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Loeb: „Shakedown war nicht repräsentativ“

Petter Solberg unterstreicht seine Siegambitionen mit einer Shakedown-Bestzeit – die Titelfighter Loeb und Hirvonen halten sich vorerst bedeckt.

Michael Noir Trawniczek

61 Kilometer westlich vom Servicepark in Cardiff wurde in Margan Park auf einer 4,95 km langen Schotter-Strecke der Shakedown zur bevorstehenden Rallye Wales GB absolviert. Während an den Tagen zuvor, bei der Besichtigung der Wertungsprüfungen, Schönwetter herrschte, setzte am Donnerstagmorgen starker Regen ein. Die Prüfung war daher extrem matschig und rutschig. Die Temperaturen erreichten maximal 14 Grad Celsius.

Die schnellste Zeit markierte Petter Solberg in seinem Citroen C4WRC, der Norweger fährt an diesem letzten Rallye-Wochenende dieser Weltmeisterschaft für das Citroen Junior Team. „Auf unserer letzten Fahrt haben wir jenes Setup angewandt, welches wir bei unserem letzten Test vor der Rallye gefunden haben und es lief gut“, erklärte Solberg.

Er wolle weiterhin diese Rallye gewinnen, fügte er hinzu. „Das Wetter ändert daran nichts – im Gegenteil, das sind sogar gute News für uns. Denn wir konnten bislang mit dem C4 nicht bei Nässe testen und der Wagen hat sich heute gut angefühlt. Ich habe ein positives Gefühl, was meine Chancen anbelangt und ich werde hart attackieren – vielleicht nicht von der ersten Prüfung an, aber sobald wir einen Rhythmus gefunden haben.“

Auf den Plätzen zwei und drei reihten sich Ford-Werkspilot Jari Matti Latvala sowie Henning Solberg im Stobart Ford ein. Sébastien Ogier, der zweite Citroen Junior, bleib auf Rang vier 2,6 Sekunden hinter der Bestzeit von Solberg zurück.

Wie erging es den beiden Titelkandidaten? Sébastien Loeb belegte mit 3,2 Sekunden Rückstand Platz fünf und erklärte: „Es war okay, aber die Prüfung war sehr schwierig, da es hier sehr rutschig und schlammig war und weil die Straßen auch sehr eng waren, sodass es nicht leicht war, einen Rhythmus zu finden – der Shakedown war vielleicht die schwierigste Prüfung der Rallye, er war jedoch nicht repräsentative für den Rest der Veranstaltung.“

Loeb fügte hinzu: „Nach der Besichtigung bei Trockenheit werden sich die Bedingungen nun auf den nassen Prüfungen ändern – und wir wissen nicht genau, wo die kniffligen Stellen sein werden. Ich denke jedenfalls, dass Mikko von Beginn an schnell sein wird – daher bin ich einfach auch bereit, von Anfang an Vollgas zu geben.“

Hirvonen lag als Siebtschnellster 5,5 Sekunden zurück und gab sich ebenfalls zufrieden. Der Finne erklärte: „Ein bisschen Regen würde mir helfen – was meine Startposition als erstes Auto anbelangt. Aber die unteren Schotterschichten sind so fest, dass es wohl keinen großen Einfluss haben wird.“

Der Start zur Wales-Rallye erfolgt am Donnerstagabend mit einem zeremoniellen Start in Cardiff. Richtig los geht’s am Freitagmorgen um 9.23 Uhr mit der 32,14 Kilometer langen SP 1 „Hafren“.



Zeiten

1. Petter Solberg        Citroën JT       3:16.4
2. JariMatti Latvala     Ford             3:16.6
3. Henning Solberg       Stobart          3:18.2
4. Sébastien Ogier       Citroën JT       3:19.0
5. Sébastien Loeb        Citroën          3:19.6
6. Dani Sordo            Citroën          3:19.7
7. Mikko Hirvonen        Ford             3:21.9
=. Mads Östberg          Subaru           3:21.9
9. Khalid Al Qassimi     Ford             3:23.3
10. Conrad Rautenbach    Citroën JT       3:26.1

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