynamisch etwas ausgefeilter; bei den Japaner kommt mehr Performance über Reifen und Grip."

Trotzdem ist der BMW-Motorsportdirektor überzeugt, dass man beide Serien gut zusammenführen könne: "Da kann man etwas ähnliches hinkriegen. Ich sehe keinen Grund, warum das nicht sehr eng zueinander konvergieren kann." Neben Marquardt waren auch Audi-DTM-Leiter Dieter Gass und Mercedes-DTM-Teamchef Ulrich Fritz beim Treffen in Tokio anwesend.

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