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Rallye-WM: Irland

Keine Chance für die Konkurrenz

Loeb auf SP 12 kurz in der Wiese – doch der Citroen-Pilot führt weiter überlegen vor seinem Teamkollegen Dani Sordo und Mikko Hirvonen (Ford).

Michael Noir Trawniczek

Bestzeiten machen Spaß! Oder wird selbst Loeb langsam fad?

Am Nachmittag wurden die drei Wertungsprüfungen vom Vormittag erneut befahren – der Regen hatte ein wenig nachgelassen. Auf der mit 27,76 km längsten Prüfung des Tages, der SP 12 „Sloughan Glen“ endete die Bestzeitenserie von Weltmeister Sébastien Loeb.

20 Kilometer nach dem Start der SP kam der Citroen-Pilot kurz von der Straße ab – er berichtete: „Auch wenn der Regen nachgelassen hat, ist immer noch sehr viel Wasser auf der Strecke. Wir erhielten Informationen unserer Schotterspione, aber in einer Sektion wurde ich dann doch überrascht – und so räuberte ich durch die Wiese. Jetzt habe ich eine seltsame Vibration im Auto – vielleicht ist es Schlamm auf dem Rad, oder das Rad ist beschädigt. Vielleicht muss ich es wechseln – aber sonst ist alles okay.“

Weil auf dieser SP auch seinem Teamkollegen Dani Sordo ein Missgeschick unterlief – „in einer Harrnadelkurve starb der Motor ab, wir haben dabei rund zehn Sekunden verloren“ – konnte sich Ford-Pilot Mikko Hirvonen über die Bestzeit freuen. An den Platzierungen änderte das freilich nichts, denn Loeb büßte bei seinem Ausflug nur 13,7 Sekunden ein, Sordo lag nur 1,3 Sekunden hinter Hirvonen.

Auf den beiden folgenden Prüfungen konnte Loeb, offenbar ohne Vibration, wieder Bestzeiten markieren – am Ende des zweiten Tages führt der Franzose über eine Minute vor seinem Stallkollegen Sordo sowie bereits 2,5 Minuten vor Hirvonen, der auch am Nachmittag von einem Problem mit der Servolenkung heimgesucht wurde.

Kampf um Platz 4

Stobart Ford-Pilot Henning Solberg konnte seinen vierten Platz verteidigen – allerdings liegt Chris Atkinson im Junioren-C4 nur noch 4,7 Sekunden hinter dem Norweger. Der Australier konnte erneut gute Zeiten markieren, obwohl er zu Protokoll gab: „Ich schaue nicht auf die Splitzeiten – ich fahre meine eigene Rallye und lerne das Auto.“

Über drei Minuten hinter dem Australier belegt Sébastien Ogier im zweiten Junioren-Citroen den sechsten Platz, der Sieger der Monte Carlo-Rallye konnte also einen Platz gutmachen. Stobart Ford-Pilot Matthew Wilson fiel somit auf Rang sieben zurück. Auf Platz 8 liegt der dritte Ford-Werkspilot Khalid Al-Quassimi, der normalerweise keine Punktechancen hat.

Stobart-Pilot Urmo Aava, der gestern noch die Rallye anführen konnte und nach einem Ausfall heute unter „Superally“ die Fahrt fortsetzen konnte, liegt als Elfter bereits 14 Minuten zurück – auf Al-Quassimi fehlen ihm rund drei Minuten. Noch weiter abgeschlagen ist der ebenfalls unter „Superally“ startende Ford-Werkspilot Jari Matti Latvala, der bereits 23 Minuten zurück liegt und unter normalen Umständen keine Punkte mehr einheimsen wird.

JWRC: Burkart führt

Bei den Junioren führt weiterhin Suzuki-Pilot Aaron Burkart – sein Verfolger Hans Weijs, der auf SP 13 bis auf 7,7 Sekunden an den Deutschen heranrückte, hatte auf der letzten Prüfung des Tages einen schweren Unfall. Doch Martin Prokop, der an der Unglücksstelle vorbeifuhr, berichtete, dass sowohl Fahrer als auch Beifahrer unverletzt seien. Prokop rückte vor auf Rang zwei. Auf Platz drei liegt Simon Bertolotti.

Am Sonntagvormittag sind noch vier „echte“ und eine Zuschauerprüfung zu absolvieren – insgesamt sind jedoch nur noch 40 Wertungskilometer ausständig. Um 8.35 Uhr Ortszeit (9.35 Uhr MEZ) wird die 11,48 km lange SP 15 „Geevagh“ in Angriff genommen.

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