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Verbesserte Chancen in der Marken-WM

Mit dem zweiten Platz von Marcus Grönholm und dem dritten Platz von Mikko Hirvonen konnte Hersteller Ford seine Chancen in der Marken-WM erhöhen.

Mit Platz zwei für Marcus Grönholm/Timo Rautiainen und Mikko Hirvonen/Jarmo Lehtinen auf Rang drei der WM-Rallye Zypern gewinnt der Kampf des BP Ford-Teams um den Weltmeisterschaftstitel in der Teamwertung weiter an Brisanz. Nach zwölf von 16 Saisonläufen trennen nur noch sieben Punkte die Werksabordnung vom aktuellen Tabellenführer.

Während Grönholm mit diesem Ergebnis seine zweite Position in der Fahrertabelle festigen konnte, schloss der 26-jährige Hirvonen bis auf zwei Punkte auf den derzeit drittplatzierten Spanier Dani Sordo auf.

Obwohl die vergleichsweise langsame Rallye Zypern auch in diesem Jahr ihrem materialmordenden Ruf mit besonders strapaziösen Pisten und extremen Außentemperaturen von bis zu 40 Grad Celsius alle Ehre bereitete, funktionierten beide Ford Focus RS WRC auf allen 22 Wertungsprüfungen praktisch ohne Probleme.

Marcus Grönholm übernahm gleich zu Beginn der Veranstaltung die Führung, die er Mitte des zweiten Tages nach einem Dreher – der ihn acht Sekunden kostete – an Sébastien Loeb abgeben musste. Am Sonntagmorgen betrug sein Rückstand auf den Franzosen 21,8 Sekunden. Obwohl der 38-jährige Finne auf der Auftaktprüfung noch einmal attackierte, konnte er seinen Rivalen nicht in Bedrängnis bringen. Grönholm steckte daraufhin zurück und fuhr seinen zweiten Platz sicher nach Hause.

„Die Strecken hier auf Zypern sind so eng und langsam, dass wir für viele Kurven bis in den ersten Gang zurückschalten müssen“, so der zweifache Weltmeister. „Dies ist der markanteste Unterschied zur ebenfalls sehr heißen und groben Rallye Griechenland, die wir im Juni noch gewonnen haben.“

Mikko Hirvonen kämpfte sich gleich auf der ersten Etappe auf den dritten Rang vor und verteidigte diese Position vor Manfred Stohl bis ins Ziel. Der junge Finne richtete dabei speziell am Sonntag sein Tempo ganz auf den Österreicher aus, in dem er sich die aktuellen Zwischenzeiten seines Kontrahenten ins Auto funken ließ. Für Hirvonen war es das fünfte Podiumsergebnis in den vergangenen sechs WM-Läufen.

„Ich fand es sehr schwierig, auf diesen Wertungsprüfungen den richtigen Kompromiss zwischen zu schnell und zu langsam zu finden“, so der 26-Jährige. „Dabei habe ich mich offensichtlich vor der Rallye für das falsche Setup entschieden, wie ich nach intensiven Analysen mit Marcus und unserem Technischen Direktor Christian Loriaux herausgefunden habe – ein weiterer Dominostein in meinem Lernprozess. Beim nächsten WM-Lauf in der Türkei sollte ich noch konkurrenzfähiger sein, um mit Dani Sordo um Rang drei in der Fahrer-WM kämpfen zu können…“

„Nach der ersten WP am heutigen Morgen haben wir gemeinsam mit Marcus Grönholm entschieden, uns mit dem zweiten Platz zu begnügen“, erläuterte BP-Ford Teamdirektor Malcolm Wilson. „Für uns ist die Herstellerwertung zu wichtig, um leichtfertig WM-Punkte aufs Spiel zu setzen. Ich bin sehr zufrieden, wie zuverlässig unsere Ford Focus RS WRC diese anstrengende Rallye überstanden haben.“

„Unser Ziel war es, den Abstand in der Markentabelle weiter zu verkürzen“, analysiert Ford TeamRS Direktor Jost Capito. „Dies ist uns erfolgreich gelungen. Damit befinden wir uns vor dem letzten Saisonviertel in einer aussichtsreichen Position, um bereits im ersten Jahr unseres neuen Ford Focus RS WRC um den WM-Titel kämpfen zu können – dies übertrifft unsere Erwartungen bei weitem.“

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Rallye-WM: Zypern

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