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ARC: Rallye Zwettl

Nummer 1, Energie!

Eine Hochzeit auf der Trauminsel, eine Wüstentour mit dem Reiseleiter von Sebastian Vettel – Christian Mrlik hatte im Vorfeld der neuen Rallye Zwettl eine traumhaft gute Zeit und möchte diese Energie mit seinem Freund Leopold Welsersheimb und mit der Startnummer 1 in einen Sieg umwandeln.

Fotos: Daniel Fessl

Eine ziemlich ungewöhnliche Vorbereitungsphase erlebte Christian Mrlik im Vorfeld der neuen Braustadt-Burg Rallye Zwettl, die am kommenden Wochenende im Rahmen der Austrian Rallye Challenge ihre Premiere feiert: Der Sieger der Waldviertel-Rallye 2014 sowie der Schneerosen-Rallye 2015 ging auf große Reise – und das nicht alleine…

Mr. & Mrs. Lik

Auf der malerisch-zauberhaften Insel Kandolhu Island bat „Mr. Lik“ seine bisherige Lebensgefährtin Heidi um das Ja-Wort, womit er seine Freunde überraschen konnte. Auf der romantisch-kleinen Insel ließ das frisch vermählte Liebespaar die Seele baumeln – zuvor besuchte man die Metropole Dubai. Christian lacht: „Ich hab geschaut, ob ich noch irgendwo einen reichen Scheich finden kann, der mein Rallyeprojekt unterstützt - aber ich hab keinen gefunden.“

Dafür gab es den Blick auf die Skyline der größten Stadt der Vereinigten Arabischen Emirate – und zwar von oben: „Wir ließen es uns natürlich nicht nehmen, den Burj Khalifa hinaufzufahren, das höchste Gebäude der Welt ist schon sehr beeindruckend.“

Auf Vettels Spuren

Gereizt hätte Christian auch ein wilder Ritt durch die Wüste – der Reiseleiter hätte vielleicht auch den nagelneuen Wagen zur Verfügung gestellt, als er erfuhr, dass Herr Mrlik ein österreichischer Rallyesieger ist. Doch dann wollte Christian das nagelneue Fahrzeug lieber doch nicht riskieren: „Die Wüstentour war auch so ziemlich aufregend, denn wir fuhren dann noch auf Snowboards die Dünen hinab, das hat mächtig Spaß gemacht! Lustiges Detail am Rande: Der Reiseleiter hat vor genau einem Jahr die gleiche Tour mit einem gewissen Sebastian Vettel abgehalten.“

„Ich will siegen!“

Der Mann war also den Umgang mit Siegertypen durchaus gewöhnt – und bei der bevorstehenden Rallye Zwettl möchte Christian Mrlik auch wieder als Sieger auf die Zielrampe fahren: „Dass ich in Zwettl siegen will, ist klar. Aber wir haben mit Gerald Rigler in seinem S2000-Auto und mit Roman Mühlberger extrem starke Konkurrenz. Dazu kommt noch der Tscheche Jiri Pertlicek junior, den ich nur schwer einschätzen kann.“

Mrlik wird wieder seinen Subaru Impreza WRX STI zünden, auf dem Beifahrersitz nimmt wie schon bei der Schneerosen-Rallye sein langjähriger Freund und Copilot Leopold Welsersheimb Platz. Julia Baier, die mit ihm den Sensationssieg bei der Waldviertel-Rallye errungen hatte, bleibt jedoch in Verbindung, wie Christian erklärt: „Sie hat zurzeit beruflich ziemlich viel um die Ohren und wird daher erst später wieder mit mir fahren. Ich habe sie gebeten, dass sie mir einfach Bescheid gibt, wenn sie wieder mehr Zeit hat.“

„Wettergott darf sich austoben“

Dass nun eine weitere Rallye im Waldviertel abgehalten wird, freut den in St. Leonhard am Hornerwald beheimateten Christian Mrlik sehr: „Das ist eine interessante neue Rallye – die Streckenführung ist ja für alle unbekannt und die Prüfungen sollen recht anspruchsvoll sein, was mir entgegenkommt. Die Topographie ist dort recht ähnlich wie bei uns, nur dass sie etwas rauer ist.“ Etwas rauer hätte Christian auch gerne die Wetterbedingungen: „Von mir aus kann sich der ‚Wettergott‘ ruhig ein wenig austoben – je schwieriger die Bedingungen sind, desto besser ist es für mich.“

Appell an die Fahrerkollegen

Bevor sich Christian Mrlik in das Abenteuer Rallye Zwettl stürzt, wollte er noch etwas „loswerden“: „Wir Fahrer erhielten eben erst eine Mail von der IG Rallye, der Vereinigung der ÖM-Veranstalter. Dort stand, dass sie unsere Meinung zu etwaigen Regeländerungen für das kommende Jahr wissen wollen. Dass man hier uns Fahrer fragt, begrüße ich sehr – nur: Wir sollen unsere Meinung binnen einer Woche kundtun und viele von uns müssen einfach unter der Woche hart arbeiten, damit wir uns den Rallyesport leisten können. Da bleibt nicht viel Zeit, um sich wirklich ernsthaft mit dem Thema zu befassen. Ich weiß, dass es gut gemeint ist – aber ein bisschen mehr Zeit hätte man uns schon geben können.“

Abschließen möchte Christian Mrlik mit einem Appell an seine Fahrerkollegen: „Ich möchte euch darum bitten, dass ihr trotz des engen Zeitfensters die Gelegenheit nützt, bei der Gestaltung unseres Sports mitzumachen. Ich werde mir natürlich auch die Zeit nehmen, denn die Zukunft des Rallyesports liegt mir sehr am Herzen.“

Startnummer 1

Der Start der Braustadt-Burg Rallye Zwettl erfolgt am Samstag, den 18. April direkt beim Servicepark Hengstberger um punkt 8 Uhr. Insgesamt werden acht Sonderprüfungen absolviert – das Duo Mrlik/Welsersheimb wird im Anschluss an das Feld der Historischen mit der prominenten Startnummer 1 die neue Rallye in Angriff nehmen.

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