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ARC: Kärnten-Rallye

Simon Wagner baut ARC-Führung aus

Nach dem Auftakt bei der Thayaland-Rallye, und Platz 2 in der Gesamtwertung gab es beim zweiten ARC-Lauf in Kärnten erneut ein Erfolgserlebnis nach Plan.

Starke Sichtprobleme durch hohe Staubentwicklung eines langsameren Vordermannes, das Auflaufen auf zwei Fahrzeuge, sowie der generell hohe Schwierigkeitsgrad der Kärntner Rallyestrecken machten Simon Wagner schwer zu schaffen, dazu kam noch ein gehöriger Wolkenbruch im Verlauf des Nachmittages.

Für Wagner stand einiges auf dem Spiel: Einerseits ging es darum, die ARC-Führung zu verteidigen, gleichzeitig musste das Auto auch sicher und ohne Beschädigung ins Ziel gebracht werden. Andererseits ist Simon das Attackieren aus seiner Praxis der Kartjahre (Simon erlernte seine Fahrzeugbeherschung in der Rotax Max Challenge) und Rundstreckenrennen gewohnt, so dass er am Liebsten immer das Maximum herausholen würde.

Aber er hat sich zurückgehalten, vermied jedes größere Risiko und gewann die ARC Wertung mit über 3 Minuten Vorsprung. Sein dritter Platz in der Gesamtwertung ist natürlich sehr erfreulich und eine Bestätigung des hohen Grundspeeds.

Die ersten beiden Prüfungen starteten Simon Wagner und Fred Winklhofer (erstmals als Copilot mit dabei) auf Intermediates, was sich im Nachhinein als die falsche Wahl herausgestellt hatte. Der Beginn war mit einer sechsten und danach einer fünften Zeit dennoch grundsolide. Der Zug lief bereits hier perfekt in Richtung ARC-Führung.

Beim zweiten Durchlauf der Vormittages-Prüfungen war der Race Rent-Mitsubishi bereits mit harten Slicks bestückt, sodass Simon zusehends in Fahrt kam: Drittschnellste Gesamt-Zeit auf Waitschach – Urtl II. Theoretisch wäre auch auf der Prüfung Gurk – Bergwerksgraben II Einiges drin gewesen, doch dort kam eine langsame Kehre – zu langsam für das Tempo von Simon. Was logischerweise folgte, war ein Dreher mit einem darauffolgenden „Hänger“. Simon musste dreimal den Rückwärtsgang einlegen, ehe er wieder Fahrt aufnehmen konnte. Zeitverlust: Rund 15 Sekunden.

Probleme der ganz anderen Art gab es dann auf der fünften Prüfung, die zur Mitte des Nachmittages gestartet war. Ein Unwetter der etwas fulminanteren Sorte war jäh hereingebrochen und hatte zufällig gerade seinen Höhepunkt erreicht, als Simon Wagner und Fred Winklhofer die Prüfung Glantschach I in Angriff genommen hatten.

Diese, obwohl mit Trockenreifen ausgestattet, beendeten das Spektakel mit einer drittschnellsten Gesamtzeit. Überdies spielte ihnen das Pech der Konkurrenten Hermann Gassner Junior sowie Lokalmatador Alfred Kramer in die Hände: Der eine fiel aus, der andere zurück.

Von nun an fuhr das oberösterreichisch-bayerische Doppel auf Podest Kurs in der Gesamtwertung. Wohlgemerkt: Mit einem Auto, das verglichen mit dem engeren Favoritenkreis ein veraltetes Antriebssystem eingebaut hat. Die meisten der härtesten Konkurrenten verfügen über elektronische Differenziale, was deutliche Vorteile vor allem in der Beschleunigung bringt.

Nachdem die darauffolgende sechste Prüfung neutralisiert wurde, ging es auf Glantschach II wieder einmal mächtig zur Sache: Abermals drittschnellste Gesamtzeit für Wagner/Winklhofer. Für den sicheren dritten Gesamtplatz reichte auf jeden Fall eine viertschnellste Zeit auf der Abschlussprüfung.

Gegen den nunmehr härtesten Konkurrenten von hinten, Christoph Brugger mit dem Skoda Fabia Super 2000, hatte man sich hinreichend abgesichert. Fazit: Kein Kratzer am Auto, ARC-Führung ausgebaut und – wieder einiges gelernt. Ein auf der ganzen Linie erfolgreiches Rallye-Wochenende im Raum St. Veit an der Glan.

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