RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye-WM: Irland

Auch Sordo ist mit seinem Latein am Ende…

Weltmeister Loeb fährt wieder einmal in einer eigenen Liga, Dani Sordo kann das „nicht verstehen“. Mikko Hirvonen ein abgeschlagener Dritter.

Michael Noir Trawniczek

Auch am Morgen des zweiten Tages wurde bei Dunkelheit und bei strömendem Regen gefahren – die Piloten wählten allesamt den Winterreifen, auch wenn es keinen Schnee auf den Strecken gab, dafür sehr viel Wasser. Auf dem Programm standen drei Wertungsprüfungen: Die 27,76 km lange SP 9 „Sloughan Glen“, die 25,46 km lange SP 10 „Ballinamallard“ sowie die 13,46 km lange SP 11 mit dem schönen Namen „Tempo“.

Sébastien Loeb konnte auf sämtlichen Prüfungen die Bestzeit markieren – so konnte er seinen Vorsprung auf seinen Citroen-Teamkollegen Dani Sordo vergrößern, der Spanier liegt als Zweiter bereits mehr als eine Minute zurück. Sébastien Loeb erklärte nach der ersten SP am Morgen: „Mit den Winterreifen war es nicht so schlimm wie es gestern der Fall war, aber es gab immer noch sehr viel Aquaplaning.“ Später erklärte der Franzose: „Als ich sah, dass wir schneller als alle anderen waren, ging ich es ein bisschen langsamer an.“ Loeb dominiert also nach Belieben und muss nicht einmal ans Limit gehen…

Dani Sordo konnte nur noch kapitulieren: „Sébastien ist unglaublich schnell, ich verstehe das nicht! Ich habe sehr viele Risiken auf mich genommen, es gab sehr viel Aquaplaning. Es waren wirklich schwierige Prüfungen.“

Eigentlich wollte Ford-Werkspilot Mikko Hirvonen Druck auf Sordo ausüben – doch das Gegenteil war der Fall, Hirvonen liegt nun schon mehr als eine Minute hinter Sordo zurück. Sein dritter Platz ist jedoch ungefährdet, denn Stobart Ford-Pilot Henning Solberg liegt mit einem Gesamtrückstand von 5:15 Minuten bereits 2:45 Minuten hinter Hirvonen zurück.

Der finnische Titelkandidat des Ford-Konzerns wurde auf SP 9 laut eigenen Angaben von einer „Kondensation im Wageninneren“ aufgehalten, weshalb sich die Windschutzscheibe beschlagen habe. Auf SP 10 wurde der leidgeprüfte Finne auch noch von Problemen mit der Servolenkung heimgesucht, weshalb er um weitere 20 Sekunden zurückfiel. Hirvonen muss einsehen: Mehr als Platz 3 ist unter normalen Umständen bei dieser ersten von zwei geplanten Asphalt-Rallyes nicht möglich.

Mit zwei vierten und einem dritten Platz auf den Prüfungen konnte sich der neue Citroen-„Junior“ Chris Atkinson, der gestern bei einem Dreher mit der Beifahrerseite gegen einen Telefonmasten krachte, auf Platz 5 vorarbeiten – auch wenn Beifahrer Stephane Prevot über starke Schmerzen in der Schulter klagte.

Die restlichen Punkteränge belegen Matthew Wilson, Sébastien Ogier und Gareth MacHale. Die via „Superally“ wieder eingestiegenen Ford-Piloten Urmo Aava und Jari Matti Latvala liegen auf den Rängen 12 und 21.

Bei den Junioren der JWRC führt der Deutsche Aaron Burkart, der heuer einen Suzuki Swift Super 1600 pilotiert. Nur 17 Sekunden hinter ihm liegt Hans Weijs, Martin Prokop liegt als Dritter bereits etwas mehr als eine Minute zurück.

Am Nachmittag werden ab 13.57 Uhr Ortszeit (14.57 Uhr MEZ) die drei Wertungsprüfungen erneut absolviert.

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM: Irland

Weitere Artikel:

WRC-Verkauf vor Abschluss

Neuer Promoter soll bald verkündet werden

Ein 25-Jahres-Deal für die WRC? Die FIA sucht einen langfristigen Partner statt kurzer Investment-Deals - Die Entscheidung steht nun unmittelbar bevor

WRC Monte Carlo: K4 nach Shakedown

WRC Masters-Sieg als klares Ziel bei der „Monte“

Johannes Keferböck und Ilka Minor starten als einzige Österreicher bei der prestigeträchtigen Rallye Monte Carlo. Mit dem Einsatzteam Gazoo Racing France sowie Ex-Weltmeister Stephane Lefebvre und den „Spionen“ Franz Wittmann/Gerry Winter setzt das K4 Rally Team auf kompetente Unterstützung. Im Kampf um den WRC Masters Cup zählt für „Kefer“ nur der Sieg!

Die FIA macht ernst: Mit einem Testlauf im Juni rückt die WRC-Rückkehr in die USA näher - Das Ziel für das erste offizielle Event ist nun das Jahr 2027

Die 94. Rallye Monte Carlo wird in die Geschichte der Rallye-Weltmeisterschaft eingehen - das K4-Duo Johannes Keferböck und Ilka Minor konnte das große Abenteuer nicht nur bestehen, sondern auch einen überlegenen Sieg im WRC Masters Cup einfahren.