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WRC: Argentinien-Rallye

Prüfstand Argentinien

Thierry Neuville erobert in Argentinien den fünften Platz für Hyundai. Das Team sammelt weitere Erfahrungen und meistert technische Probleme.

Bericht Neuville

Hyundai erlebte die erwartet schwierige Rallye in Argentinien. Lediglich Thierry Neuville schaffte die Distanz. Der neue i20 WRC war auf der einen Seite nicht schnell und auf der anderen Seite gab es Schwierigkeiten mit der Zuverlässigkeit. Der Vizeweltmeister bemängelte außerdem die nicht optimale Abstimmung, denn die Testzeit hatte dafür nicht ausgereicht. Der Lernprozess setzte sich in Südamerika fort. Schließlich kam Neuville mit achteinhalb Minuten Rückstand als Fünfter ins Ziel.

Von Beginn an war Neuville verhalten unterwegs, denn es gab immer wieder technische Schwierigkeiten. Nach der ersten Vormittagsschleife am Freitag wurde der Unterbodenschutz verstärkt. In SP5 verlor der Belgier allerdings Motorleistung und blieb mitten in der Prüfung stehen. "Wir hatten einen sauberen Start in die Rallye, obwohl das Terrain sehr schwierig war, nachdem es in dieser Gegend geregnet hatte", blickt Neuville auf den Freitag zurück.

"Die Straßen waren eine Herausforderung und es war nicht einfach. Wir gingen es locker an und es war die richtige Herangehensweise, denn wir konnten bis zum Mittagsservice Platz vier halten. Der Nachmittag startete mit einem weiteren vierten Platz, aber in SP5 war schlagartig die Leistung weg. Wir mussten stehenbleiben, um nicht weitere Schäden zu riskieren. Das war schade, aber es war klar, dass es ein richtiger Test für uns sein würde."

Die Hyundai-Mechaniker konnten den Fehler beheben und Neuville fuhr einen problemlosen Samstag. Zum Abschluss stellte er in der Superspecial (SP10) die Bestzeit auf. "Es war ein positiver Tag mit sauberen Fahrten. Ich konnte in allen Prüfungen gut angreifen. Dadurch holten wir etwas Zeit vom Vortag auf und ich konnte um Platz fünf kämpfen", bewertet der Belgier die zweite Etappe positiv. "Die Straßenverhältnisse waren auch etwas besser als am Vortag, wodurch ich mehr Vertrauen hatte."

"Vor allem in den schnellen Passagen habe ich es genossen. Wir probierten am Nachmittag Veränderungen bei der Abstimmung aus und fanden Verbesserungen. Die letzte Prüfung war natürlich sehr schön." Am Sonntag brachte Neuville den fünften Platz schließlich ins Ziel, obwohl wieder technische Probleme auftraten. "Ich fühlte mich in der ersten Prüfung des Tages nicht wohl. Deswegen ging ich es vorsichtig an, um Fehler zu vermeiden."

"Die Bedingungen waren extrem herausfordernd. Ich habe bei diesen schlammigen Verhältnissen alles gegeben. Am schwierigsten war die Sicht, denn ständig spritzte Matsch auf die Windschutzscheibe. Das Auto funktionierte aber gut und ich hatte gute Traktion, die mir bei diesen wechselnden Bedingungen geholfen hat."

Unter dem Strich ist Neuville mit der Rallye zufrieden. "Das Team hat eine exzellente Leistung und Professionalität gezeigt. Für ein junges Team ist ein Ergebnis in den Top 5 bei dieser Rallye ein gutes Ergebnis. Wir haben sicherlich viel gelernt." In der WM liegt Neuville mit 32 Punkten auf dem siebten Platz. Hyundai hält den vierten Rang in der Herstellerwertung.

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