RALLYE

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Regen vor dem Start sorgte für schwierige Bedingungen

Vier ehemalige Sanremo-Sieger in den Top 6. Vorjahrssieger Meeke führt knapp vor Andreucci, Hänninen, Basso, Bouffier und Rossetti.

Michael Noir Trawniczek

Die Wertungsprüfungen der Sanremo-Rallye sind bekanntermaßen schwierig – doch wenn es vor der Rallye heftig regnet, es allerdings kurz vor dem Start zu regnen aufhört, erhöht sich der Schwierigkeitsgrad ungemein. Hinzu kommt das Problem der richtigen Reifenwahl.

Auf dem Programm standen direkt hintereinander die 12,9 Kilometer lange SP 1 „Coldirodi“ und die 10,6 Kilometer lange SP 2 „Bignone“. Der Asphaltbelag trocknete immer mehr auf, sodass jene Fahrer, welche in der Startreihenfolge weiter hinten gereiht waren, einen leichten Vorteil innehatten. Beide Prüfungen waren jedoch tückisch – trockene Stellen wechselten einander mit nassen Stellen ab, naturgemäß blieb der Belag in den dichten Wäldern länger nass.

Auf der ersten Prüfung gab es prompt einj prominentes Opfer zu beklagen – Andreas Mikkeslsen flog mit seinem Ford Fiesta S2000 von der Strecke und musste zumindest für den ersten Tag aufgeben.

Am schnellsten war Vorjahrssieger Kris Meeke unterwegs, der britische Peugeot-Pilot war um 2,1 Sekunden scheller als IRC-Leader Juho Hänninen im Werks-Skoda. Meeke erklärte nach seiner Bestzeit beim Shakedown: „Als ich im Vorjahr gewonnen habe, sagte mir jemand, ich müsse erst Basso schlagen, der im Vorjahr nicht gefahren ist.“ Giandomenico Basso, der große Sanremo-Dominator des Jahres 2008, fuhr im Fiat Abarth Grande Punto S2000 mit 2,8 Sekunden Rückstand die drittschnellste Zeit. Ein weiterer Sanremo-Experte, Paolo Andreucci im Peugeot 207 S2000, der die Rallye 2006 gewinnen konnte, fuhr mit 4,3 Sekunden Rückstand die viertschnellste Zeit.

Auf der zweiten Prüfung markierte Andreucci prompt die schnellste Zeit – Kris Meeke lag als Viertschnellster 2,5 Sekunden zurück. Nach den ersten beiden Prüfungen bleibt Meeke in Führung, Andreucci belegt mit 1,8 Sekunden Rückstand Platz zwei. Meeke erklärte: „Es ist so schwierig – denn im Wald, unter den Bäumen ist es noch sehr rutschig. Das ist, als würdest auf Eis fahren.“

Auf Platz drei liegt Juho Hänninen mit einem Rückstand von 2,9 Sekunden. Basso liegt weitere 0,9 Sekunden dahinter auf Rang vier. Der Abarth-Pilot erklärte: „Ich hatte ein paar Fehler drinnen, aber es lief besser als auf der ersten Prüfung.“

Auf Platz fünf rangiert der schnelle Franzose Bryan Bouffier im Peugeot, sein Rückstand beträgt 5,7 Sekunden. Auf Rang sechs ein weiterer früherer Sanremo-Sieger, Luca Rossetti. Der Abarth-Pilot gewann die Rallye im Jahr 2007. Der anderen Orts an sich ins Hintertreffen geratene Grande Punto S2000 liegt auf dieser Rallye besonders gut, er scheint auf sie zugeschnitten zu sein…

Mit 9,8 Sekunden Rückstand belegt Freddy Loix im Fabia S2000 von Skoda Belgien auf Rang sieben. Auf der zweiten SP gelang dem Belgier die zweitschnellste Zeit. Loix gab offen zu: „Ich hatte eine schreckliche erste Prüfung, doch dann lief es besser.“ Hinter Loix belegen dessen Markenkollegen Guy Wilks und Jan Kopecky die Ränge acht und neun.

Mit 16 Sekunden Rückstand belegt der schnellste der Ford Fiesta S2000-Piloten Rang zehn – Umberto Scandola gab zu Protokoll: „Auf der zweiten SP hatten wir Probleme mit dem Heck, da es sehr rutschig war.“ Knapp hinter Scandola belegt Bruno Magalhaes Platz elf, Thierry Neuville liegt auf Platz 15.

Unzufrieden war Comeback-Pilot Gilles Panizzi, der nach den ersten beiden Prüfungen mit 49,4 Sekunden Rückstand nur Platz 21 belegt. Der frühere WRC-Pilot erklärte: „Ich muss etwas am Setup ändern, denn das Auto ist schwer zu fahren.“

Am späten Nachmittag werden ab 16.34 Uhr drei Prüfungen absolviert, die beiden Prüfungen von zuvor werden ergänzt mit einer weiteren SP, welche zwischen den beiden Prüfungen absolviert wird. Am Abend ab 22 Uhr werden diese drei Prüfungen dann in einem Stück absolviert, es steht dann also eine 44 Kilometer lange Nachtprüfung auf dem Programm.

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