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IMSA: 24h Daytona

Cadillac #10 führt – Lietz im spannenden GTLM-Sekundenkrimi

Der Cadillac #10 führt nach 15 Stunden knapp vor dem Multimac-Riley #90. Richard Lietz kämpft im Krimi um die GTLM-Führung.

Foto: richard-lietz.at

Nach 15 Stunden lag der Cadillac #10 mit Richard und Jordan Taylor, Max Angelelli und Jeff Gordon knapp vor dem Mulimac-Riley #90 mit Marc Gössens, Renger van der Zande und Rene Rast.

Action Express hatte Probleme mit beiden Autos, die #5 (Barbosa/Fittipaldi/Albuquerque) liegt aber noch in Reichweite.

Regen kennzeichnete weite Teile der Nacht. Für kein Team kam dieser überraschend, da der Wetterbericht entsprechend lautete. Doch die Bedingungen forderten ihre Opfer, allen voran den AXR-Cadillac #88 (Mayer/Dayson/Popow/Rayhall/Daly) hatte. Der PC-Bolide boxte den Spitzenreiter in die Mauer, was einen Schaden an der Lenkung nach sich zog. Seitdem rennt der Cadillac den sechs Runden Rückstand hinterher und liegt aktuell auf Rang fünf.

Auch das Schwesterfahrzeug war nicht von Problemen verschont. Bereits zweimal gab es Probleme mit den Bremslichtern, beide Male musste die gesamte Heckpartie getauscht werden. Das kostete eine Runde, die den Caddy 2 (Sharp/Dalziel/Derani/Hartley). Das Schwesterfahrzeug (Brown/van Overbeek/Senna/Hartley) hat sich derweil 27 Runden nach einer Kollision mit einem GTD-Porsche eingefangen.

Die Elektronik-Probleme suchen weiter die LMP2-Boliden heim, verschonen jedoch überraschenderweise bislang die DPi von Cadillac und Nissan, die die gleiche Elektronik einsetzen. DragonSpeed und JDC-Miller haben jeweils mehrere Runden verloren, der Rebellion-Oreca konnte von seinem Rückstand aus der Anfangsphase noch nichts aufholen. Mazda hatte gewaltige Probleme an der 55 (Nunez/Bomarito/Pigot) läuft dagegen problemlos und liegt aktuell auf Rang sechs, hat aber schon sechs Runden verloren.

Spannender Kampf um GTLM-Führung

In der GTLM ließ sich der neue Porsche 911 RSR die ersten Führungsrunden gutschreiben, was an unterschiedlichen Boxenstrategien liegt. Je nach Stopp führt entweder einer der beiden Werks-Porsche, die nahe beieinanderliegen, oder der Ford GT 62 (Calado/Fisichella/Vilander) und die beiden Fords 69 (Tincknell/Priaulx/Kanaan) noch in der Führungsrunde. Nach 15 Stunden lagen Lietz und seine Kollegen Kevin Estre und Laurens Vanthoor im Porsche #912 ganz knapp hinter dem Ferrari #62 und dem Schwesternauto #911 auf Platz drei der GTLM bzw. auf Gesamtrang sieben. Hier wird um jede Sekunde gefightet...

Die Pechvögel der Nacht stammen aus dem Corvette-Lager: Die 4 (Gavin/Milner/Fässler): Die Vorjahressieger blieben bereits in der sechsten Stunde liegen und verloren 20 Runden - hier gilt es nur noch, durchzufahren und Meisterschaftspunkte für die IMSA SportsCar Championship mitzunehmen.

Auch die große Ford-Fraktion hat ein erstes Opfer zu beklagen: Ryan Briscoe drehte sich in der zwölften Stunde in der Schikane und schlug in die Mauer ein, der Ford GTLM 19 (Auberlen/Sims/Farfus/Spengler) läuft ohne Probleme, liegt aber schon zwei Runden zurück.

GTD-Feld stark reduziert

In der GTD liegen aktuell nur vier Fahrzeuge in der Führungsrunde. Die Führung hat sich der Shank-Acura NSX GT3 #29 (de Phillippi/Mies/Gounon/Schmidt), der Riley-Mercedes #63 (Nielsen/Balzan/Cressoni/Bird). Vier weitere Fahrzeuge warten mit einer Runde Rückstand auf eine Gelbphase.

Lexus hatte weiteres Pech: Ein Reifenschaden warf den zweiten RC F GT3 ebenfalls aus dem Rennen, nachdem in der Anfangsphase des Rennens Scott Pruett bereits für eine Schrecksekunde gesorgt hatte. Der Reifenschaden ist umso ärgerlicher, als dass die #51 (Mann/Mediani/Pier Guidi/Rigon/Mastronardi), der die Pole-Position herausgefahren hatte.

Mathias Lauda, Pedro Lamy und deren Kollegen liegen im Aston Martin #98 abgeschlagen auf Platz 20 der GTD. Der Porsche#73 mit Norbert Siedler an Bord liegt noch schlechter, nämlich auf Platz 24 der GTD. Die Grasser-Lambos #11 und #61 derzeit auf den Plätzen elf und 18 der GTD.

Die PC-Kategorie hat sich weit auseinander gezogen. Der Race Performance-Oreca FLM09 #38 (French/O'Ward/Masson/Boulle) hält eine Führung von fünf Runden. Die PC-Prototypen sind im Regen hinter die GTLM zurückgefallen. Beide Starworks-Boliden haben 86 Runden verloren.

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