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WRC: Mexiko-Rallye WRC 2014, Mexiko-Rallye, Ogier, Ingrassia, VW Polo WRC

Startreihenfolge als Joker?

In Mexiko muss Ogier als WM-Führender zwei Tage lang "Straßenkehrer" spielen – die Konkurrenz rechnet sich deshalb Siegchancen aus.

Mit der Mexiko-Rallye steht an diesem Wochenende zum ersten Mal in dieser Rallye-WM-Saison ein Schotterevent auf dem Programm. Der dritte Saisonlauf wird damit zur ersten Nagelprobe für die neue Regelung der Startreihenfolge. Seit heuer wird bei an den ersten beiden Tagen einer WM-Rallye in der Reihenfolge des WM-Stands gestartet. In Mexiko muss somit Weltmeister Sébastien Ogier (Volkswagen) von Donnerstag bis Samstag als erster auf die Strecke gehen, was auf Schotter meist ein Nachteil ist.

Die jungfräulichen Straßen sind mit einer dicken Schicht losen Schotters bedeckt, der nur wenig Haftung bietet. Nachdem dieser von den ersten Fahrern aus der Spur gefahren wurde, gewährt die Straße deutlich mehr Grip und erlaubt so schnellere Zeiten. Ein klarer Nachteil für Fahrer wie Ogier und wohl auch noch den zweitplatzierten Thierry Neuville (Hyundai), aber die Gelegenheit für die Verfolger, den scheinbar übermächtigen Franzosen zu schlagen.

So wittert Citroën-Pilot Mads Østberg in Mexiko seine Chance. "Wir haben schon in der Vergangenheit gesehen, dass der erste Starter einen großen Nachteil hat", erklärte er gegenüber der offiziellen WRC-Website. "Ich werde diesmal als Fünfter auf die Strecke kommen und denke, dass sollte mir helfen. Ich muss diesen Vorteil so gut wie möglich ausnützen."

Auch Jari-Matti Latvala hofft nach einer für ihn enttäuschend verlaufenen Schweden-Rallye in Mexiko durch Startplatz vier Boden auf seinen Teamkollegen gutzumachen. "Ich werde bei diesen Bedingungen eine ideale Startnummer haben und muss nun das Beste daraus machen", gibt er auf der WRC-Website zu Protokoll.

Deutlich weniger zuversichtlich äußert sich naturgemäß Ogier. "In den vergangenen Jahren ist unser Polo WRC hervorragend mit der dünnen Höhenluft Mexikos zurechtgekommen", sagt er. "Ob das auch 2015 zutrifft, und ob unser starker Motor unsere frühe Startposition kompensieren kann, werden wir sehen."

Die neue Startreihenfolge soll das Feld durcheinandermischen und für mehr Spannung sorgen. Ogier hingegen betrachtet sie als Bestrafung für sportliche Erfolge und hatte sich im vergangenen Jahr vehement gegen die Neuregelung ausgesprochen. "Wenn man zu erfolgreich in die Saison startet und in der WM vorne ist, wird man später bei vielen Rallyes bestraft", hatte er noch im Januar gesagt.

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