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Ogier legte zu – doch Loeb behielt die Führung

Zwar konnte Ogier den Rückstand verkürzen, doch am Ende des ersten Tages führt Loeb 3,8 Sekunden vor Ogier, dahinter Latvala und Petter Solberg.

Michael Noir Trawniczek
Foto: Red Bull

Am Vormittag war Sébastien Loeb auf der 36 Kilometer langen Misch-Sonderprüfung „Terra Alta“, welche aus drei Schotter- und zwei Asphalt-Teilen bestand, noch der schnellste gewesen – am Nachmittag jedoch, der Nebel ist mittlerweile strahlendem Sonnenschein gewichen, konnte sein nächstjähriger Teamkollege im Citroen-Werksteam, Namensvetter Sébastien Ogier auftrumpfen.

Mit einer Zeit, die dank der verbesserten Konditionen um 40 Sekunden schneller als am Vormittag war, konnte Ogier seinem Landsmann 8,5 Sekunden abknöpfen, denn Loeb konnte nur hinter Latvala und Petter Solberg die viertschnellste Zeit markieren. So konnte Ogier den Rückstand auf Loeb auf 3,6 Sekunden reduzieren.

Ogier erklärte: „Es lief jetzt viel besser als am Vormittag, ich hatte viel mehr Grip.“ Die Frage, ob er Loeb noch schnappen könne, beantwortete Ogier mit einem: „Ich weiß es nicht, ich werde maximal attackieren und dann werden wir es sehen.“

Auf der rund 15 Kilometer langen Schotter-Prüfung „La Ribera d’Ebre“ war wie am Vormittag Citroen-Privatier Petter Solberg am schnellsten unterwegs. Allerdings waren die Zeitabstände gering, sodass der Norweger weiter hinter Loeb, Ogier und Latvala den vierten Gesamtrang belegte.

Auf der zwölf Kilometer langen Misch-SP „Les Garrigues“ schließlich markierte Loeb eine weitere Bestzeit, sodass der neue und alte Weltmeister am Ende des ersten Tages 3,8 Sekunden vor Sébastien Ogier die Rallye anführt.

Jari Matti Latvala, erneut deutlich schneller als sein als sein am Beginn des Jahres klar als Nummer 1-Pilot gesetzter Teamkollege Mikko Hirvonen, weist auf Rang drei liegend bereits einen Rückstand von 19,9 Sekunden auf. Nur 2,5 Sekunden hinter ihm lauert Petter Solberg, der wie Dani Sordo eigentlich den Sieg erobern wollte.

Lokalmatador Sordo liegt sogar hinter Hirvonen auf Rang sechs und weist bereits 54,7 Sekunden Rückstand auf.

Mit satten 2:46 Minuten Rückstand führt Stobart Ford-Pilot Matthew Wilson quasi die zweite oder dritte Liga an. Auf den auf Rang acht liegenden Munchi’s Ford-Piloten Federico Villagra weist er bereits mehr als eine halbe Minute Vorsprung auf. 21,6 Sekunden hinter Villagra belegt „Videokünstler“ Ken Block im zweiten Stobart Ford den neunten Rang.

Auf Platz zehn liegt Henning Solberg im Ford Fiesta S2000, einmal mehr der deutlich schnellste Super 2000-Pilot. Direkt hinter ihm rangiert der Ungar Frigyes Turan im betagten Peugeot 307 WRC. Francois Duval, der laut Nennliste ein Subaru Impreza WRC steuern sollte, hat seinen Start offensichtlich abgesagt.

In der Junioren-WM JWRC liegt nach fünf Prüfungen immer noch Yeray Lemes im Renault Clio R3 in Führung – er weist auf Citroen C2 S1600-Pilot Hans Weijs junior rund 50 Sekunden Vorsprung auf. Der Deutsche Aaron Burkart liegt in seinem Suzuki Swift S1600 mit rund einer Minute Rückstand auf Rang drei. Beim derzeitigen Stand könnte Burkart am Ende den Juniorentitel bejubeln.

Erfreuliche Nachrichten auch für das österreichische BRR-Team: Hermann Gassner junior liegt auf Gesamtrang 14, führt damit klar die Gruppe N-Wertung an.

Noch aber sind zwei Tage in Spanien zu absolvieren, die weiteren Prüfungen werden ausschließlich auf Asphalt absolviert. Es warten schnelle und flüssige Strecken, die manche mit einer Rundstrecke vergleichen.

Drei Prüfungen werden am Samstag jeweils am Vormittag und am Nachmittag absolviert: Um 9.59 Uhr startet die 26,5 km lange SP 7 „Santa Maria“, um 11.17 Uhr steht die 20,5 km langte SP 8 „La Mussara“ auf dem Programm, ehe um 12.07 Uhr die 16,3 km lange SP 9 „Riudecanyes“ in Angriff genommen wird.



Nach Tag 1 (SP 6)

 1.  Sébastien Loeb      Citroen  1:25:26.8
 2.  Sébastien Ogier     Citroen      + 3.8
 3.  Jari Matti Latvala  Ford        + 19.9
 4.  Petter Solberg      Citroen     + 22.4
 5.  Mikko Hirvonen      Ford        + 42.4
 6.  Dani Sordo          Citroen     + 54.7
 7.  Matthew Wilson      Ford      + 2:46.9
 8.  Federico Villagra   Ford      + 3:21.2
 9.  Ken Block           Ford      + 3:42.8
10.  Henning Solberg     Ford      + 4:21.6

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