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„Séb zieht es vor, der Jäger zu sein“

Den Markentitel hat man bereits in der Tasche – jetzt hofft Citroen auf die Erfahrung von Loeb, zudem hofft man auf starke Junioren, inkl. Petter Solberg.

Sébastien Loeb hat am kommenden Wochenende noch einmal die Chance, das Blatt zu wenden und damit den fünften Titel in Folge einzufahren. Sein Gegner, Ford-Werkspilot Mikko Hirvonen liegt einen Zähler vor ihm – Loeb muss also theoretisch nur einen Platz vor Hirvonen die Rallye beenden. Loeb räumt ein: „Mikko und ich werden natürlich unter großem Druck stehen, selbst ein kleiner Fehler kann einen von uns aus dem Titelkampf werfen.“

Zugleich relativiert der 35-jährige: „Ich möchte mich zugleich nicht allzu sehr unter Druck setzen lassen - denn sonst riskieren wir, dass wir nicht in der Lage sind, einen Fuß vor den anderen zu setzen. So weit, wie das möglich ist, werde ich versuchen, dies aus dem Kopf zu bekommen und mich lediglich auf den Kampf zu konzentrieren. Wir hatten in diesem Jahr schon ein paar sehr enge Zweikämpfe. Ich hoffe, dass wir in Wales einen weiteren aufregenden Kampf sehen werden."

Dani Sordo muss sich diesmal nicht zwingend hinter Loeb einreihen – der Spanier winkt jedoch ab: „Das bedeutet nicht, dass ich gewinnen werde. Aber es ist natürlich absolut meine Absicht, Teil des Kampfes zu sein. Wäre dies nicht der Fall, dann könnte ich ja auch zuhause bleiben. Ich werde unter keinem Druck stehen, ich werde also in der Lage sein, mit freiem Kopf zu fahren."

Erstmals wird das Citroen Junior Team offiziell und nominell von Petter Solberg unterstützt, der Norweger hat in Spanien zum ersten Mal einen C4 pilotiert und damit gleich einmal SP-Bestzeiten markieren können. Solberg erklärt: „Das Citroën Junior Team gibt mir die tolle Chance zu zeigen, wozu ich in einem konkurrenzfähigen Auto in der Lage bin. Mein Ziel ist es natürlich, ganz vorn mit zu kämpfen. Die Performance des C4 hat mich sehr beeindruckt und ich hoffe, dass ich auf diesen Prüfungen, die ich wirklich liebe, das Maximum aus diesem Auto herausholen kann."

Neben Solberg werden auch Conrad Rautenbach, Sébastien Ogier und erstmals Aaron Burkart ein Citroen C4 World Rally Car pilotieren. Evgeny Novikov hat zwar genannt, muss aber aus Budgetgründen seine Teilnahme absagen.

Citroen hat bereits in Spanien die Marken-Weltmeisterschaft für sich entschieden - Teamchef Olivier Quesnel erklärt: „In Wales wird Sébastien den Vorteil haben, dass er am Anfang in der Reihenfolge genau hinter Mikko fährt. Und ich glaube, dass er es schlussendlich vorzieht, der Jäger zu sein. Mikko wird sich entscheiden müssen zwischen einem sofortigen Angriff oder einer langsamen Steigerung. Séb wird in der Lage sein, sich anzupassen."

Zu den Favoriten zählt Quesnel nicht unbedingt die beiden Titelaspiranten: „Dani ist der einzige Fahrer, der unter keinem Druck steht. Sébastien Ogier, Petter Solberg und Jari-Matti Latvala würden alle ebenfalls liebend gern gewinnen. Ich kann mir sogar vorstellen, dass der Kampf um den Sieg nicht zwangsläufig etwas mit Seb und Mikko zu tun hat.“

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