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ORM: Lavanttal-Rallye

Mehrere Sieganwärter bei 40. Ausgabe

Der Kärntner Lauf feiert am 8./9. April den 40. "Geburtstag"; mit dabei: drei World Rally Cars und ein topmotiviertes 2WD-Brüderpaar.

Fotos: Daniel Fessl; Peter Hartmann

Mit der Startflagge in Wolfsberg am kommenden Freitag, dem 8. April, geht die heimische Rallyemeisterschaft in ihre zweite Runde. Die besten Piloten des Landes geben im Rahmen der Lavanttal-Rallye Gas, doch nicht nur die Teams, von denen 93 ihre Teilnahme bekundet haben, stehen im Mittelpunkt, sondern auch die Veranstaltung selber, denn die Lavanttal-Rallye feiert heuer ihr 40jähriges Bestehen, ist somit die älteste Rallye Österreichs.

Sportlich passen die Erwartungen zum erwarteten Festivalcharakter. Die Königsklasse "ORM" wird von Staatsmeister Raimund Baumschlager im Škoda Fabia R5 sowie Auftaktsieger Hermann Neubauer und Gerwald Grössing in ihren Ford Fiesta WRCs überstrahlt. Das Trio wird in Kärnten aber auf zusätzliche Konkurrenz treffen. Um die Qualitäten des deutschen Vizemeisters 2015, Fabian Kreim (Škoda Fabia R5), weiß man in Österreich schon Bescheid.

Ein hierzulande unbeschriebenes Blatt ist jedoch der Schweizer Urs Hunziker. Der 47jährige Aargauer ist in seiner Heimat Prioritätsfahrer und kommt mit einem Mini Cooper WRC ins Lavanttal. 2015 war Hunziker, der übrigens auch Schweizer Vizemeister im Seitenwagenmotocross ist, im Rahmen der European Rally Trophy (ERT) unterwegs und konnte hierbei drei Läufe für sich entscheiden. Bei der prestigeträchtigen Schweizer Rally du Valais konnte Hunziker im Jahr 2012 einen Klassensieg erzielen.

Mehrere Sieganwärter prägen in Wolfsberg nicht nur die Staatsmeisterschaft der Allradler, sondern auch die Titeljagd bei den zweiradgetriebenen Autos. In der 2WD-Meisterschaft hat der Oberösterreicher Simon Wagner mit seinem Sieg vor zwei Wochen im Rebenland die Favoritenrolle übernommen und ist sich dieser auch bewusst. "Damit kann ich durchaus leben", sagt der Citroën-DS3-R3-Fahrer.

"Ich habe gleich zum Saisonstart viel Selbstvertrauen getankt. Das will ich ins Lavanttal mitnehmen. Ich habe bereits gelesen, dass meine Konkurrenten Daniel Wollinger und Michael Böhm sehr motiviert sind. Dazu kann ich nur sagen: das bin ich auch. Deshalb freue ich mich auf eine tolle Rallye mit hohem Spannungsfaktor." Dass ihm die Lavanttal-Rallye liegt, hat Simon Wagner letztes Jahr mit einem sechsten Platz in der Gesamtwertung eindrucksvoll bestätigt.

Unmittelbare Gefahr freilich droht ihm heuer insbesondere auch aus dem eigenen Umfeld. Sein Bruder Julian brennt auf jenes Spitzenergebnis, das sich im Rebenland bis zu seinem dortigen Ausfall bereits abgezeichnet hatte. Sein Citroën DS3 R3, der in der Südsteiermark technische Probleme machte, ist völlig neu revidiert und wieder für höhere Aufgaben aufgerüstet.

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