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Rallye-WM: Argentinien

Loeb souverän! Aigner nun sogar Gesamt-Siebter!

Sébastien Loeb führt vor den beiden Subaru-Piloten - Petter Solberg liegt im Stallduell voran. Andi Aigner (Gesamt-7.!) konnte die Führung in der PWRC halten.

Michael Noir Trawniczek

Sébastien Loeb hat für den Nachmittag bereits das Schlimmste befürchtet. "Da wird es noch mehr Schlamm geben, die Piste wird aufbrechen, Felsbrocken werden herauskommen", prophezeite der überlegen Führende der Argentinien-Rallye. Doch die Bedingungen waren am Nachmittag weniger schlimm, als zu befürchten war. Loeb bestätigte: "Die Prüfungen heute Nachmittag sind okay - es ist nicht so schlimm, wie ich erwartet habe. Ich habe einfach versucht, das Auto auf der Straße zu halten und keine Fehler zu machen." Was Loeb auch gelungen ist - mit einem Vorsprung von 1:19 Minuten führt der Citroen-Werkspilot die Rallye vor den beiden Subaru-Werkspiloten an.

Petter Solberg gab am Nachmittag kräftig Gas - auf vier der fünf Nachmittagsprüfungen (Solberg gewann auch die die abschließende Superspecialprüfung) konnte der Norweger die Bestzeit markieren, lediglich auf SP 15 belegte er hinter Loeb Platz zwei. So konnte Solberg den zweiten Platz, den er am Morgen seinem Stallkollegen Chris Atkinson abknöpfen konnte, behalten. Atkinson liegt als Dritter 48,9 Sekunden hinter seinem Teamkollegen zurück. Zwei Subaru auf dem Podestkurs - vor ein paar Monaten hätten damit wohl nur wenige gerechnet...

Seinen vierten Platz hat Gigi Galli verloren, nachdem er bereits auf der letzten Prüfung vor dem Mittagsservice mit qualmendem Motor und viel Rauch in der Fahrerzelle das Ziel erreichte, dann aber auf der Verbindungsetappe stehen blieb. Das Team diagnostizierte einen Elektronikdefekt. Galli erklärte gegenüber der WRC-Website: "Ich weiß nicht genau, was passiert ist. Der Motor wurde plötzlich enorm heiß. Wir hatten einen kleinen Dreher und haben uns dabei den Auspuff beschädigt. In der Mitte der Prüfung musste ich das Fenster aufmachen, weil ich nicht mehr atmen konnte - das Auto war voller Rauch."

Somit rückte Daniel Sordo, der zweite Citroen-Werkspilot, vor auf Rang vier - der Spanier liegt bereits 1:23 Minuten hinter Atkinson zurück. Satte 14 Minuten hinter Sordo belegt Conrad Rautenbach in seinem privaten Citroen C4 WRC den sensationellen fünften Rang. Selbst Mikko Hirvonen befindet sich nun wieder in den Punkterängen - auf Rang sechs.

Aigner fuhr fehlerlos

Weil er Munchi's Ford-Pilot Federico Villagra überholen konnte, belegt Andreas Aigner nun den tollen siebten Gesamtrang, womit er sogar noch zwei WRC-Punkte ergattern kann. Villagra liegt rund 26 Sekunden hinter dem Steirer, der immer noch 51,1 Sekunden vor Nasser Al-Attiyah die PWRC-Wertung anführt. Der Red Bull Rallye-Pilot fuhr auch am zweiten Tag der Argentinien-Rallye fehlerlos - er kontrolliert das PWRC-Feld.

Ein zufriedener Andi Aigner erklärte im Zielraum der 17. Prüfung: "Ich bin sehr glücklich nach diesem Tag - am Nachmittag waren die Prüfungen auch okay. Ich fuhr wirklich vorsichtig, ich habe keine Steine getroffen, alles hat bestens funktioniert." Am Sonntagvormittag sind nur noch etwas mehr als 40 Wertungskilometer zu absolvieren - der Vorsprung von Aigner sollte ausreichen, um ohne Risiken einzugehen den schwer verdienten Sieg nach Hause zu fahren.

Am letzten Tag der Argentinien-Rallye stehen noch die beiden legendären Bergprüfungen "Mina Clero - Giulio Cesare" (9.13 Uhr Ortszeit bzw. 13.13 Uhr MEZ/24,7 Kilometer) sowie "El Condor - Copina" (15,99 Kilometer) auf dem Programm, bevor noch einmal die Zuschauerprüfung rund um das Cordoba Stadion absolviert wird.

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