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WRC: Frankreich-Rallye

Delecour will gegen R5-Boliden kämpfen

Großes Porsche-Duell in Frankreich: Neben Francoise Delecour wird auch Romain Dumas einen 911 nach RGT-Reglement steuern. Delecour nach Test überglücklich…

Fotos: tuthillporsche.com

Porsche entert die Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) - wenn auch mit kleinen Schritten. Nachdem der Brite Richard Tuthill bei der Rallye Deutschland erstmals einen Porsche 911 nach dem neuen R-GT-Reglement bei einem WRC-Lauf an den Start gebracht hatte, treten am kommenden Wochenende bei der Rallye Frankreich (03.-05.10.) schon zwei 911er gegeneinander an.

Neben dem Fahrzeug von Tuthill, welches in Frankreich von Routinier Francois Delecour gesteuert wird, startet auch Romain Dumas mit einem Porsche 911 GT3 RS RGT, den er mit seinem eigenen Tuningunternehmen "RD Limited" aufgebaut hat. Für den Porsche-Werksfahrer aus der Langstrecken-Weltmeisterschaft, der in den vergangenen beiden Jahren mit einem WRC-Auto bei der Rallye Frankreich gestartet war, ist der Einsatz am Wochenende eine Art Testlauf.

"Ein konkretes Ergebnis in Form einer Platzierung habe ich mir nicht vorgenommen. Das ist auch schwierig, schließlich handelt es sich um die Feuertaufe des Autos", so Dumas. "Wir wollen einfach eine saubere Rallye ohne Probleme absolvieren." Mit dem Start in Frankreich will der 36-Jährige aber auch Werbung in eigener Sache machen, denn 2015 möchte Dumas RGT-Porsche an Kunden verkaufen.

Tuthill ist Dumas einen Schritt voraus, denn der Brite unterzog seinen Porsche 911 bereits bei der Rallye Deutschland einem ersten Test unter Wettbewerbsbedingungen. Für den zweiten Einsatz des Autos gibt der Teambesitzer das Lenkrad an Routinier Delecour ab. Der 52-Jährige ging seit 1984 bei 97 WRC-Rallyes an den Start und konnte davon vier gewinnen.

Nach einem Test mit dem Porsche 911 RGT zeigte sich Delecour geradezu enthusiastisch: "Ich bin so glücklich, so, so, so glücklich. Das Auto ist gut, es ist das perfekte Auto", schwärmt der 52-Jährige. "Ich wusste nicht, wie sich der RGT fahren würde, aber ich kann sagen: Ich mag ihn, ich mag ihn sehr. Er ist wunderbar!"

"Manchmal ist es schwierig, und in den langsamen Kurven kann man nur vorsichtig aufs Gas gehen, aber in den schnellen Kurven ist es fantastisch", so Delecour, der sich ehrgeizige Ziele setzt. "Ich will gegen die R5-Autos kämpfen. Beim Test waren einige davon da, ich denke wirklich, dass ich versuchen kann, sie zu schlagen."

Dazu muss sich Delecour aber strecken. Bei der Rallye Deutschland war Tuthill deutlich langsamer als die WRC2-Starter in ihren R5-Autos und lag im Ziel rund 20 Minuten hinter den schnellsten zurück. "Natürlich wird es auch ein großer Kampf gegen Romain im anderen Porsche sein", nimmt Delecour daher auch seinen natürlichen Gegner ins Visier.

Interessanter Fakt am Rande: Da der Tuthill-Porsche, der auf einem 911 GT3 der Baureihe 997 basiert, in der WRC mit einem Luftmengenbegrenzer fahren muss, hat er nur rund 320 PS und damit 130 PS weniger als das entsprechende Serienmodell.

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