RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC: Polen-Rallye

Ott Tänak dreht auf - Dreikampf an der Spitze

Der packende Sekundenkrimi geht weiter: Mit drei SP-Bestzeiten am Nachmittag knöpft Ott Tänak im DMACK-Ford Andreas Mikkelsen die Führung ab.

Ott Tänak (Ford) und Andreas Mikkelsen (Volkswagen) liegen nach dem ersten Tag der Polen-Rallye, siebter Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2016, an der Spitze und liefern sich einen spannenden Kampf um die Führung in der Gesamtwertung, bei dem der Este nach zehn von 21 Sonderprüfungen (SP) die Nase vorne hat. Mit einem Vorsprung von 4,2 Sekunden auf Mikkelsen startet Tänak in den Samstag.

Am Vormittag erlebten die Zuschauer bei der Polen-Rallye sogar einen Dreikampf von Piloten dreier unterschiedlicher Marken um die Spitze, in dem neben Mikkelsen und Tänak auch Hyundai-Pilot Hayden Paddon mitmischte. Zur Mittagspause lag der Sieger der Argentinien-Rallye noch auf Rang zwei, fiel dann bei den ersten SP am Nachmittag etwas zurück. Dafür drehte Tänak auf. Er gewann am Nachmittag vier von fünf SP und eroberte damit in seinem DMACK-bereiften Fiesta RS WRC die Führung.

"Mein bisher bester Rallyetag überhaupt? Nun, ich führe, daher ja", sagt Tänak am Ende des Tages. "Wir hatte am Nachmittag unseren Rhythmus und haben zugeschlagen. Das Gefühl ist sehr gut. Jetzt müssen wir schauen, wie es morgen läuft. Wenn alles funktioniert, sehe ich keinen Grund, warum wir nicht (um den Sieg; Erg. d. Red.) kämpfen sollten."

Mikkelsen hielt bis zur Zuschauerprüfung "Mikolajki Arena", mit der der Freitag beendet wurde, dichten Anschluss an Tänak, verlor dann aber auf dem nur 2,5 Kilometer kurzen Abschnitt 2,2 Sekunden auf den Esten. "Ein toller Tag, nur schade, dass er so zu Ende geht. Ich hatte hier starkes Untersteuern", sagt Mikkelsen.

Hinter Paddon, der mit 10,2 Sekunden Rückstand aktuell Dritter ist, belegt Weltmeister Sebastien Ogier (Volkswagen) Position vier (+16,3 Sekunden). Der WM-Führende haderte wieder einmal mit seiner Startposition eins und erwartet, dass er am Samstag noch mehr Zeit verlieren wird. "Selbst wenn wir so hart wir möglich gepusht hätten, wäre nichts drin gewesen. Und morgen werden die Bedingungen leider noch schlechter."

Jari-Matti Latvala im dritten Volkswagen erlebte einmal mehr einen unglücklichen Rallyetag. Schon bei der vierten SP erlor er durch einen Reifenschaden Zeit. Später kollidierte der Finne noch mit einem Vogel. Aber auch ohne diese Missgeschicke konnte Latvala die Zeiten der Schnellsten nicht ganz mitgehen und ist aktuell Sechster. Vor ihm liegt Thierry Neuville (Hyundai) auf Rang fünf. Stephane Lefebvre und Craig Breen (beide Citroen) sowie Eric Camilli und Mads Östberg (beide Ford) komplettieren die Top 10. Ausfälle gab es im Feld der WRC-Piloten am Freitag nicht.

In der WRC2-Wertung liegen nach dem ersten Tag zwei Skoda-Piloten an der Spitze. Teemu Suninen hat einen Vorsprung von 4,6 Sekunden auf Werksfahrer Esapekka Lappi, Dritter in der Klasse ist Elfyn Evans (Ford, + 21,9 Sekunden).

Am Samstag stehen bei der Polen-Rallye sieben Sonderprüfungen mit einer Gesamtlänge von 124,58 Kilometern auf dem Programm.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

WRC: Polen-Rallye

Weitere Artikel:

Nicht im Cockpit, sondern als Unterstützer seines Sohne Samuel kehrt Andy Hulak aktiv in den Motorsport zurück. Dank Erich Petrakovits gibt Samuel am 17. Mai sein Debüt im Peugeot 206 RX Cup.

Mitropa Rally Cup: Rally Velenje

Vierter Wertungslauf zum Mitropa Cup

Am kommenden Wochenende starte die 41. Rally Velenje (21.-23. Mai 2026) als 4. Wertungslauf des Mitropa Rally Cup (MRC) in Slowenien.

Ogier sieht alten Hunger

Ott Tänak testet Toyotas 2027er WRC

Ott Tänak hat den WRC-Zirkus verlassen, fährt aber längst wieder Toyota - Der Este testete den 2027er-Prototypen bereits zweimal - Ogier glaubt: Der Hunger ist zurück

EHRC, Akropolis: Vorschau Schindelegger

Schindeleggers starten bei EHRC-Akropolis

Das Rallyeteam Schindelegger startet am 22.- 24. Mai bei der legendären Acropolis Rallye in Griechenland zum zweiten Lauf der historischen Schotter-Europameisterschaft