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„Nichts war sicher, bis ins Ziel“

Der neue alte Rallye-Weltmeister blickt zurück auf das vergangene Wochenende und erklärt, warum der sechste Titel für ihn der beste ist.

Michael Noir Trawniczek

Sébastien Loeb und Daniel Elena konnten in Wales ihren sechsten Titel in Folge einfahren – allerdings musste dieser Titel heuer erst im Finale fixiert werden. Schuld daran war sicher auch die „Krise“ im Sommer, als Loeb in drei Rallyes nur sieben Punkte an Land ziehen konnte und er sich in der Folge zweimal gegenüber Hirvonen geschlagen geben musste, wenngleich einmal auf dem grünen Tisch.

Zudem sorgte Mikko Hirvonen in Wales dafür, dass Loeb den sechsten Titel nicht im Rahmen einer Spazierfahrt einstreifen konnte. Hinzu kam auch, dass Loeb am Sonntag kurzzeitig von Turboladerproblemen geplagt wurde.

„Wir standen bei dieser Rallye bis zum Ende derart unter Druck", gibt Loeb zu. "Wir hatten einen guten Start in die Saison, aber bekamen dann einige Probleme. Dennoch haben wir uns direkt vor dieser Rallye wieder vorn zurückgemeldet. Und jetzt ist es uns gelungen, den Titel wieder zu gewinnen - auf der vorletzten Prüfung. Mikko hat nie aufgegeben und ich musste bis ins Ziel pushen."

Für Loeb ist der sechste Titel rückwirkend betrachtet der schönste: „Es ist immer schwer, Titel miteinander zu vergleichen, aber ich denke, vom sportlichen Fight her gesehen ist das mein bester Titel. Wenn man einen Titel drei Rallyes vor Schluss gewinnt, ist der Druck nicht so groß, den man hat ja noch ein paar weitere Möglichkeiten, den Sack zuzumachen. Doch dies war die letzte Rallye und wir konnten uns nicht leisten, dass es schief geht. Jeder hat erwartet, dass wir gewinnen, aber ich kann sagen: Nichts war sicher, bis wir im Ziel waren. Deshalb bedeutet uns dieser Titel so viel."

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