RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC: Argentinien-Rallye

Ogier geht als Führender zu Bett

Sebastien Ogier führt nach der ersten Sonderprüfung der Argentinien-Rallye vor Mads Östberg und Andreas Mikkelsen.

Weltmeister Sebastien Ogier ist perfekt in die Argentinien-Rallye gestartet. Der Volkswagen-Werksfahrer stellte in der ersten Wertungsprüfung die Bestzeit auf und ist somit der erste Führende in Südamerika. Schauplatz war am Donnerstagnachmittag die Superspecial im „Parque Tematico“. Die Fahrer traten auf einer rund drei Kilometer kurzen Strecke paarweise gegeneinander über zwei Runden an. Ogier wurde von Citroen-Werksfahrer Mads Östberg herausgefordert, setzte sich aber nicht nur im Duell durch, sondern war der Schnellste von allen.

"Es war sehr rutschig, aber ich bin okay gefahren. Die Abstimmung war vielleicht etwas zu hart", kommentiert Ogier seine Fahrt in der Superspecial. Trotzdem muss er als WM-Führender am Freitag die Strecken eröffnen. "Es ist sehr trocken, weshalb es ein Nachteil ist", schätzt der Franzose. "Hoffentlich ist er nicht zu groß, aber jetzt möchte ich nicht daran denken." Östberg war um drei Sekunden langsamer und reihte sich als Zweiter der Gesamtwertung ein.
"Meine erste Runde war gut, in der zweiten Runde ist mir ein Fehler unterlaufen", ärgert sich der Norweger. "Dadurch habe ich viel Zeit verloren."

Im Duell der Finnen setzte sich Mikko Hirvonen (Ford) gegen Jari-Matti Latvala (Volkswagen) durch. "Es war so rutschig. Das habe ich nicht erwartet", sagt Latvala zu den Streckenverhältnissen. Hirvonen sprüht seit seiner starken Rallye in Portugal vor Optimismus. Zum zehnten Mal tritt der Routinier bereits in Argentinien an.

"Meine Zuversicht ist groß, aber es wird sicher schwierig", blickt Hirvonen auf die langen Prüfungen voraus. "Diese Superspecial ist die beste der Welt. Es wird morgen ein langer Tag." Hirvonen und Latvala sortierten sich in der Gesamtwertung hinter Volkswagen-Junior Andreas Mikkelsen auf den Plätzen vier und fünf ein. Mikkelsen setzte sich im direkten Duell gegen Thierry Neuville (Hyundai) durch.

Mikkelsen rechnet sich eine stärkere Rallye als zuletzt aus: "Mein Selbstvertrauen ist viel besser als in Portugal." Bei Hyundai ist die Frage, wie der i20 WRC die Strapazen überstehen wird. Neuville setzt sich deshalb kein konkretes Ergebnis als Ziel. "Viel kann bei dieser Rallye passieren, denn sie ist sehr lang. Wir werden sehen, wie es für uns laufen wird", lässt es der Vizeweltmeister gelassen auf sich zukommen.

Im Shakedown zeigte sein Teamkollege Dani Sordo mit der Bestzeit auf. In SP1 gewann der Spanier gegen Robert Kubica (Ford) und landete an der siebten Stelle. "Ich bin glücklich. Portugal war sehr gut und hier war der Shakedown auch nicht so schlecht", sagt Sordo. "Es wird schwierig, aber ich werde mein Bestes geben." Für Kubica geht es in erster Linie darum, die Unfallserie zu beenden: "Es wird eine schwierige Rallye", weiß der Pole.

"In der 'Recce' habe ich gesehen, dass die Straßen und die Verhältnisse sehr schwierig sind. Es wäre schon eine große Leistung, ohne Probleme ins Ziel zu kommen." Im Duell Kris Meeke (Citroen) gegen Elfyn Evans (Ford) behielt Meeke die Oberhand. Auch für den Briten gilt es in erster Linie über die Distanz zu kommen und Erfahrungen zu sammeln. "Es ist eine der schönsten Superspecials im Kalender", schwärmt Meeke. "Trotz der weichen Reifen war es sehr rutschig mit viel Untersteuern."

"Ich möchte meinen eigenen Rhythmus finden und eine saubere Rallye fahren. Es ist eine der kniffligsten Rallyes im Kalender." M-Sport-Youngster Evans hat sich die gleiche Herangehensweise vorgenommen: "Ich will mich aus Problemen heraushalten und die Rallye beenden." Die Zeiten liegen nach der ersten Superspecial eng beisammen, denn Evans hat als Zwölfter zwölf Sekunden Rückstand. Am Freitag startet die Rallye mit zwei langen Prüfungen, die zweimal befahren werden, richtig. Insgesamt müssen 158 Prüfungskilometer am Freitag gemeistert werden.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

WRC: Argentinien-Rallye

Weitere Artikel:

ARC, Mühlstein Rallye: Vorschau

Bunt gemischtes Feld aus sieben Ländern

Die SG Toolbox Mühlstein Rallye powered by Baumentor wartet mit 77 Teams aus 7 Ländern auf! Mit Startnummer 1 bringt der Tscheche Adam Brezik Europameisterschafts-Flair nach Schwertberg. In der Austrian Rallye Challenge sind sämtliche Topteams am Start....

Drama bei der Rallye Finnland: WM-Spitzenreiter Elfyn Evans wirft den Sieg mit einem Überschlag weg - Sebastien Ogier liegt nun wieder deutlich vorne. Keferböck/Minor weiter auf P2 der Masters.

WRC Estland: Bericht Keferböck

Wieder maximale Ausbeute im WRC Masters Cup

Auf den selektiven, zum Teil irrwitzigen Schotter-Prüfungen der Rally Estonia konnten Johannes Keferböck und Ilka Minor ihren dritten Sieg im WRC Masters Cup einfahren und damit die Tabellenführung weiter ausbauen.

ARC, Rallye Weiz: Bericht Zellhofer

Maximale ORM2 & ARCP-Punkte für Zellhofer

Damit übernimmt der Niederösterreicher Führung in der ORM2-Meisterschaft und in der ARCP - Co-Pilotin Anna Maria Seidl und SUZUKI SWIFT ZMX waren bestens unterwegs

WRC Finnland: Nach Tag 3 (SP18)

Wilder Abflug von Ogier sorgt für nächstes Drama

In Führung liegend fliegt Sebastien Ogier bei der Rallye Finnland spektakulär ab - Sami Pajari steht nun vor zweitem WRC-Sieg in Folge - Keferböck/Minor liegen weiter auf Paktz des WRC Masters Cup

ARC, Rallye Weiz: Bericht Friedl

„Reifen-Roulette"

Eugen Friedl und Helmut Aigner vom MCL 68 waren in Weiz mit dem FORD Fiesta Proto trotz sich ständig verändernder Bedingungen mit Motivation erfolgreich unterwegs.