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ERC: Rallye du Valais

Peugeot ist schnell – doch in Führung liegen andere

Seine grandiose Aufholjagd wurde von zwei Drehern überschattet - Breen vorerst noch Dritter hinter Kajetanowicz. Lappi führt. Abbring mit vier Bestzeiten.

Michael Noir Trawniczek
Foto: Daniel Fessl/www.motorline.cc

Normalerweise müsste das Peugeot-Werksteam über beide Ohren strahlen – denn die neuen R5-Boliden der Franzosen sind einfach nicht zu schlagen. So gab es auch bei der Rally du Valais am Samstagvormittag ein Bestzeitenfeuerwerk, das seinesgleichen sucht. Kevin Abbring war auf allen vier Sonderprüfungen der schnellste Mann, auf SP 15 sogar trotz eines Reifenschadens…

Dass Peugeot dennoch nicht über beide Ohren strahlt, liegt daran, dass Abbring am Freitag mit einem Kupplungsdefekt aufgeben musste und daher nur um Etappenpunkte kämpft und dass eigentlich Craig Breen die Bestzeiten nötig gehabt hätte, denn er befindet sich nach einem Reifenschaden am ersten Tag auf einer Aufholjagd.

Nach SP 15 jedoch ärgerte sich Breen maßlos über sich selbst: „Ich habe mich zweimal gedreht und dabei sicher 20 Sekunden verloren, einmal musste ich gleich dreimal wenden, um weiterfahren zu können. Ich hätte jetzt viel besser liegen können, ich könnte bereits Zweiter sein.“

In Führung liegt immer noch Esapekka Lappi im Werks-Skoda, dahinter belegt mit 51,6 Sekunden Rückstand Kajetan Kajetanowicz im Ford Fiesta R5 den von Breen anvisierten zweiten Platz, Breen liegt aber nur noch 2,2 Sekunden hinter dem Polen.

Bereits abgeschlagen, mit mehr als einer Minute Rückstand auf Breen liegt Sepp Wiegand im zweiten Werks-Skoda auf Rang vier. Der Deutsche klagte nach SP 15: „Ich hatte über mehr als zehn Kilometer überhaupt keine Bremsen mehr…“

28,1 Sekunden hinter Wiegand belegt Robert Consani im alten Peugeot 207 S2000 Platz fünf, gefolgt von einer Armada von Schweizer Lokalmatadoren, die da heißen: Jonathan Hirschi (auf einem privat eingesetzten Peugeot 208 T16 R5), Sebastien Carron (Peugeot 207 S2000) und Olivier Burri (Ford Fiesta R5). Der Tscheche Jaromir Tarabus (Skoda Fabias S2000) und sein Schweizer Markenkollege Nicolas Althaus komplettieren die Top 10.

Im Production Cup der ERC führen die beiden Schweizer Subaru-Piloten Florian Gonnon und Urs Hunziker, der jedoch bereits mehr als vier Minuten Rückstand aufweist. Im 2wd-Cup führt mit Laurent Reuche im neuen Renault Clio R3T ebenfalls ein Lokalmatador, bei den Junioren führt der Italiener Andrea Crugnola auf einem Peugeot 208 R2.

Die vier Sonderprüfungen werden am Nachmittag ein zweites Mal absolviert – insgesamt sind noch rund 60 Wertungskilometer zu absolvieren.

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