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ERC: Barum-Rallye

Tschechische Asphalt-Hatz als ERC-Highlight

Am kommenden Wochenende steigt im tschechischen Zlin wieder die Barum-Rallye, ein absolutes Highlight im ERC-Kalender.

Am kommenden Wochenende steht ein Höhepunkt der Rallye Europameisterschaft im Terminkalender: Die Barum-Rallye Zlin in Tschechien begeistert Jahr für Jahr Tausende Fans.

Die Region um die Stadt Zlin, in der rund 76.000 Menschen wohnen, ist das Herzstück des tschechischen Rallye-Sports. Die enthusiastischen Fans leben und atmen den Rallye-Sport. Die meisten tschechischen Rallye-Fahrer stammen aus dieser Region. Für Skoda ist es natürlich die wichtige Heimveranstaltung und die wichtigste Rallye des Jahres.

Auf die Fahrer der Europameisterschaft warten knifflige Asphalt-Strecken. Insgesamt 15 Prüfungen und 234,78 gezeitete Kilometer müssen am Samstag und Sonntag absolviert werden. Es geht mit hohem Tempo durch Wälder und über gebrochenen Asphalt.

Die Fahrer werden durchgeschüttelt und müssen genau darauf achten, wo sie ihre Autos platzieren. Zudem kann Ende August das Wetter eine Rolle spielen. Regenschauer und Nebel können die Straßen in ein gefährliches Rutschfeld verwandeln.

Die Rallye wird in diesem Jahr bereits zum 42. Mal ausgetragen und startet am Freitagabend mit einer kurzen Superspecial in der Stadt Zlin. Die Veranstalter änderten das Format für dieses Jahr. Am Samstag finden drei Prüfungen statt, gefolgt von drei weiteren Prüfungen, einem weiteren Service und zum Abschluss zwei weiteren Prüfungen.

Es handelt sich am Samstag um die Strecken Biskupice, Trojak, Semetin und Pindula. Wenn die Pindula-Prüfung am Abend ein zweites Mal befahren wird, müssen die Fahrer Scheinwerfer auf der Motorhaube montieren. Nachtprüfungen sind ein wesentliches Element der Barum-Rallye.

Es herrscht eine elektrisierende Atmosphäre, während die Fans die Piloten anfeuern und die Nacht zum Tag machen. Am Sonntag stehen sechs Prüfungen auf dem Programm, die in er Mitte von einer Service-Pause unterbrochen werden. Die Majak-Prüfung führt in entgegengesetzter Richtung von Zlin nach Topolna. Die beiden Prüfungen Jankovice und Zlutava haben ein neues Format. Am Nachmittag geht die Rallye zu Ende und die Sieger dürfen in Zlin ihre Pokale entgegennehmen.

R5 im Bewerb

Aus sportlicher Sicht ist viel Spektakel vorprogrammiert. Zum ersten Mal werden R5-Boliden den Wettbewerb des 102 Autos umfassenden Starterfeldes bereichern. Die Tschechen Tomas Kostka und Pavel Valousek werden den neuen Fiesta von M-Sport einsetzen.

Der große Favorit auf den Sieg ist Skoda-Werkspilot Jan Kopecky, der in Zlin schon in den Jahren 2009 und 2011 gewonnen hat. Das Skoda-Werksteam tritt bei der Heimrallye mit drei Boliden an. Esapekka Lappi reist direkt aus Malaysia an, wo er am vergangenen Wochenende in der Asien-Pazifik-Rallyemeisterschaft für Skoda gefahren ist.

Eine kürzere Anreise hat der Deutsche Sepp Wiegand. Er kommt von der Rallye Deutschland nach Tschechien. Zum ersten Mal wird der Nachwuchsfahrer für das Skoda-Werksteam an den Start gehen. Zu den Mitfavoriten um den Sieg zählen auch Roman Kresta (Skoda), Vaclav Pech (Mini S2000) und Antonin Tlustak (Skoda). Peugeot-Pilot Bryan Bouffier musste seine Nennung aufgrund von Finanzierungsproblemen zurückziehen.

Auch der Produktionswagencup wird in Tschechien hart umkämpft sein. Lokalmatador Jaroslav Orsak (Mitsubishi) will Toshi Arai herausfordern. Der Japaner fährt wieder einen Subaru von Stohl-Racing.

Das Renault-Team schickt Germain Bonnefis und Robert Consani ins Rennen. Zudem will Newcomer Andras Hadik (Subaru) aus Ungarn wieder beeindrucken. Auf der Rechnung muss man auch das Vater- und Sohn-Gespann Marco und Simone Tempestini haben.

2WD: Österreicher bei den Favoriten

Der amtierende ERC 2WD-Champion kehrt in Tschechien in den Wettbewerb zurück. Lokalmatador Jan Cerny kennt die Prüfungen gut und geht mit einem Peugeot 208 R2 an den Start. In der 2WD-Kategorie zählen Zoltan Bessenyey (Honda), Kornel Lukacs, der von einem Citroen C2R2 auf einen Renault Clio R2 gewechselt hat, sowie die Österreicher Hannes Danzinger (Renault) und Hermann Neubauer (Suzuki Swift) zum Favoritenkreis.

In der ERC Ladys-Trophy kämpfen diesmal drei Damen um die Ehre. Zu Molly Taylor und Ekaterina Stratieva gesellt sich die Tschechin Martina Danhelova.

Über die zahlreichen Österreicher bei der Barum-Rallye finden Sie alle Infos im Bericht "Die Österreicher in Zlin" - über das Menü rechts oben.

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