RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye-WM: Argentinien

Latvala motiviert - Hirvonen wieder selbstbewusst

Das Ford-Werksteam führt in beiden WM-Wertungen - diese Führung möchte man in Argentinien weiter ausbauen. Kommt die nächste Latvala-Show?

Bild: Ford

Start frei zum Schotter-Tango in Argentinien: Bereits zum zweiten Mal innerhalb dieses Monats tritt die Rallye-Weltmeisterschaft in Südamerika an. Nach dem WM-Lauf in Mexiko reist Ford als Tabellenführer sowohl in der Fahrer- als auch in der Konstrukteurswertung ins Land der Gauchos und will dort die Erfolge von 2001 und 2002 wiederholen: Damals pilotierten erst der unvergessene Colin McRae, dann die spanische Rallye-Legende Carlos Sainz ihre Ford Focus-World Rally Cars zum Sieg.

Die Herausforderung, der sich die beiden Werksbesatzungen Mikko Hirvonen / Jarmo Lehtinen und Jari-Matti Latvala / Miikka Anttila auf der anderen Seite des Atlantischen Ozeans am kommenden Wochenende stellen, ist eine anspruchsvolle: Nicht weniger als 21 Wertungsprüfungen (WP) über eine Distanz von 347,91 Kilometer stehen auf dem Programm des vierten Saisonlaufs. An jedem der drei Rallye-Tage geht es in ein anderes Tal im Hinterland des Start-und Zielorts Carlos Paz – entsprechend unterschiedliche Charakteristiken präsentieren die einzelnen WP.

„Diese Veranstaltung macht dank ihrer abwechslungsreichen Strecken immens Spaß“, freut sich Ford Focus RS WRC-Pilot Mikko Hirvonen, der in der Zwischenwertung einen Punkt Vorsprung auf seinen Erzrivalen Sébastien Loeb behauptet. „Die Kurvenfolgen sind zumeist sehr geschwungen und flüssig, ohne deswegen bedenkenlos Vollgas zu vertragen. Zeitweise erweisen sich die Straßenbedingungen auch als ziemlich grob. Besondere Obacht müssen wir auch den zahlreichen Wasserdurchfahrten widmen, die wir mit unserem Ford Focus WRC normalerweise jedoch ohne Lupfen passieren können.“

Latvala: "Argentinien zählt zu meinen Favoriten"

„Die Rallye Argentinien zählt zu meinen absoluten Favoriten“, erläutert Ford-Werksfahrer Jari-Matti Latvala, der Überrraschungssieger von Schweden und Tabellendritte. „Die begeisterten Zuschauer bieten uns alljährlich einen tollen Empfang und bereiten eine Kulisse, wie ich sie sonst nur aus meiner Heimat Finnland kenne. Am besten gefallen mir die besonders schnellen WP der zweiten Etappe. Hier kommt es ganz speziell auf eine saubere Fahrweise an, denn auf dem sandigen Untergrund bilden sich in Kurven schnell tiefe Furchen – wer zu quer fährt, verschenkt viel Zeit, bevor das Auto die ideale Traktion zum Herausbeschleunigen findet.“

Hirvonen als "Staubsauger" - "Nehme es wie es ist"

Als aktueller WM-Führender kommt Hirvonen die zweifelhafte Ehre zu, zumindest am ersten Tag als Erster auf die dann noch staubigeren und rutschigeren Strecken gehen zu müssen. „Das ist sicher kein Vorteil, aber ich kann es auch nicht ändern – also nehme ich die Situation, wie sie ist“, so der 27-jährige Finne. „In Mexiko stand ich vor der gleichen Herausforderung und habe viel daraus gelernt. Ich hoffe, dass der Nachteil hier in Argentinien geringer ausfällt.“

Nicht fürchten müssen die Teilnehmer in diesem Jahr die Ausflüge ins weit entfernte Buenos Aires, die in der vergangenen Saison den Zeitplan der Rallye auf den Kopf gestellt haben. Dafür warten auf der sonntäglichen Schlussetappe mit den Wertungsprüfungen „Giulo Cesare“ (24,7 Kilometer) und „El Condor“ (16,06 km) noch einmal echte Klassiker auf die Driftelite, die bis auf eine Höhe von 2.195 Meter über Meeresspiegel führen.

Fünf weitere Ford Focus

Neben Hirvonen/Lehtinen und Latvala/Anttila gehen in Argentinien noch fünf weitere Besatzungen mit dem rund 300 PS starken Ford Focus RS WRC an den Start: Gigi Galli/Giovanni Bernacchini und Henning Solberg/Cato Menkerud sammeln WM-Punkte für das Team „Stobart VK M-Sport“, während Matthew Wilson/Scott Martin den dritten Turbo-Allradler pilotieren. „Munchi’s Ford“ nimmt das Heimspiel mit Federico Villagra/Jorge Pérez Companc und Luis Pérez Comapnc/José Maria Volta in Angriff.

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM: Argentinien

- special features -

Weitere Artikel:

ARC, ET König Rallye: Bericht Neulinger

Marcel Neulinger triumphiert auch in Judenburg!

Marcel Neulinger setzte seine beeindruckende Siegesserie bei der ET KÖNIG Judenburg Rallye 2026 fort und holte den vierten Saisonsieg in der Steiermark!

ORF-Legende und motorline.cc-Kolumnist Peter Klein erinnert sich an die Akropolis Rallye 1976 und stellt Rudi Stohl die Frage: „1976 oder 2026?“

ARC, ET König Rallye: Bericht Friedl

„Big moments“ aber auch heikle Situationen

Eugen Friedl und Helmut Aigner vom MCL 68 konnten sowohl mit einigen kniffligen Situationen als auch mit emotionalen Highlights ein gutes Ergebnis einfahren.

WRC, Rallye Akropolis: Nach Tag 3 (SP13)

Showdown am Sonntag: Ogier jagt Neuville!

Dramatische Rallye Akropolis mit vielen Reifenschäden: Nach zwei Etappen führt Neuville knapp vor Ogier. Keferböck schon früh technisch angeschlagen - doch die Zielankunft würde sich lohnen…

ORM/ARC, ET König Rallye: Bericht

Hermann Neubauer als „Lonely Boy“ an der Spitze

Der Sieger der ET KÖNIG Rallye 2026 powered by Peter Hopf Erdbau ließ nie Zweifel an seinem Erfolg aufkommen / Mehr als Platz zwei für Michael Lengauer und Platz drei für Luca Waldherr ließ der Toyota-Pilot nicht zu

ET König Judenburg Rallye: Bericht ARC

Gaubinger gewinnt - Lindner baut Vorsprung aus!

Patrik und Verena Gaubinger feiern bei der ET König Judenburg Rallye im Audi Quattro den ARC-Sieg. In der Clubmeisterschaft konnte Hans Georg Lindner im historischen Escort seinen Vorsprung ausbauen - auf Platz zwei lauert nun der junge Subaru-Pilot Jan Dolzer. In der ARCP triumphiert Christoph Zellhofer, Raimund Baumschlager siegt beim Comeback in der ART.