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ARC: Kärnten-Rallye

Im Jubiläumsjahr zurück zu den Wurzeln

Der Sport- & Eventverein St. Veit übersiedelt zurück nach Althofen, wo am 4. Juni die bereits 20. Kärnten-Rallye veranstaltet wird.

Fotos: EKK-pics

Back to the roots – zurück zu den Wurzeln: Unter diesem Motto übersiedelt der Sport- & Eventverein St. Veit heuer mit seiner ARC-Rallye zurück nach Althofen, wo deren Geschichte vor zwanzig Jahren begonnen hat. Am 4. Juni werden die Rallyeboliden wieder von der Startrampe am Althofner Hauptplatz rollen.

Der Rallyesport im Bezirk St. Veit feiert heuer sein 20jähriges Jubiläum. Organisationschef Wolfgang Troicher, 1994 im Opel Astra Challengesieger, erinnert sich noch gut an die ersten Gehversuche bei der Krappfeld-Rallye rund um Althofen – damals noch selbst als Pilot und Veranstalter, gemeinsam mit Gerhard Leeb vom MSC Wolfsberg. Man schrieb das Jahr 1997.

Fünf Jahre in St. Veit/Glan sind jetzt genug. Der Ruf nach Veränderung und Verbesserung wurde immer lauter. Mit der Rückkehr nach Althofen hat sich Wolfgang Troicher selbst einen großen Wunsch erfüllt, ist er doch in Althofen aufgewachsen. So hat sich der Kreis geschlossen. Ein längst verloren geglaubter Sohn ist heimgekehrt, hat Althofen als Start- und Zielort neu entdeckt. Die Rallye wird in Troichers Heimat in neuem Glanz erscheinen.

Auch wirtschaftlich ist der Anfang Juni anrollende Rallyetross von Bedeutung: Erfahrungsgemäß werden 80 Teams aus fünf Nationen in die Region kommen und dort für rund 1.500 zusätzliche Nächtigungen sorgen. Ein weiterer positiver Aspekt ist die Tatsache, dass Althofen mit den selektiven Sonderprüfungen im Bezirk St. Veit, auch jene über den Gunzenberg, bei den Zuschauern für nachhaltige Eindrücke sorgen könnte.

In Althofen geht es neben den Meisterschaftspunkten für die Austrian Rallye Challenge auch um Zähler für den Alpe Adria Rally Cup und die Alpe Adria Rally Trophy, weshalb viele italienische Rallyeteams am Start sein werden – 21 haben sich bereits in den Cup eingeschrieben. Ein ausgeklügeltes Punktesystem gibt auch leistungsschwächeren Autos die Chance, im Spitzenfeld zu landen. Selbst ein Gesamtsieg ist nicht unmöglich. Knapp einen Monat vor dem Nennschluss am 18. Mai haben sich im AARC bereits 34 Teams eingeschrieben: 21 aus Italien, neun aus Österreich, zwei aus Deutschland und je eines aus Rumänien und aus Schweden.

Der Italiener Piero Antonio Leone will sein Können mit einem Fiat Punto S2000 unter Beweis stellen. Sein Sohn Emanuele Leone setzt auf einen Ford Fiesta R5. Beide starten in der AART. Nicht zu unterschätzen ist auch der Sizilianer Alfonso di Benedetto im Peugeot 207 S2000. Mit einer besonderen Rarität im Rallyesport will Ravaglioli Ruggero die Zuschauer begeistern: Der Italiener wird einen Ford Mustang pilotieren. Sein Navigator ist Fabio Villa, Chefreporter des Rallyemagazins "Toto Rally".

Die Kärntner Rallyeteams stecken längst in ihren Vorbereitungen: Allen voran holt der St. Veiter Lokalmatador Alfred "Highlander" Kramer nach einem Jahr "Kunstpause" seinen wieder mit Ethanol angetriebenen Mitsubishi Evo 6.5 aus der Garage, will nach seinem vierten Gesamtsieg greifen. "Ich kenne jeden Meter, gehe nach meinem Ende Mai geplanten Karibikurlaub in der Dominkanischen Republik frisch gestärkt an den Start. Natürlich weiß ich, dass auch andere Teams, wie der Vorjahressieger Günther Knobloch, bei dem mein Ex-Co-Pilot, der Lavanttaler Jürgen Rausch Platz nimmt, ähnliche Ambitionen haben. Doch wie heißt es so schön: Es kann nur einen geben", spekuliert ein gut aufgelegter Kramer.

Mit Heinz Leitgeb und seiner Tochter Jasmin am Beifahrersitz hat ein weiteres St. Veiter Rallyeteam große Pläne fürs Heimrennen. Leitgeb hat wieder ein Topauto angemietet und wirft einen hochkarätigen Peugeot 208 R5 in Schlacht. Sein Sohn Karl-Heinz Leitgeb wird imRenault Clio R3 Gas geben. Auch der Oberkärntner René Zweibrot – er ist mit Troichers Ex-Co-Pilot Dieter Deticek unterwegs – hat sich für die Rallye einen Ford Fiesta R5 "angelacht", will damit ganz vorne dabei sein. Nicht zu unterschätzen im Citroën R2 C2 ist auch Andreas Sumann vom St. Veiter Rallyeteam Puck. Klaus Demuth vertraut wieder seinem Renault Clio; Motorsportoldie Kurt Jabornig tut dies mit seinem unverwüstlichen Peugeot 205.

Obwohl bei den "Historischen" im Lavanttal ausgeschieden, ist Ferdinand Mitterbacher mit seinem Opel Ascona immer für einen der vorderen Plätze gut. Rallyespaß will Günther Jocham mit einem BMW 325i demonstrieren. Die Liste der Kärntner Rallyepiloten wird bis zum Nennschluss immer länger. Die Führung in der ARC ist heiß umkämpft, viele starke Piloten haben sich angekündigt. Allen voran zählt Michi Kogler mit seinem Citroën DS3 zum engeren Favoritenkreis. Auch von Franz Schulz, immerhin Gesamtdritter des Vorjahrs, ist im Peugeot 207 RC wieder ein Spitzenplatz zu erwarten. Der Oberösterreicher Gerald Riegler wird mit einem Peugeot S2000 an den Start gehen. Sie alle wollen den Kärntner Piloten bei ihrem Heimrennen das Leben möglichst schwer machen.

Prädikate der Rallye:

• Austrian Rallye Challenge
• Alpe Adria Rally Cup für 2WD-Fahrzeuge
• Alpe Adria Rally Trophy für 4WD-Fahrzeuge

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