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ARC: Rallye Zwettl Karl Raab, Martin Fürntratt, BMW 2002 tii, Zwettl-Rallye, ARC 2015

Sieg für den Rallye Club Perg

Dem Aprilwetter bei der Rallyepremiere rund um Zwettl getrotzt hat das Rigler Racing Team, das seinen ersten Gesamtsieg feiern konnte.

Fotos: Matthias Österreicher

Vergangenes Wochenende fand im Raum Zwettl die erste Braustadt-Burg Rallye Zwettl statt. Bei Aprilwetter par excellence mit Sonnenschein und Regen- bis Schneeschauern, wodurch kurzfristig sogar Schnee auf der Straße liegenblieb, wartete die Rallye gleich bei ihrer Premiere mit allem auf, was von den Bedingungen her möglich ist. Den Umständen getrotzt hat in erster Linie das Rigler Racing Team, welches seinen ersten Gesamtsieg bei einer Rallye feiern konnte.

Neben dem Waldviertler Christian Mrlik in seinem Subaru Impreza standen auch Gerald Rigler und sein Co-Pilot Martin Rossgatterer mit ihrem Peugeot 207 S2000 als Sieganwärter fest. Im erwartet spannenden Duell wechselte die Bestzeit fast von Sonderprüfung zu Sonderprüfung zwischen den beiden. Klar erkennbar war dabei, dass der Subaru von Mrlik auf eine um etwa 30 km/h höhere Endgeschwindigkeit übersetzt war, was bei den schnellen Sonderprüfungen einen entscheidenden Vorteil brachte.

Nichtsdestotrotz konnte sich Rigler bis zur letzten Sonderprüfung einen Vorsprung von knapp zwölf Sekunden herausfahren. Dennoch wurde auch auf der letzten SP voll attackiert, was sich als richtig herausstellte, da der Vorsprung durch einen Dreher zunichte gemacht wurde. Letztendlich konnte das Rallye-Club-Perg-Team dank beherzter Fahrweise seinen ersten Gesamtsieg, mit nur 4,9 Sekunden Vorsprung auf Mrlik, einfahren.

Mit nicht minder beherzter Fahrweise konnte sich auch das RCP-Duo Bernd Gebetsberger und Daniela Reiterer mit ihrem Golf 2 GTI erneut mit bedeutend stärkeren und moderneren Fahrzeugen matchen. Nachdem sie sich bis zur letzten Sonderprüfung um den hervorragenden elften Gesamtplatz eingependelt hatten, legten sie auf der letzten SP einen spektakulären Highspeed-Dreher hin, welcher unglücklicherweise mit den Vorderrädern in einem Graben endete, aus dem sie sich nur durch die Hilfe der herbeieilenden Zuseher befreien konnten. Trotz erheblichen Zeitverlusts konnten die beiden die Klassenwertung gewinnen und den 18. Gesamtplatz einfahren.

Erstmals in einem frontgetriebenen, modernen Fahrzeug sagte die Rallye-Club-Perg-Co-Pilotin Martina Brückler den Weg an. Mit ihrem Chauffeur Alois Winklehner stellte sich schnell eine perfekte Zusammenarbeit im Cockpit des Peugeot 206 RC ein. Durch ein paar Hoppalas, die alle glimpflich ausgingen, wurde der Klassensieg an den jungen Julian Wagner abgegeben, welcher speziell auf der fünften Sonderprüfung von seiner niedrigeren Startnummer profitierte, da dieser noch ohne Schneefall in die SP starten konnte, welcher die Strecke später in eine Rutschpartie verwandelte.

Einen weiteren Klassensieg konnten Karl Raab und Martin Fürntratt mit ihrem BMW 2002 tii für den Rallye Club Perg einfahren. Nach einer problemlosen Rallye resümierte der Mauthausner, dass ihm bei dieser sehr schnellen Veranstaltung wohl lediglich etwas Motorleistung abgegangen ist, um weiter vorne mitzukämpfen. Auf den technisch anspruchsvolleren Sonderprüfungen konnte er mit durchaus guten Zeiten sein Können unter Beweis stellen. Auch der vierte Gesamtplatz bei den historischen Fahrzeugen, hinter drei deutlich leistungsstärkeren Autos, unterstreicht die gute Leistung von Raab.

Nach eineinhalb Jahren Rallye-Abstinenz griffen auch Oskar und Martin Mai mit ihrem Opel Manta B 200 wieder ins Geschehen ein und beendeten die Rallye prompt mit einem Klassensieg. "Nach so langer Zeit hatten wir hier sofort wieder Spaß am Rallyefahren. Die Rallye ist uns echt gelegen, und wir kommen nächstes Jahr sicher wieder nach Zwettl", schwärmte das Vater-Sohn-Gespann.

Erneut vom Pech verfolgt schieden Manfred Hinterreiter und Christian Tinschert mit ihrem Mercedes 190 bereits auf der ersten Sonderprüfung mit einem (noch dazu eher ungewöhnlichen) technischen Defekt aus. Auch der Rallye-Club-Perg-Starter Alfred Glaser muß nach der zweiten Sonderprüfung seinen wunderschönen Lancia Delta Integrale abstellen, nachdem dieser einen Motorschaden erlitt.

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