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WRC: Frankreich-Rallye

Ach Robert…

Jari-Matti Latvala gewinnt in Frankreich seine erste Asphaltrallye vor Andreas Mikkelsen und Kris Meeke – Kubica scheidet auf P4 liegend aus.

Die Frankreich-Rallye hätte spannender nicht sein können. Nachdem der Favorit auf den Sieg, Sebastien Ogier mit dem Polo WRC zu Beginn der Rallye von technischen Problemen geplagt wurde, übernahm sein Volkswagen-Teamkollege Jari-Matti Latvala das Zepter und gab es bis zum Schluss nicht mehr aus der Hand. Am heutigen, letzten Tag hat Latvala nicht den gleichen Fehler wie in Deutschland gemacht. Der Finne fährt auch am Sonntag souverän und sichert den Sieg ab. "Es fühlt sich sehr gut an. Nachdem ich in Deutschland diesen Fehler gemacht habe, war ich heute sehr nervös", gibt der Volkswagen-Werksfahrer zu. "Ich musste die Lektion in Deutschland lernen."

Außerdem hat er die WM offen gehalten. Sein Rückstand auf Ogier beträgt 27 Punkte. "Es ist wichtig, dass ich immer noch im Titelduell bin. Das ist für die Fahrer, die Fans und die Medien spannend." Allerdings muss Ogier bei der nächsten Rallye in Spanien nur um einen Punkt mehr sammeln als Latvala, um zum zweiten Mal Weltmeister zu werden.

Andreas Mikkelsen erobert seinen dritten Podestplatz in Folge und den ersten auf Asphalt. "In Deutschland habe ich das Gefühl für das Auto auf Asphalt gefunden", nennt Mikkelsen den ausschlaggebenden Punkt für diesen zweiten Platz. "Ich war am Anfang schnell, aber gestern war Jari-Matti schneller. Deshalb habe ich mich konzentriert, den zweiten Platz abzusichern."

Mit dem dritten Platz klettert Kris Meeke schon zum vierten Mal in dieser Saison auf das Podest. Das sollte für Citroen-Motorsportchef Yves Matton Grund genug sein, Meeke einen neuen Vertrag zu geben. "Ich bin mit meinem Wochenende sehr zufrieden", freut sich der Brite. "Mehr hätte ich nicht machen können. Heute ging es nur darum, den Platz zu verwalten. Für mich ist die Konstanz sehr wichtig, und dass ich den Podestplatz nach Hause gebracht habe."

Im Kampf um Platz vier zwischen Östberg, Hirvonen, Meeke, Sordo und Kubica zog der Pole den Kürzeren. Kubica fliegt noch in der letzten Prüfung von der Straße. Dabei hätte der ehemalige Formel-1-Pilot mit dem gesicherten vierten Platz seine bisher beste WM-Rallye gezeigt.

Sordo erbt Platz vier

Durch den Crash von Robert Kubica erbt Dani Sordo den vierten Platz: "Es ist schade für ihn, dass er noch einen Fehler gemacht hat", meint der Hyundai-Pilot. "Ich war mit dem Auto sehr zufrieden, die Abstimmung ist mittlerweile sehr gut. Ich hoffe, so wird es auch in Spanien sein." Ford-Pilot Mikko Hirvonen rückte auf den fünften Platz nach vor.

Erfolgserlebnis für Elfyn Evans. Der M-Sport-Youngster knöpft Mads Östberg noch den sechsten Platz ab. "Wir können zufrieden sein", freut sich der Waliser. "Leider hatten wir am ersten Tag technische Probleme. Dann war die Performance aber gut, mein Selbstvertrauen ist hoch. Wir können generell zufrieden sein."

Dagegen ist Östberg überhaupt nicht zufrieden: "Ich hörte komische Geräusche im Auto, weshalb ich eine Ansage meines Co-Piloten überhörte. Deshalb kam ich von der Straße ab und habe den Platz verloren. Es ist natürlich enttäuschend, dass ich bei dieser Rallye so viele Probleme hatte. Das liegt aber nicht in meinen Händen."

Thierry Neuville wird nach einer wahrlich verkorksten Rallye: "Wir hatten am ersten Tag ein technisches Problem", spricht Neuville den gebrochenen Turbo an. "Ich kann aber sagen, dass wir weiterarbeiten. Jetzt hatte ich Glück, denn ich habe plötzlich Leistung verloren."

Bryan Bouffier (Hyundai) und Martin Prokop (Ford Fiesta WRC) komplettieren die Top-Ten. Sebastien Ogier kam auf dem 13. Platz ins Ziel, fuhr aber auf der Powerstage die schnellste Zeit und konnte so doch noch drei WM-Punkte sammeln.

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