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ERC: Korsika-Rallye

Schwieriger Start in die Korsika-Rallye

Über Nacht Regen, nasse Fahrbahn, doch dann trocknete SP 1 auf. Es führt Breen vor Kubica, Bouffier und Kopecky. Aigner mit Regen-Setup 2. im Production Cup.

Michael Noir Trawniczek
Foto: Citroen Racing

Auf der Insel Korsika hat es die ganze Nacht über geregnet – auch wenn es am Start der ersten Sonderprüfung, der 27,5 Kilometer langen SP 1 „Le Fangu – ND de la Serra“ nicht mehr geregnet hat, war die Straße dennoch nass, es gab sogar richtige Wasserlacken - doch im Verlaufe der Sonderprüfung trocknete die Straße komplett auf…

Die Reifenwahl war entsprechend knifflig – das optimale Setup hat bei diesen Bedingungen wohl keiner der ERC-Piloten gefunden, einige setzten komplett auf eine regennasse Fahrbahn…

Vorjahressieger und ERC-Leader Jan Kopecky klagte im Ziel der SP 1: „Es war schwierig, wir haben harte Reifen am Auto, und wir haben nur zwei weiche Reifen im Kofferraum. Wir werden sie wechseln.“

Gleich im Anschluss kam Craig Breen ins Ziel – er hatte die weiche Reifenmischung an seinem Peugeot 207 S2000, war aber ebenfalls unglücklich: „Das Auto hat sich sehr stark in der Spur bewegt, es war schwierig.“

Trotzdem gelang Breen damit die Bestzeit, während Skoda-Werkspilot Kopecky mit einem Rückstand von 22,2 Sekunden nur die viertschnellste Zeit markieren konnte.

Mit 11,5 Sekunden Rückstand markierte Robert Kubica in seinem Citroen DS3 RRC die zweitschnellste Zeit, doch der Pole konnte seine maximale Performance nicht abrufen: „Wir hatten ein geringfügiges Problem an der Bremse – ab der Hälfte der Strecke mussten wir beim Bremsen vorsichtig sein.“

Die drittschnellste Zeit markierte Lokalmatador Bryan Bouffier in einem weiteren Peugeot 207 S2000. Dem Franzosen fehlten 17,8 Sekunden auf die Bestzeit, er berichtete: „Wir hatten ein paar heikle Momente in stehendem Wasser – aber sonst war es ein guter Start. Craig ist unheimlich schnell unterwegs.“

1,5 Sekunden hinter dem erwähnten viertplatzierten Jan Kopecky belegt Stephane Sarrazin Platz fünf, dahinter finden sich durch die Bank französische Lokalmatadore in den restlichen Punkterängen: Francois Delecour liegt 4,3 Sekunden hinter Sarrazin auf Rang sechs, es folgen Julien Maurin, Jean Marc Manzagol, Jean Francois Marchi und Germain Bonnefis im werksseitig eingesetzten Renault Megane RS, der als Gesamt-Zehnter den Production Cup der ERC anführt.

Bonnefis konnte Andreas Aigner und Jürgen Heigl auf der ersten Prüfung 17,7 Sekunden abknöpfen – Aigner markierte die 15. Gesamtzeit (direkt hinter Daniel Oliveira, der ein von Stohl Racing eingesetztes Ford Fiesta RRC pilotiert) und belegt im Production Cup Rang zwei. Der Stohl Racing-Pilot hat quasi „verwachst“ und seinen Subaru Impreza WRX STI R4 komplett auf Regen abgestimmt.

Der Steirer erklärte im Ziel der SP 1: „Es könnte besser sein. Die Reifenwahl hätte besser sein können, die Reifen waren viel zu weich – wir haben auf Regen gesetzt und die Prüfung war am Ende aber schon komplett abgetrocknet. Leider haben wir auch beim Setup, bei den Federn beispielsweise auf Regen gesetzt – am Beginn der Prüfung war es noch okay, doch dann wurde es immer schlechter.“

1,9 Sekunden hinter Aigner belegt Robert Consani auf einem weiteren Werks-Renault Megae RS den dritten Platz im Production Cup – Tabellenleader Jaroslav Orsak fuhr laut eigener Aussage „extrem vorsichtig“ und hat somit bereits mehr als eine Minute Rückstand auf den PC-Leader.

Das Problem jener Piloten, die auf Regen setzten: Sie kommen erst nach der zweiten Prüfung ins Service am Flughafen von Corte, bis zur 24,57 km langen SP 2 „Erbajolo – Pont d‘Altiani“ sind rund 100 Kilometer an Verbindungsetappe zurückzulegen, SP 2 startet um 11.06 Uhr.

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