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ERC: Korsika-Rallye

Kubica führt – doch die Top 3 innerhalb von 8,8 Sekunden

Nach einem Ausrutscher mit Plattfuß musste Breen die Führung an Kubica abgeben. Im Production Cup tobt ein spannendes Duell zwischen Bonnefis und Aigner.

Michael Noir Trawniczek
Foto: Citroen Racing

Verrücktes, unberechenbares Wetter auf der Insel Korsika. Am Vormittag setzten zahlreiche ERC-Protagonisten, darunter auch Andi Aigner auf ein Regen-Setup – um auf den schnell auftrocknenden ersten beiden Sonderprüfungen bitter zu bezahlen…

Am Nachmittag ging es in der gleichen Tonart weiter: Am Start der 23,2 km langen SP 3 setzte Regen ein – nass war der Belag jedoch nur auf dem ersten Teil der Prüfung, der zweite Teil war trocken, wenngleich dunkle Wolken weitere Niederschläge ankündigten…

Craig Breen, der am Vormittag mit zwei Bestzeiten die Rallye dominierte, konnte auch auf SP 3 die schnellste Zeit markieren und seinen Vorsprung auf Robert Kubica leicht erhöhen.

Doch auf der rutschigen SP 4 (15,2 km) kam der Peugeot-Pilot von der Strecke ab, er zog sich dabei auch noch einen Reifenschaden zu. „Mein Fehler, ich habe eine Böschung getroffen“, ärgerte sich der Ire, der auf diese Art und Weise beinahe 1,5 Minuten einbüßte und auf Platz fünf abrutschte.

Die Führung übernahm Robert Kubica, nachdem er auf SP 3 die Bestzeit markieren konnte. Der Citroen DS3 RRC-Pilot erklärte: „Es ist noch ein langer Weg - wir versuchen, vorsichtig zu fahren. Das ist eine schwierige Rallye.“ Kubica führt nun 7,5 Sekunden vor Lokalmatador Bryan Bouffier im Peugeot 207 S2000, der erklärte: „Es ist ein interessanter Kampf – ich versuche wirklich alles.“

Auf Platz drei rangiert ERC-Tabellenleader Jan Kopecky, der auf SP 3 hinter Kubica die zweitschnellste Zeit markieren konnte. Der Skoda-Werkspilot liegt nur 1,3 Sekunden hinter Bouffier auf Platz drei, womit die Top 3 innerhalb von nur 8,8 Sekunden liegen…

Der viertplatzierte Stephane Sarrazin liegt bereits 38,9 Sekunden zurück, der auf Rang fünf abgerutschte Craig Breen weist einen Rückstand von 56,7 Sekunden auf, dahinter belegt Francois Delecour Platz sieben, gefolgt von den Lokalhelden Maurin. Manzagol, Leandri und dem italienischen Jungpiloten Lorenzo Bertelli auf den restlichen Top 10-Platzierungen.

Aigner: Spannender Kampf um die PC-Führung

Bei den schwierigen, rutschigen Konditionen lebt Andi Aigner wieder einmal richtig auf. Zunächst, auf SP 3, konnte er nicht nur mit der neuntschnellsten Gesamtzeit glänzen, sondern damit auch den Führenden des Production Cups, Germain Bonnefis im werksseitigen Renault Megane abfangen. Aigner knöpfte Bonnefis auf SP 3 rund 20 Sekunden ab, dem Franzosen fehlten nunmehr 2,7 Sekunden auf Aigner.

Doch auf SP 4 kam es erneut zum Führungswechsel. Bonnefis markierte nun seinerseits die neuntschnellste Gesamtzeit und führt nun als Gesamt-Elfter wieder im Production Cup. Doch Aigner verlor nicht viel Zeit, auf Gesamtrang zwölf und Platz zwei des Production Cups fehlen dem Stohl Racing Subaru-Piloten lediglich 2,9 Sekunden auf Bonnefis.

Im Ziel der SP 4 lachte Aigner: „Ich glaube, ich habe auf dieser Prüfung die Führung wieder verloren. Aber das ist okay, wir hatten keine Probleme, es ist alles bestens.“

Von hinten gibt es nun keinen Druck mehr auf Aigner, denn der zweite Werks-Renault mit Robert Consani am Steuer büßte zunächst auf SP 3 rund 40 Sekunden ein, ehe er sich auf SP 4 ein gebrochenes Rad einhandelte und solchermaßen mehr als vier Minuten verlor. Den dritten Platz im Production Cup übernahm Tabellenleader Jaroslav Orsak, dem jedoch fast drei Minuten auf das Spitzenduo fehlen.

Daniel Oliveira, dessen Ford Fiesta RRC von Stohl Racing eingesetzt wird, haderte auf SP 3 noch mit den schwierigen Konditionen: „es ist wirklich hart für mich.“ Doch auf SP 4 gelang dem Brasilianer die achtschnellste Gesamtzeit, was ihm ein Lächeln entlockte: „Es wird langsam besser.“ Im Gesamtklassement liegt Oliveira nun auf Platz 13.

In der 2WD führt weiterhin Lokalmatador Pierre Antoine Guglielmi im Renault Clio R3 überlegen das Feld an.

Am Freitagabend sind noch zwei Sonderprüfungen zu absolvieren: Um 18.01 Uhr wird die als SP 3 gefahrene 23,2 km lange Prüfung „Barchetta - La Porta“ noch einmal in Angriff genommen. Um 20.06 Uhr steht die am Vormittag als SP 2 gefahrene Prüfung „Erbajolo - Pont d'Altiani“ ein zweites Mal auf dem Programm.

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