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Vorschau

Peugeot hat bislang vier von fünf Saison-WM-Läufen gewonnen, in Argentinien wollen Subaru und Ford die Löwen-Siegesserie beenden.

Bernhard Eder

Ende der Peugeot-Festspiele?

Zum ersten Mal heuer ist der Rallye-WM-Tross außerhalb Europas unterwegs. Insgesamt 82 Teams aus 23 Nationen haben für die Argentinien-Rallye genannt - das beste Nennergebnis der bisherigen Saison.

Was die Fans betrifft, so ist die Begeisterungsfähigkeit der Argentinier für Europäer fast unvorstellbar. Die Rallye-Cracks werden wie Götter verehrt, die eine Spritztour durchs Land machen, von der Gastfreundschaft der Menschen schwärmen alle Beteiligten Jahr für Jahr.

Zentrum der insgesamt 1456 km langen Rallye ist im Unterschied zu den letzten Jahren nicht Cordoba, sondern der Ferienort La Paz. Die neue Route ist kompakter - Freitag und Samstag wird jeweils eine identische Schleife um Cosquin und La Cumbre gefahren, am Sonntag folgt eine Sprintetappe mit 4 SP´s (70 Kilometer). Rallye-Ziel ist wie in den letzten Jahren das Fußballstadion von Cordoba.

Die 22 Sonderprüfungen mit 389 SP-Kilometern bieten trotz veränderter Route viel Abwechslung. Breite und schnelle Pisten in den Weiten der Pampa, in den Bergen wird´s eher kurvig und eng. Was die Wettersituation betrifft, so stehen im argentinischen Frühherbst Regenschauer, die bei entsprechender Intensität die Schotterstraßen in Schlammpisten verwandeln, auf der Tagesordnung.

Die Favoriten: Peugeot, Ford und Subaru werden den Sieg untereinander ausmachen

Was die Frage nach den Favoriten für Argentinien betrifft, so kommen sicherlich zumindest sechs, sieben Piloten für den Sieg in Frage. Peugeot hat zwar nach den Asphalt-Triumphen der ersten Saison-Rallyes zuletzt auch auf zypriotischem Schotter triumphiert. Allerdings haben die Löwen in Argentinien noch nie gewonnen. Und Ford bzw. Subaru sind nach den zuletzt gezeigten Leistungen auf Schotter ähnlich stark einzuschätzen wie die Peugeot - Mitsubishi, Hyundai und Skoda werden wie zuletzt im Kampf um den Sieg keine Rolle spielen.

Bei Peugeot habe alle drei Werkspiloten das Zeug, in Argentinien zu triumphieren. Der regierende Weltmeister Richard Burns gewann die Rallye im Jahr 2000 und ist für seine Klasse auf schnellem Schotter bekannt. Selbiges gilt für WM-Leader Marcus Grönholm, der zwar noch keinen Argentinien-Sieg aufzuweisen hat, nichtsdestotrotz auf Schotter immer zu den Top-Favorits zu zählen ist. Der dritte Peugeot-Werkscrack, Harri Rovanperä, hat mit einem Sieg bei der Mexiko-Rallye Selbstvertrauen getankt und ist jederzeit in der Lage, im Falle des Falles für seine Kollegen in die Bresche zu springen.

Ford hat zuletzt auf Zypern vom Resultat her zwar schwach abgeschnitten, was die Performance betrifft, war man jedoch die Nummer eins. Colin McRae, der die ersten beiden Etappen dominiert hatte, vergab durch zwei Unfälle am Schlusstag alle Chancen auf eine Spitzenplatzierung. Der Schotte hat im Vorjahr in Argentinien gewonnen, auch heuer wäre ein Sieg vonnöten, will Colin noch die letzten theoretischen WM-Chancen nutzen. Von der Klasse her sind natürlich auch Carlos Sainz und Markko Märtin in der Lage, ganz vorne mitzufahren.

Rein statistisch gesehen heißt der Favorit Nummer eins Tommi Mäkinen. Der finnische Subaru-Pilot hat in Argentinien drei Mal (´96 - ´98) gewonnen, ein Kunststück, das keinem anderen noch aktiven Fahrer gelungen ist. Die letzten Tests mit dem Impreza in Südfrankreich - allerdings auf Asphalt - sind positiv verlaufen, und schon auf Zypern haben Mäkinen & Solberg mit jeder Menge SP-Bestzeiten unterstrichen, dass mit Subaru wieder zu rechnen ist. Stichwort Solberg: der junge Norweger zählt zwar sicher nicht zu den Top-Favoriten, hat jedoch zuletzt mit zwei fünften Plätzen - z.T. mit erheblichen Technikproblemen - angedeutet, dass er zumindest zum erweiterten Favoritenkreis zu zählen ist.

Österreich stellt in Argentinien nur einen Starter: Beppo Harrach bestreitet seinen insgesamt dritten Gruppe-N-WM-Lauf, der (Fast)-Schotter-Novize wird vor allem versuchen, weiter Erfahrung zu sammeln und das Ziel in Cordoba zu erreichen.

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