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Rallye-WM: Spanien

„Dann kann man direkt in die Disco gehen…“

Sébastien Loeb macht es Spaß, ohne Titeldruck zu fahren – und weil es Spaß bereitet, war Loeb auch wieder derart schnell, sodass niemand eine Chance hatte.

Fotos: Red Bull Rallye Team/GEPA

Weltmeister Sébastien Loeb hat in Spanien seinen siebten Saisonsieg gefeiert. Da der Franzose bereits seinen siebten Titel in Folge gewonnen hatte, konnte er ohne Druck die Veranstaltung angehen.

Am ersten Tag standen Schotterprüfungen auf dem Programm. Der Citroën-Pilot musste als Erster und damit als Straßenfeger auf die Strecken gehen.

Auf der 36 Kilometer langen ersten Prüfung fuhr Loeb eine Fabelzeit und setzte sich sofort an die Spitze.

Das war der Schlüssel zum Sieg, denn an den restlichen Tagen wurde auf Asphalt gefahren, wo Loeb eine Klasse für sich ist.

"Es ist immer schön zu gewinnen. Ja, es war gut. Es war fast meine erste Rallye am Saisonenden, die ich ohne Druck fahren konnte", so Loeb.

"Ich wusste, dass der erste Tag schwierig werden würde. Ich habe es vom Start weg hart versucht und bin gute Zeiten auf Schotter gefahren. Wir haben nicht wie gedacht Zeit verloren. Dann sind wir in Führung liegend auf die Asphaltstrecken gekommen und haben keinen Fehler gemacht."

Ohne Druck zu fahren ist etwas anderes. Wie hat sich Loeb dabei gefühlt? "Bei der Ankunft war ich sehr motiviert. Ich weiß, dass ich es probieren kann und wenn ich keine Fehler mache, dann wird es nicht schlecht laufen. Es macht Spaß so zu fahren. Die Prüfungen waren auch gut. Mir hat es gefallen einen Tag auf Schotter und zwei auf Asphalt zu fahren. Vielleicht stimmt da nicht jeder zu. Ich würde gerne Asphaltstrecken auf Schotterrallyes sehen. Das wäre gut."

Für Copilot Daniel Elena war die gemischte Rallye auch eine interessante Herausforderung.

"Es war nett, speziell der erste Tag auf Schotter. Wenn wir ohne Druck fahren können, ist es leichter. Man weiß, dass man nicht zu enttäuscht sein muss, wenn man das Auto verschrottet. Dann kann man direkt in die Disco gehen", findet der Monegasse.

Nun steht noch das Saisonfinale in Großbritannien auf dem Programm. Das letzte Mal werden die WRC-Boliden eine Rallye bestreiten, bevor die neue Fahrzeuggeneration im nächsten Jahr debütiert.

"Wie in Spanien habe ich dort schon oft gewonnen", so Loeb. "Es wird in Großbritannien aber schwieriger, aber wir werden alles geben. Spanien war die letzte Asphaltrallye für den C4. Mit diesem Auto habe ich alle Asphaltrallyes gewonnen. Es war wichtig das zu tun."

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