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Rallye-WM: Argentinien

Harte Wetterbedingungen - Aigner mit PWRC-Bestzeit

Heftiger Regen, aufgeweichte Piste - erschwerte Bedingungen beim Shakedown in Cabalango. Petter Solberg Schnellster - und Andi Aigner mit PWRC-Bestzeit.

Michael Noir Trawniczek

Nach einigen sonnigen und heißen Tagen wurde die Region rund um Carlos Paz von heftigen Niederschlägen heimgesucht, in der Nacht auf Donnerstag kam auch noch ein kräftiger Wind hinzu. Nach einer kurzen Pause setzte der Regen am Donnerstagmorgen erneut ein und begleitete den Shakedown - entsprechend schlammig präsentierte sich die 4,59 Kilometer lange Testprüfung in Cabalango.

Am schnellsten fuhr Petter Solberg mit seinem Subaru Impreza 2007 WRC - doch der Norweger winkte gleich einmal ab: "Die Zeit war gut - aber ich glaube nicht, dass dieser Shakedown repräsentativ für die bevorstehende Rallye ist. Die Piste war sehr weich und brach an einigen Stellen ziemlich böse auf. Wie fast alle haben wir unsere beste Zeit im ersten Lauf erreicht - danach waren wir alle langsamer, weil die Straße in einem derart schlechten Zustand war. Ich war bei der zweiten Durchfahrt gleich einmal um vier Sekunden langsamer."

Solberg ist überzeugt: "Wenn die richtigen Prüfungen ebenfalls in diesem Zustand sein sollten, dann wird das eine wirklich harte Rallye." Dass die harte Reifenmischung, die Pirelli zur Argentinien-Rallye bringt und die von den Piloten verpflichtend eingesetzt werden muss, auf dem an sich schon weichen Untergrund wenig vorteilhaft ist, hat Weltmeister Sébastien Loeb bereits im Vorfeld der Rallye angemerkt.

Auf den aufgeweichten, schlammigen Pisten wird es noch schwieriger. "Die weichen Reifen würden bei diesen Bedingungen besser funktionieren - mit Sicherheit", betont auch Solberg. "Aber es sind die gleichen Bedingungen für alle - wir müssen halt aufpassen, vor allem im Schlamm."

Mit leichtem Zynismus merkt der Weltmeister von 2003 an: "Wenn das Wetter so bleibt und wir Reifen verwenden, die am besten bei 30 Grad Celsius und auf heißen, trockenen Straßen funktionieren, müssen wir eben alle ein bisschen zurückstecken."

Hinter Petter Solberg fuhr Sébastien Loeb die zweitschnellste Zeit vor den beiden Ford-Werkspiloten Mikko Hirvonen und Jari Matti Latvala sowie Henning Solberg und Gigi Galli aus dem Stobart Ford-Team.

Für Red Bull Rallye Team-Pilot Andreas Aigner ist der Einstieg seines Sponsors im Werksteam von Citroen ein weiterer Ansporn, sich mit guten Leistungen zu empfehlen - das Argentinien-Wochenende begann der Steirer mit der erfreulichen Bestzeit bei den seriennahen Gruppe N-Produktionswägen, in der PWRC.

Am Freitagmorgen ab 7.45 Uhr Ortszeit (12.45 Uhr MEZ) werden sich die Piloten und Co-Piloten den höchst wahrscheinlich schlammigen Straßen rund um Carlos Paz stellen - die erste Prüfung "La Cumbre - Agua de Ora" ist 18.7 Kilometer lang.



Shakedown-Zeiten

 1. Solberg          Subaru              2:37.6
 2. Loeb             Citroen             2:37.9
 3. Hirvonen         Ford                2:38.8
 4. Latvala          Ford                2:39.6
 5. Solberg          Ford                2:40.7
 6. Galli            Ford                2:40.9
 7. Atkinson         Subaru              2:42.6
 8. Villagra         Ford                2:44.7
 9. Wilson           Ford                2:45.6
10. Gardemeister     Suzuki              2:46.1
11. Companc          Ford                2:46.3
12. Sordo            Citroen             2:47.1
13. Andersson        Suzuki              2:49.5
14. Rautenbach       Citroen             2:55.6
N1. Aigner           Mitsubishi          2:58.6

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