RALLYE

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Loeb's Revanche

Loeb revanchiert sich für den aberkannten Vorjahres-Sieg und gewinnt, McRae und Sainz komplettieren den Citroen-Triumph, Harrach auf Platz neun.

Manfred Wolf

Colin McRae konnte sich auf den letzten vier Prüfungen zwar noch etwas knapper an Loeb heranarbeiten, gefährden konnte er seinen jungen Teamkollegen aber nicht mehr.

Sébastien Loeb: „Es war anfangs nicht einfach. Marcus (Grönholm) war am Anfang sehr stark. Aber als es trockener wurde, bekam ich mehr und mehr Selbstvertrauen. Am Ende konnte ich es dann etwas ruhiger angehen lassen.“

McRae: „Das war eine wunderbare Rallye. Es ging alles glatt. Zum Schluss haben wir nichts mehr riskiert, ich bin mit dem zweiten Platz und den acht Punkten sehr zufrieden.“

Während Sébastien Loeb seinen Sieg taktisch nach Hause fahren konnte und Colin McRae als Zweiter feststand, war es für den dritten Mann bei Citroen, Carlos Sainz, noch ein harter Kampf um den letzten Podiumsplatz.

Der Spanier musste sich heftiger Attacken von Ford-Piloten Markko Märtin erwehren. Doch auf den letzten beiden Sonderprüfungen der Rallye zeigte „Senior“ Sainz dem jungen Märtin wie schnell er noch immer sein kann: Er gewann beide Prüfungen, einmal mit knapp fünf, einmal mit über sechs Sekunden Vorsprung und sicherte sich so den dritten Gesamtrang.

Damit war ein reines Citroen-Podium perfekt. Carlos Sainz: „Ich bin über die letzten zwei SP’s so schnell gefahren, wie nur irgendwie konnte. Gott sei Dank haben wir keine Fehler mehr gemacht und auch keinen technischen Defekt gehabt.”

So gut die diesjährige „Monte“ für den WM-Newcomer Citroen ausging, so schlecht erging es der konzerninternen Konkurrenz von Peugeot. Richard Burns konnte in den Kampf an der Spitze nie wirklich eingreifen, mehr als Platz fünf war nicht drinnen.

Ein Kampf, den Marcus Grönholm anfangs mitbestimmen konnte, den er am zweiten Tag aber verlor: Er rutschte auf einer Eisplatte aus, touchierte einen Felsen und beschädigte sich die Radaufhängung. Für den Weltmeister blieb nur ein dreizehnter Platz.

Und für die dritte Peugeot-Speerspitze Gilles Panizzi war die Rallye Monte Carlo vorbei, bevor sie überhaupt richtig begonnen hatte. Zeitstrafe nach Fehler bei der Besichtigung, Reifenprobleme, Viruserkrankung – Panizzi warf am zweiten Tag entnervt das Handtuch.

Eine tolle Rallye liefert der junge Franzose Cedric Robert, er wird auf einem Semi-Werks-Peugeot 206 WRC Sechster. Ganz knapp, nämlich nur vier Zehntelsekunden dahinter, kommt auch der zweite Ford-Werksfahrer Francois Duval als Siebenter zu WM-Punkten.

Letzter Mann in den Punkten: Armin Schwarz, der nach vielen Problemen und fehlenden Testkilometern seinen Hyundai auf Platz acht positionieren kann. Didier Auriol gibt ein beachtenswertes Comeback im Skoda und wird Neunter, Roman Kresta fährt ebenfalls eine gute „Monte“ und komplettiert die Top-Ten.

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