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ERC: Sibiu-Rallye

Wenige Top-Piloten bei der Sibiu-Rallye am Start

Mit der Sibiu-Rallye wird die zweite Saisonhälfte der ERC eingeläutet, österreichische Starter werden diesmal nicht am Start des ERC-Laufs sein.

Am kommenden Wochenende startet die zweite Saisonhälfte der Rallye-Europameisterschaft (ERC). Schauplatz ist die Gegend rund um die rumänische Stadt Sibiu. Diese Stadt in der Region Siebenbürgen war im Jahr 2007 europäische Kulturhauptstadt. Rund 150 Kilometer entfernt befindet sich die Stadt Brasov, wo Bram Stoker das fiktive Schloss von Graf Dracula angesiedelt hat. Der Service-Park der Rallye verströmt im Zentrum von Sibiu historisches Flair. Die Rallye-Asse der Europameisterschaft stehen vor 14 Wertungsprüfungen mit einer Gesamtdistanz von 216,34 Kilometern.

Zu 80 Prozent bestehen die Straßen aus Schotter, die restlichen 20 Prozent aus Asphalt. Dennoch stehen den Teilnehmern nur Schotter-Reifen zur Verfügung. Auf den Asphalt-Abschnitten müssen die Fahrer vorsichtig zu Werke gehen, um nicht von der Straße zu rutschen und die Reifen nicht zu sehr zu verschleißen. Am Donnerstag findet das Qualifying auf einer drei Kilometer langen Rallyecross-Strecke statt, in dessen Anschluss die Startreihenfolge für die erste Etappe festgelegt wird.

Der richtige Startschuss zur Rallye fällt Freitagmittag mit der ersten Schleife. Zudem müssen Freitagabend auch zwei Nachprüfungen bewältigt werden. Insgesamt sieben Wertungsprüfungen stehen am ersten Tag auf dem Programm. Am Samstag müssen weitere sieben Prüfungen gemeistert werden, bevor die Sieger in Piata Mica feiern können. Zu diesem Rallye-Klassiker sind zahlreiche Meldungen eingegangen. Bis auf einen Platz konnten die Veranstalter das Teilnehmerkontingent füllen. Hauptsächlich starten viele rumänische Teams.

An der Spitze des Feldes werden die ERC-Profis um den Gesamtsieg kämpfen. Jan Kopecky steht in Rumänien wieder mit einem Skoda Fabia S2000 des Skoda-Werksteams am Start, nachdem er zuletzt in Ypern gefehlt hat. Der Tscheche will seine ERC-Gesamtführung ausbauen. Seine härtesten Gegner sind mit französischem Material unterwegs. Bryan Bouffier und Routinier Francois Delecour machen mit ihren Peugeot 207 S2000 Jagd nach dem Sieg. Auch Jean-Michel Raoux, der IRC 2WD-Champion des Jahres 2011, vertraut auf Löwen-Power.

Marco Tempestini tauscht in Rumänien seinen gewohnten Subaru Impreza gegen einen Skoda Fabia S2000. Der Tscheche Antonin Tlustak wird ebenfalls hinter dem Steuer eines Fabia sitzen. Im Produktionswagen-Cup zählen Gergo Szabo (Mitsubishi Lancer Evo X) und Bogdan Marisca (Mitsubishi Lancer Evo IX) zu den Mitfavoriten. Vitaliy Pushkar, der im Vorjahr in Sibiu die Produktionswagenwertung gewonnen hat, ist ebenfalls mit einem Lancer Evo X am Start.

Das Team des Österreichers Manfred Stohl setzt einen Subaru Impreza STI für den Japaner Toshihiro Arai ein. Vertreter aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz werden nicht in Rumänien starten. Doch auch ein zweites österreichisches Team wird seine Zelte in Sibiu aufschlagen. Wurmbrand-Racing wird den Rumänen Sebastian Barbu betreuen, der auch schon bei der Waldviertel-Rallye am Start war.

In der ERC-Ladies-Trophy geht das Duell zwischen Ekaterina Stratieva (Citroen C2R2) und Molly Taylor (Citroen DS3 R3) weiter. Beide starten zum ersten Mal bei der Sibiu-Rallye. Taylor kann auf mehr Schotter-Erfahrung als Stratieva zurückgreifen. Die Rallye am kommenden Wochenende ist die einzige ERC-Veranstaltung in diesem Jahr, die auf zwei Untergründen ausgetragen wird.

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