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ARC: Rallye Zwettl Roman Mühlberger, Mitsubishi Lancer Evo VI, Schneerosen-Rallye 2015

Eine Rückkehr mit Geschichte

Vor mehr als 40 Jahren wurden rund um Zwettl verschiedene Rallyes gefahren, jetzt kehrt der Sport in die malerische Gegend zurück.

Fotos: Karl Brunner, Daniel Fessl

Die ARC fiebert der Premiere der Braustadt Burg Rallye Zwettl entgegen. Zu den Favoriten Christian Mrlik, Roman Mühlberger und Gerald Rigler gesellte sich in letzter Minute Franz Sonnleitner hinzu. Erstmals sollen bei den Regroupings einer ARC-Rallye die Stimmen der Piloten live im Internet übertragen werden, zudem gibt es eine Videoübertragung der Servicearbeiten.

Am kommenden Samstag kehrt der Rallyesport erstmals seit rund 40 Jahren in das Gebiet rund um Zwettl zurück. Dort wurden in den Siebzigerjahren die Semperit- und die ÖASC-Rallye sowie Teile der Alpenfahrt absolviert. Allerdings waren es damals Schotterprüfungen; heute wird auf Asphalt gefahren, die Sonderprüfungen sind also für alle Teilnehmer der Braustadt Burg Rallye Zwettl neu.

Die Sonderprüfungen

Eröffnet wird um 8:11 Uhr mit der 10,33 Kilometer langen SP Sonnentor-Sprögnitz, die unweit des Serviceparks in Großweißenbach (Hengstberger) ihren Start hat. Gleich direkt im Anschluss, um 8:49 Uhr, wird die 11,47 Kilometer lange SP Burg Rappottenstein absolviert, die in der Nähe dieser Burg gestartet wird. Nach einem Regrouping beim Hengstberger gibt es ein 20minütiges Service, im Anschluss daran werden die beiden Prüfungen ein zweites Mal absolviert.

Nach dem zweistündigen Mittagsservice wird um 14:43 Uhr die 14,97 Kilometer lange SP Krumau-Rastenfeld in Angriff genommen, direkt im Anschluss folgt die 10,7 Kilometer lange SP Braustadt Zwettl mit Ziel beim Stift. Nach einem neuerlichen 20-Minuten-Service werden auch diese beiden Sonderprüfungen ein zweites Mal absolviert, von dort geht es dann direkt zur Zielrampe in Zwettl, auf dem Sparkassaplatz erfolgt ab 18:25 Uhr die Zieldurchfahrt.

Das Starterfeld

Nach den acht attraktiven Teams des historischen Rallyepokals, deren Höhepunkt wohl der Start von Kurt Göttlicher mit der Nummer H8 sein wird, eröffnet Christian Mrlik mit Startnummer 1 das Feld der modernen Fahrzeuge. Der Lokalmatador führt nach seinem Sieg bei der Schneerosen-Rallye auch in der Wertung der Austrian Rally Trophy (ART). "Klar, dass ich um den Sieg kämpfen möchte", sagt "Mr. Lik", der in der Zwischenzeit seiner "Mrs. Lik" das Ja-Wort gegeben hat.

Hinter dem Subaru-Piloten startet Gerald Rigler im gelb-roten Peugeot 207 S2000. Der regierende ARC-Champion gewöhnt sich immer mehr an sein neues Arbeitsgerät; bei der Schneerosen-Rallye gab es bekanntlich am Nachmittag drei Bestzeiten, bei der Rebenland-Rallye hat Rigler mit Platz sechs auch in der ÖM eine gute Figur abgegeben. Rigler erklärt: "Mein Team arbeitet perfekt, wir sind auf einige Details draufgekommen, die wir versuchen, bei der Zwettl-Rallye auszubessern. Wir wollen von Beginn an um Topplätze kämpfen."

In allerletzter Minute hat ein guter, alter Bekannter der Austrian Rally Challenge für die Braustadt Burg Rallye Zwettl genannt: Franz Sonnleitner hat es offenbar wieder kräftig im Gasfuß gejuckt, er zündet jenen Mitsubishi Lancer Evo IX, mit dem Rigler im Vorjahr Meister wurde. Zwar trägt der Wagen die Startnummer 57, doch Sonnleitner wird natürlich vorgereiht, zumal damit nun ein weiterer Siegkandidat hinzukam.

Sonnleitner gewann 2010 und 2012 die Leiben-Rallye sowie 2013 die Thayaland-Rallye, im gleichen Jahr konnte er bei der Waldviertel-Rallye den tollen dritten Platz belegen. Nach einem Jahr Pause kehrte er zuletzt bei der Schneerosen-Rallye zurück, musste jedoch einen frühen Ausfall beklagen. Direkt hinter Sonnleitner wird Roman Mühlberger im Mitsubishi Lancer Evo VI auf die Prüfungen gesandt; auch er gehört zum Favoritenkreis, er belegt hinter Mrlik Platz zwei in der ART-Tabelle.

Mit Startnummer 4 wird Michael Kogler im Citroën DS3 R3T antreten. Schon in Leiben konnte Kogler mit dem schwächeren Peugeot 208 R2 als Gesamtvierter die Challengewertung gewinnen, im Jahr zuvor gelang ihm in einem DS3 R3 der tolle zweite Gesamtrang. Hinter Kogler folgt mit Daniel Fischer der aktuell Führende der ARC-Tabelle, er wird wieder seinen Subaru Impreza GC8 bewegen. Dahinter folgt der Tscheche Jiri Pertilcek junior in einem Mitsubishi Lancer Evo IX. In der Junior-ARC führt Daniel Pauli die Wertung an, er wird seinen BMW E36 M3 mit Startnummer 8 ins Rennen bringen.

Insgesamt werden 61 Teams bei der Premiere der Braustadt Burg Rallye Zwettl an den Start gehen, davon sieben Historische und 53 moderne Rallyeboliden.

Radio & Service live

Bei der Braustadt Burg Rallye Zwettl wird Pressemann Michael Noir Trawniczek einen "Versuchsballon" starten: Über eine Broadcasting-Plattform sollen drei Regrouping-Interviews mit den ankommenden Piloten übers Handy geführt und live im Internet übertragen werden. Auf folgender Website werden die Regrouping-Interviews live zu hören sein: mixlr.com/michael-noir-trawniczek/

Die Interviewrunden, je nach Zeitplan zumindest mit der vorderen Hälfte des Starterfelds geplant, können auch im Nachhinein als "Showreel" angehört werden: mixlr.com/michael-noir-trawniczek/showreel/

Die Übertragungszeiten:
Regrouping 1 (Hengstberger): 9:30 Uhr
Regrouping 2 (Hengstberger): 11:45 Uhr
Regrouping 4 (Hauptplatz): 18:15 Uhr

Das Projekt ist noch neu, daher sind technische Pannen nicht auszuschließen; es ist ein erster Versuch, die Rallyefans näher an ihren Sport heranzubringen. Den Rallyesport greifbar zu machen, hat sich auch das Rigler Racing Team zum Ziel gesetzt: Im Rahmen der Rallye wird das Team das Mittagsservice, die Arbeiten der Mechaniker an den beiden Autos von Gerald Rigler und Franz Sonnleitner, live auf dem teameigenen YouTube-Channel übertragen: www.youtube.com/user/ixracing

Sowohl das "Rallye-Radio" als auch das Rigler-Livevideo stehen den Fans kostenlos zur Verfügung.

Streckenplan zum Herunterladen: [pdf, 2918 KB]

Bericht Rehberger Bericht Rehberger Vorschau Hinterreiter Vorschau Hinterreiter

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