RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Kleiner Schaden, großes Desaster

Nicht sehr lange dauerte die Triestingtal-Rallye für Christian Eberherr, der schon auf der zweiten Prüfung einen Ausfall hinnehmen mußte.

Eigentlich völlig untypisch für ihn, denn Durchkommen an sicherer Position galt bisher als sein besonderes Markenzeichen, und auch Alexandra Auer-Kaller, die liebenswerte neue Beifahrerin, hätte sich wohl nicht erwartet, daß die erste gemeinsame Rallye so schnell beendet sein würde.

Es kam aber leider so. Nun ist natürlich bekannt, daß die Triestingtal-Rallye sehr ans Material geht, aber wenn man bloß über eine Prüfung kommt, ist das schon extremes Pech. Christian Eberherr war zwar im Wissen um die besondere Härte der Triestingtal-Rallye auf Schonung bedacht, und er wußte auch, daß vor allem auf der ersten Prüfung ein paar höchst sadistische Einlagen auf die Fahrgestelle warteten, aber sehr viel weiter kam er leider trotzdem nicht. Immerhin gelang es ihm auf der ersten Prüfung, schneller zu sein als Christian Kornherr, der es mit seinem Escort wohl auch sehr gut gemeint hatte (was sich bei ihm, im Nachhinein betrachtet, durchaus ausgezahlt hatte). Und auch einige Volvos konnten besiegt werden. Persönlich besonders wertvoll war, daß auch Alexander Tazreiter mit dem starken Mazda geschlagen werden konnte, was normalerweise sonst nie ein Thema ist.

Ja, und das war’s dann auch schon, sportlich gesehen. Denn kurz darauf wurde die Lenkung erfreulich leichtgängig – aber dafür auch wirkungslos. Erst nach einer halben Umdrehung am Lenkrad bewirkte sie eine Richtungsänderung. Damit weiterzufahren wäre sinnlos gewesen – und vor allem viel zu riskant. Jede Abenteuerlust hat ihre Grenzen.

Die hatte offenbar auch die Festigkeit der Muttern, welche am Lenkhebel angebracht waren. Die Gewinde wurden schon nach kurzer Belastung schadhaft, die Schraubenmuttern verloren ihren Halt. Daher kam das merkwürdige Lenkgefühl, bei dem es jederzeit möglich war, daß das Auto in eine ganz andere Richtung abbiegt, als der Fahrer das will. Gut ist in so einem Fall immer, wenn man noch rechtzeitig anhalten kann, bevor es ordentlich kracht.

Schade ist es natürlich trotzdem, daß es nicht möglich war, den vollen Spaß der Triestingtal-Rallye zu genießen, den man natürlich nur hat, wenn man sie in voller Länge fährt. Und man weiß ja auch nicht, wie es mit dem Ergebnis noch aussehen hätte können. In einer Sache ist der Fall aber klar: Daß sich mit Alexandra Auer-Kaller eine Idealbesetzung für den nach dem Abgang von Daniela Stummer frei gewordenen Beifahrersitz gefunden hatte. Fortsetzung wird also folgen – und dann hoffentlich mit etwas mehr Glück.

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-Challenge: Triestingtal-Rallye

Weitere Artikel:

Albert von Thurn und Taxis/Jara Hain beim 8. Lauf zum Mitropa Rally Cup 2026 mit Start-Ziel-Sieg in Slowenien. Rino Muradore/Cristina Delbello (ITA) siegen in der Wertung für historische Fahrzeuge.

WRC übernimmt F1-Technik

Helmkamera vor Live-Premiere

Formel-1-Technik hält Einzug in die WRC: Auf Sardinien testet M-Sport eine FIA-zugelassene Helmkamera für mögliche Livebilder aus dem Rallye-Auto

ARC, Grasl Rallye Horn: Fotos

Die besten Bilder von der Grasl Rallye Horn

motorline.cc-Fotograf Daniel Fessl präsentiert seine besten Bilder von der Toyota Keusch Grasl Rallye Horn powered by Sonax und Schremser.

Ford kehrt 2028 als Werksteam in die Rallye-Weltmeisterschaft zurück: Gemeinsam mit M-Sport plant der Konzern zudem ein neues WRC-Auto für 2029

Mit einem VW-Motor und auffälligem Porsche-Look will Project Rally One 2027 in der Rallye-WM (WRC) antreten: Das Privatteam peilt zwei Autos zum Saisonauftakt an