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WEC: Le Mans

Finale LMP1- und GTE-Einstufungen

Bahn frei für Toyota: Für Le Mans sieht die "Equivalence of Technology" von ACO und FIA weniger Benzin für die LMP1-Privatteams vor.

Nach 20 Jahren voller Fehlversuche will Toyota heuer endlich den ersehnten Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans holen. ACO und FIA haben den Weg dafür nun freigemacht, denn die private Konkurrenz erhält für den Langstreckenklassiker an diesem Wochenende keine weiteren Zugeständnisse, wie aus der finalen Equivalence of Technology für die LMP1-Klasse hervorgeht.

Während Toyota in Frankreich mit den selben Vorgaben fahren darf, die schon beim WM-Auftakt 2018/19 in Spa-Francorchamps gegolten haben, werden die Privaten bezüglich Spritmenge sogar noch weiter beschränkt. Durften Rebellion, SMP und Co. in Belgien jeweils 54 Kilogramm Benzin tanken, werden es in Le Mans nur noch 52,5 sein. Damit soll gewährleistet werden, dass Toyota pro Stint eine Runde mehr absolvieren kann als die Konkurrenz.

"Die Situation ist doch so: Der ACO hatte nach dem Abschied von Porsche nur noch Toyota mit einem Hybridauto, das für jeden Privaten unschlagbar erschien. Also haben sie Privatteams eingeladen, am Rennen um den Gesamtsieg teilzunehmen, indem man ihnen eine gewisse Chance per EoT einräumt. Die Realität ist aber, dass wir keine Chance haben. Wir fahren einfach nur mit. Toyota wird dieses Rennen gewinnen", hisst Rebellion-Teamchef Bart Hayden bereits die weiße Fahne.

Der Vorteil für das japanische Werksteam ist sogar schriftlich festgehalten: Die privaten LMP1-Teams sollen in Sachen Leistung stets um ein halbes Prozent zurückliegen. Ist das nicht der Fall, kann die Equivalence of Technology sogar während des Rennens verändert werden.

Auch in der GTE-Kategorie wurde die Balance of Performance für alle Hersteller außer Porsche noch einmal angepasst: Aston Martin darf die V8-Motoren seiner Vantage GTE bei allen Drehzahlen mit 40 Millibar mehr Ladedruck betreiben und erhält überdies vier Liter mehr Tankinhalt. Für BMW und Ferrari gibt es ein wenig mehr Ladedruck, die Deutschen müssen aber 13 Kilogramm zuladen und bekommen vier Liter Tankvolumen gestrichen.

Was die US-Marken betrifft, erhält Corvette zehn Kilogramm Zusatzballast, während die Ford GT von Ganassi noch einmal 13 Kilogramm ausladen dürfen, dafür aber nur 10 Millibar weniger Ladedruck und zwei Liter weniger Benzin pro Stint in Kauf nehmen müssen. In der GTE-Am gibt es nur eine einzige Änderung: Das Vorgängermodell des Aston Martin Vantage GTE erhält zwei Liter mehr Tankvolumen.

GTE-Pro-BoP im Überblick (etwaige Änderungen in Klammern):

Aston Martin: 1.268 kg; 1,31 bis 1,48 bar (+ 0,04); 105 l (+ 4)
BMW: 1.281 kg (+ 13); 1,3 bis 2,1 bar (+ 0,01); 97 l (- 4)
Corvette: 1.254 kg (+ 10); Restrictor: 29,5 mm; 96 l
Ferrari: 1.291 kg; 1,39 bis 1,69 bar (+ 0,01); 92 l
Ford: 1.267 kg (- 13); 1,2 bis 1,42 bar (- 0,01); 96 l (- 2)
Porsche: 1.259 kg; Restrictor: 30,3 mm; 101 l

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