RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ERC: Azoren-Rallye

Starkes Auftreten der Österreicher

Robert Kubica führt vor Jan Kopecky und Craig Breen, Hannes Danzinger und Hermann Neubauer auf Platz 2 und 3 der 2WD-Wertung.

Foto:ERC
Michael Hintermayer

Nach allen Verzögerungen und Schwierigkeiten durch dichten Nebel und starken Regen, die den ersten Tag der Azoren-Rallye plagten, konnte die erste von drei zu absolvierenden Sonderprüfungen pünktlich, nach dem neuen Zeitplan gestartet werden. Die auf 6,14 Kilometer verkürzte Prüfung präsentierte sich dem Wetter entsprechend. Schlamm und Nebel machten das Fahren zur echten Herausforderung.

Am besten kam Robert Kubica zurecht, der mit seinem Citroen DS3 RRC die Bestzeit markierte. An zweiter Position reihte sich der Ire Craig Breen ein, 2.2 Sekunden hinter dem ehemaligen Formel Eins Piloten. Dahinter folgen der Portugiese Moura Ricardo (Skoda Fabia S2000)und Jan Kopecky (Skoda Fabia S2000) , zeitgleich mit Bruno Magalhaes auf Peugeot 207 S2000. Alle der Top-Ten Fahrer klagten über die extrem rutschigen Bedingungen und Craig Breen meinte: „Ich habe diese Sonderprüfung nun zum ersten Mal wirklich gesehen.“

Die beiden in der 2WD startenden Österreicher konnten in der ersten Sonderprüfung gleich mit Top-Zeiten aufzeigen. Hannes Danzinger konnte mit seinem Renault Clio R3 die zweitbeste Zeit hinter dem Franzosen Stephane Lefebvre einfahren, der die äußerst rutschige Prüfung 13,3 Sekunden schneller als Danzinger meisterte. Dahinter reiht sich der Portugiese Diogo Gago auf einem Citroen C2 R2 Max ein, dicht gefolgt von Hermann Neubauer auf seinem Suzuki S1600. Der Zeitabstand der beiden beträgt lediglich 0,2 Sekunden.

Robert Kubica konnte auch auf der zweiten, sehr schnellen Sonderprüfung die Bestzeit auf sein Konto verbuchen. Doch auch er hatte diesmal Probleme mit der rutschigen Piste und seinem Aufschrieb. Jan Kopecky wurde Zweiter, 0,7 Sekunden hinter dem entfesselnd fahrenden Polen. Dahinter reihen sich wieder die beiden Portugiesen Susa und Moura, gefolgt vom Franzosen Jeremi Ancian auf einem Peugeot 207 S2000. Pech hatte Craig Breen, der einen sich einen platten Reifen einfuhr und somit nur die sechstbeste Zeit fuhr. Somit blieb die Spitze unverändert, lediglich Craig Breen rutschte auf den vierten Platz zurück.

Auch auf der zweiten Sonderprüfung konnten die Österreicher den Kampf um den Sieg in der 2WD-Wertung fortsetzen. Stephane Lefebvre konnte abermals mit der Bestzeit vor Hannes Danzinger glänzen, jedoch konnte Hermann Neubauer durch den Ausfall von Diogo Gago auf den zweiten Platz nach vorne rutschen. Neubauer nahm Veränderungen am Setup, sowie an der Reifenwahl vor, womit es sogleich deutlich besser lief. Somit liegt Lefevbre 14 Sekunden vor Danzinger, nur 2,2 Sekunden dahinter Neubauer, der auf einen Polster von 11,5 Sekunden auf seinen Verfolger Bessenyey bauen kann.


Die 2,2 Kilometer lange Super Special Stage bildete den Abschluss des ersten Tages der Azoren-Rallye. Die mit Sprüngen und langen Driftecken ausgestattete Zuschauerprüfung konnte den Piloten doch noch ein Lächeln nach all den Anstrengungen, die die Rallye und das Wetter mit sich brachte entlocken. Genau so begeistert zeigten sich auch die zahlreich angereisten Fans. Schnellster war abermals Robert Kubica auf dem Citroen DS3 RRC. „Eine fantastische Rallye mit fantastischen Fans“ gab der lachende Führende von sich. Dahinter konnte Kopecky die zweitbeste Zeit einfahren und rückt damit auf den zweiten Platz der Gasamtwertung vor. Ein kampfbereiter Craig Breen belegte den dritten Platz und meinte, er werde morgen attackieren. Dahinter folgen die Portugiesen Moura, Sousa und Magalhaes.

Hannes Danzinger und Hermann Neubauer konnten mit ihren frontgetriebenen Fahrzeugen auf der Zuschauerprüfung die Fans begeistern. Danzinger belegte ex aequo die beste Zeit mit dem Führenden der 2WD, Stephane Lefebvre. Damit liegt Danzinger 14.4 Sekunden hinter dem Franzosen und auf dem hervorragenden 20. Platz der Gesamtwertung. Danzinger zeigte sich gegenüber den Reportern des Rallyradio erfreut und meinte: „Ich bin zufrieden mit meiner Fahrt.“ Hermann Neubauer folgt Danzinger als Dritter der 2WD-Wertung mit nur 5,4 Sekunden Rückstand auf seinen Landsmann.

Im Production Cup führt derzeit Jaroslav Orsak auf Mitsubishi Lancer Evo IX R4, gefolgt von Edwin Keletti, der einen Lancer Evo X pilotiert. Morgen stehen für die Teilnehmer acht Prüfungen auf dem Programm, gestartet wird die erste Sonderprüfung um 12:50 österreichischer Zeit.

News aus anderen Motorline-Channels:

ERC: Azoren-Rallye

- special features -

Weitere Artikel:

ORM/ARC, ET König Rallye: Bericht

Hermann Neubauer als „Lonely Boy“ an der Spitze

Der Sieger der ET KÖNIG Rallye 2026 powered by Peter Hopf Erdbau ließ nie Zweifel an seinem Erfolg aufkommen / Mehr als Platz zwei für Michael Lengauer und Platz drei für Luca Waldherr ließ der Toyota-Pilot nicht zu

ARC, ET König Rallye: Bericht Zellhofer

Christoph Zellhofer bremste seine Gegner aus

Der Niederösterreicher hielt mit einem Triumph bei der ET KÖNIG Rallye im Murtal seine Titelchance in der ORM 2 am Leben / Auf dem Stadtkurs durch Judenburg stellte er im Suzuki Swift ZMX die Weiche auf Sieg

ET König Rallye: Bericht TEC7 ORM2

Hochspannung im Titelkampf

Jubeln durfte dieses Mal Christoph Zellhofer, der gemeinsam mit seiner deutschen Co-Pilotin Anna Maria Seidl im Suzuki Swift ZMX erstmals in dieser Saison die Nase vorne hatte. Günther Knobloch/Erik Fürst (Renault Clio Rally3) behielten mit Platz zwei die Meisterschaftsführung, während Roland Stengg/Rebeka Kobal (Renault Clio Rally3) nach starkem ersten Tag im Regen des zweiten Tages den Anschluss an die Spitze verloren, aber dennoch starke Dritte wurden.

ORM, ET König Rallye: Nach Tag 1 (SP5)

Hermann Neubauer ließ heute nichts anbrennen

Der Salzburger Ex-Staatsmeister liegt nach dem ersten Tag der ET KÖNIG Rallye powered by Peter Hopf Erdbau im Raum Judenburg in Führung / Morgen warten jedoch noch zehn harte Prüfungen auf ihn und seine Verfolger

TEC7 ORM Rallye Backstage - Podcast #4

Gespräch mit Manfred Stohl: Von heiter bis düster

Eine Stunde mit Manfred Stohl - Österreichs WM-Vierter 2006 und nunmehrige Betreiber der Stohl Group ist eines ganz sicher: Geradlinig - und oft auch recht heiter. Seine Prognosen für die Zukunft der Rallye-Weltmeisterschaft sind hingegen düster, seine Aussagen zu Österreichs aktuellen Rallye-Hoffnungen markig.