RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC: Argentinien-Rallye

Evans will nach Korsika zurückschlagen

Den verpassten Sieg hat Elfyn Evans analysiert und aufgearbeitet. Nun will er in Argentinien wieder angreifen, wo er 2017 schon fast gewonnen hätte.

Hauchdünn scheiterte Elfyn Evans bei der Tour de Corse an seinem zweiten Sieg in der Rallye-Weltmeisterschaft. Auf Korsika hatte der Ford-Pilot die Powerstage als Führender begonnen, doch ein Schlagloch sorgte für einen Reifenschaden und machte alle Sieghoffnungen zunichte. Evans schleppte sein Auto über die letzten Kilometer ins Ziel. Dabei verlor er aber zu viel Zeit und fiel noch auf Rang drei zurück.

"Ich habe einige Tage damit verbracht, mir die Dinge anzusehen und herauszufinden, was passiert ist", sagt Evans. "Ich glaube, dass ich an dieser Stelle während der Recce einige Autos überholt habe. Dieses Loch war nicht im Aufschrieb vermerkt. Aber ich bin mir nicht sicher, ob das eine Rolle gespielt hat. Trotzdem war es gut, diese Performance gezeigt zu haben."

2019 erlebt Evans seinen bisher besten Saisonstart. In Monte Carlo kam er zwar nicht ins Ziel, aber dann folgte Rang fünf in Schweden sowie dritte Plätze in Mexiko und Frankreich. Sein Speed stimmt und seine gesamte Form ist deutlich besser als im Vorjahr, als er in der ganzen Saison nur zweimal auf dem Podest war.

2017 in Argentinien fast gewonnen

Nun wartet an diesem Wochenende mit der Rallye Argentinien eine harte Schotter-Rallye. 2017 hätte Evans dort beinahe gewonnen. Er musste sich damals Thierry Neuville im Hyundai nur um 0,7 Sekunden geschlagen geben. "Argentinien passt uns. Trotzdem war es im Vorjahr eine wirklich schlechte Rallye für uns. Ich denke, wir haben die Gründe verstanden und wir wollen es jetzt richtig machen", sagt Evans.

2017 fuhr er noch den M-Sport Ford mit Dmack-Reifen, bevor er 2018 ins Hauptteam von Malcolm Wilson wechselte. "Es war eine Kombination verschiedener Dinge", spricht Evans die Rallye Argentinien im Vorjahr an. "Auch Seb (Ogier, damals sein Teamkollege; Anm. d. Red.) hatte Mühe, aber trotzdem war er konkurrenzfähiger als ich."

"Das Set-up war im Vorjahr in Argentinien nicht richtig für mich. Ich brauche ein Auto, das für mich funktioniert. Es muss präzise zu fahren sein. Wenn ich damit Mühe habe, dann habe ich richtig große Probleme", so Evans. "Bei Seb war das nicht der Fall und er hatte auch nicht diese Probleme. Außerdem bin ich in eine Falle getappt, denn meine Begierde war groß, nachdem ich den Sieg 2017 so knapp verpasst hatte."

"Man muss nach dem Gefühl suchen, um im Auto effizient zu sein. Aber ich habe versucht, das Auto sofort ans Limit zu bringen und dann das Effizienzgefühl zu finden. So funktioniert das aber nicht. Es ist genau umgekehrt. Wenn man sich wohlfühlt, dann kann man attackieren", beschreibt der Waliser. "Und das ist nun mein Plan."

Seine Ausgangsposition für Argentinien ist optimal, denn am Freitag wird er als Fünfter an der Startampel stehen. Sein Ziel ist es, die bisher gezeigte Konstanz fortzusetzen: "Mein Speed war bisher sehr gut. Das ist die Herausforderung, denn ich will diesen Speed halten. Ich glaube, dass ich am besten bin, wenn ich im Spitzenfeld in einen großen Kampf verwickelt bin. Dann kann man etwas mehr herauskitzeln. Diese Form will ich halten."

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

WRC: Argentinien-Rallye

Weitere Artikel:

Nachgefragt bei AMF & Manfred Stohl

Streitfrage: Rallye schon ab 13?

Der 19-jährige Este Jaspar Vaher zeigte in der ERC gehörig auf - er fuhr schon ab 13 als Vorausauto, ab 14 im Bewerb. Soll man auch bei uns das Mindestalter für Rallye-Teilnahmen herabsetzen?

ET König Rallye: Bericht TEC7 ORM2

Hochspannung im Titelkampf

Jubeln durfte dieses Mal Christoph Zellhofer, der gemeinsam mit seiner deutschen Co-Pilotin Anna Maria Seidl im Suzuki Swift ZMX erstmals in dieser Saison die Nase vorne hatte. Günther Knobloch/Erik Fürst (Renault Clio Rally3) behielten mit Platz zwei die Meisterschaftsführung, während Roland Stengg/Rebeka Kobal (Renault Clio Rally3) nach starkem ersten Tag im Regen des zweiten Tages den Anschluss an die Spitze verloren, aber dennoch starke Dritte wurden.

TEC7 ORM Rallye Backstage - Podcast #4

Gespräch mit Manfred Stohl: Von heiter bis düster

Eine Stunde mit Manfred Stohl - Österreichs WM-Vierter 2006 und nunmehrige Betreiber der Stohl Group ist eines ganz sicher: Geradlinig - und oft auch recht heiter. Seine Prognosen für die Zukunft der Rallye-Weltmeisterschaft sind hingegen düster, seine Aussagen zu Österreichs aktuellen Rallye-Hoffnungen markig.

ARC, ET König Rallye: Bericht Friedl

„Big moments“ aber auch heikle Situationen

Eugen Friedl und Helmut Aigner vom MCL 68 konnten sowohl mit einigen kniffligen Situationen als auch mit emotionalen Highlights ein gutes Ergebnis einfahren.

ET König Judenburg Rallye: Bericht AARC

Steinbock/Bachmayer übernehmen AART-Führung

Steinbock/Bachmayer übernehmen die Führung in der AART Zwischenwertung und Max & Ben Maier sind nach der „ET-König Rallye powered by Peter Hopf“ die neuen Leader in der AARC!