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WRC: Korsika-Rallye

Ogier holt zuhause dritten Saisonsieg

Sébastien Ogier hat die Korsika-Rallye in gewohnt dominanter Weise gewonnen – den Grundstein legte der Franzose bereits am Freitag.

Sébastien Ogier (M-Sport) hat den französischen Rallye-WM-Lauf auf Korsika gewonnen. Den Grundstein dafür legte der Lokalmatador bereits am Freitag, als er seinen Konkurrenten um rund eine halbe Minute enteilte. Am Samstag und am Sonntag ließ der amtierende Weltmeister nichts mehr anbrennen und verwaltete den Vorsprung. Auf der Powerstage erreichte der Franzose Platz drei, wofür er drei weitere WM-Punkte erhielt.

"Es war ein tolles Wochenende", resümierte Ogier. "Ich bin mit unserer Leistung am Freitag sehr zufrieden. Es ist toll, dass wir das Auto stetig weiterentwickeln konnten. Wir waren schneller als im vergangenen Jahr. Wir haben unsere Aufgabe gemeistert." Es war für Ogier bereits der dritte Sieg in der laufenden WM-Saison. Auf Platz zwei landete Ott Tänak (Toyota), dem letztlich 36,1 Sekunden auf den Sieger fehlten.

"Ich kann mich wirklich nicht beschweren", sagte der Este nach der Powerstage, in der er auf Platz fünf landete und sich damit einen Bonuspunkt sicherte. "Korsika gehört jede Saison eher zu meinen schwachen Rallyes. Ich habe es nie geschafft, ans Limit zu gehen." Tänak bewertete die diesjährige Ausgabe aber besser als die letztjährige; mit seinem zweiten Platz kann er sicherlich zufrieden sein.

Den letzten Platz auf dem Podium schnappte sich Thierry Neuville (Hyundai). Der Belgier hatte am gesamten Wochenende Probleme mit seinem Fahrzeug. Bereits am Freitag gab er zu Protokoll, dass es kaum noch möglich wäre, Ogier in Frankreich zu besiegen. Auf der elften Sonderprüfung hatte Neuville viel Glück, als er sich eine heftige Beschädigung an der Felge zuzog; der Reifen hielt jedoch, weshalb er nicht viel Zeit verlor. Auf der Powerstage hingegen reichte es nur für Rang neun, da ihm ein technisches Problem Schwierigkeiten bereitete.

Keine allzu erfolgreiche Rückkehr nach Korsika gab es für Sébastien Loeb (Citroën). Der Franzose kam auf SP 2 von der Strecke ab; beim Versuch, das Auto wieder auf die Strecke zu bugsieren, rutsche der Citroën C3 WRC nur noch tiefer in den Graben. "Wir haben einfach in die falsche Richtung geschoben", lautete das Fazit des neunfachen Weltmeisters. Auf der Powerstage am Sonntag holte er immerhin noch Platz zwei. "Ich hatte einen guten Rhythmus, bin aber wegen des Fehlers am Freitag enttäuscht. Ich habe versucht, das zu vergessen, und die Rallye zu genießen." Loeb hatte im Ziel rund 20 Minuten Rückstand auf den Sieger.

Für Esapekka Lappi war die Korsika-Rallye eine Achterbahn: Der Finne holte gleich auf mehreren Prüfungen die schnellste Zeit, vor SP 11 hatte er Chancen aufs Podium. Wegen eines Fahrfehlers zog er sich jedoch einen Reifenschaden zu und musste auf der SP das Rad wechseln, weshalb er in der Gesamtwertung nur auf Rang sechs, direkt vor Andreas Mikkelsen, landete. Lappi war auf der Powestage Schnellster und sicherte sich so fünf Bonuspunkte. Auch der Brite Kris Meeke war bis zur letzten Prüfung am Samstag auf gutem Kurs, einen Podestplatz zu holen. Er kam jedoch auf SP 10 von der Strecke ab und musste auf Platz zwei liegend aufgeben. Nach Restart am Sonntag kam er immerhin noch auf Position neun.

In der Fahrerwertung hat Ogier seine Führung durch den dritten Saisonsieg (und die drei Zusatzpunkte) weiter ausgebaut. Mit 83 Zählern liegt der Titelverteidiger nun 16 vor Neuville. Neuer Dritter ist Ott Tänak, der 45 Punkte auf dem Konto hat. In der Herstellerwertung hat sich die Spitze enger zusammengeschoben: Hyundai führt weiterhin mit nun 111 Punkten, M-Sport hat jedoch nur mehr vier Zähler Rückstand. Toyota zog mit 93 Punkten an Citroën (81) vorbei. Weiter geht es mit der Rallye-WM in drei Wochen: Vom 26. bis 29. April findet mit der Argentinien-Rallye der erste von vier aufeinanderfolgenden Schotterläufen statt.

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