RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

„Nichts war sicher, bis ins Ziel“

Der neue alte Rallye-Weltmeister blickt zurück auf das vergangene Wochenende und erklärt, warum der sechste Titel für ihn der beste ist.

Michael Noir Trawniczek

Sébastien Loeb und Daniel Elena konnten in Wales ihren sechsten Titel in Folge einfahren – allerdings musste dieser Titel heuer erst im Finale fixiert werden. Schuld daran war sicher auch die „Krise“ im Sommer, als Loeb in drei Rallyes nur sieben Punkte an Land ziehen konnte und er sich in der Folge zweimal gegenüber Hirvonen geschlagen geben musste, wenngleich einmal auf dem grünen Tisch.

Zudem sorgte Mikko Hirvonen in Wales dafür, dass Loeb den sechsten Titel nicht im Rahmen einer Spazierfahrt einstreifen konnte. Hinzu kam auch, dass Loeb am Sonntag kurzzeitig von Turboladerproblemen geplagt wurde.

„Wir standen bei dieser Rallye bis zum Ende derart unter Druck", gibt Loeb zu. "Wir hatten einen guten Start in die Saison, aber bekamen dann einige Probleme. Dennoch haben wir uns direkt vor dieser Rallye wieder vorn zurückgemeldet. Und jetzt ist es uns gelungen, den Titel wieder zu gewinnen - auf der vorletzten Prüfung. Mikko hat nie aufgegeben und ich musste bis ins Ziel pushen."

Für Loeb ist der sechste Titel rückwirkend betrachtet der schönste: „Es ist immer schwer, Titel miteinander zu vergleichen, aber ich denke, vom sportlichen Fight her gesehen ist das mein bester Titel. Wenn man einen Titel drei Rallyes vor Schluss gewinnt, ist der Druck nicht so groß, den man hat ja noch ein paar weitere Möglichkeiten, den Sack zuzumachen. Doch dies war die letzte Rallye und wir konnten uns nicht leisten, dass es schief geht. Jeder hat erwartet, dass wir gewinnen, aber ich kann sagen: Nichts war sicher, bis wir im Ziel waren. Deshalb bedeutet uns dieser Titel so viel."

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM: Wales

- special features -

Weitere Artikel:

Nach einem durchwachsenen Jahr zeigt Hyundai nun den überarbeiteten i20 N Rally1- das Auto soll standfester und schneller sein - Ziel sind alle drei WM-Titel

Jännerrallye: Bericht Lengauer

Lengauer erkämpft trotz Pech Platz zwei

Jännerrallye-Seriensieger erstmals geschlagen. Michael Lengauer/Jürgen Rausch holen nach einem Reifenschaden noch Platz zwei. Erneut liefert der Lokalmatador im BRR Skoda Fabia RS Rally2 eine Spitzenleistung.

Neues Auto für WRC-Regeln 2027?

M-Sport Ford hat noch nicht entschieden

M-Sport Ford hat noch nicht entschieden, welchen Weg man für das WRC-Reglement 2027 einschlägt - "Wir schauen uns im Moment wirklich alle Optionen an - alles"

Gottfried Kogler 1957-2026

In memoriam Gottfried Kogler

Nachruf auf einen Freund. Es sind persönliche Worte - ein Versuch, einem so vielschichtigen und zugleich geradlinigen Menschen irgendwie gerecht zu werden…

Rallye Dakar 2026: Etappe 11

Lategans Traum vom Sieg platzt

Henk Lategan verliert in der elften Etappe mehr als eine Stunde - Mattias Ekström (Ford) holt Tagessieg - Nasser Al-Attiyah (Dacia) führt knapp vor Nani Roma (Ford)