RALLYE

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Hochklassiges Starterfeld im Böhmerwald

In den Rallye-Regionen Klatovy und Vimperk liegt Schnee „en masse“, müssen die tschechischen WRC-Piloten wieder vor Baumschlager kapitulieren?

Die „Mogul Sumava Rallye Klatovy“ feiert in diesem Jahr ein rundes Jubiläum: Es ist die 40. Ausgabe der traditionsreichen Veranstaltung rund um die Städte Klatovy (Klattau) und Vimperk (Winterberg), inmitten des wunderschönen Böhmerwaldes. Lange Zeit wurde die Sumava Rallye Ende März ausgetragen, manches Mal gab es noch Schnee und Eis auf den Sonderprüfungen, so zum Beispiel auch im letzten Jahr, als nach einer turbulenten Rallye völlig überraschend der junge Martin Prokop (Skoda Octavia WRC) gewann.

Martin Prokop ist heuer auch wieder dabei, allerdings mit einem Suzuki Ignis S1600 – und er wird wohl keine großen Chancen haben, seinen Vorjahressieg zu verteidigen. Denn durch die Vorverlegung der Rallye herrschen derzeit wunderschöne Winterbedingungen, vergleichbar mit der IQ-Jännerrallye 2004. Vor allem Vimperk (Winterberg) wird seinem Namen gerecht, dort fielen alleine in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch über 20 Zentimeter Neuschnee, schon vorher waren die Schneemengen beachtlich.

Die Rallye wird also ganz sicher zur absoluten Winter-Rallye, das wird auch einige Österreicher freuen, die sich – vor allem in Hinblick auf den relativ hoch dotierten Wintercup – nicht nur für die IQ-Jännerrallye sondern auch für die Sumava Rallye eingeschrieben haben. Der prominenteste österreichische Vertreter ist der regierende Staatsmeister Raimund Baumschlager – und der konnte bei ähnlichen Bedingungen vor etwas mehr als einem Jahr im Mühlviertel die tschechischen WRC-Piloten in die Schranken weisen. Leicht wird die Aufgabe nicht werden, zutrauen muss man „Mundl“ eine ähnliche Leistung aber zweifellos.

Im „Windschatten“ von Raimund Baumschlager kommt dessen großer Widersacher im Kampf um die österreichische Meisterschaft ebenfalls nach Klatovy. Achim Mörtl geht im Subaru Impreza WRX STi des Tschechen Jan Stepanek an den Start. Der zweifache österreichische Staatsmeister zeigt sich zwei Tage vor dem Start begeistert von den winterlichen Verhältnisse: „Einfach geil! Und die Bedingungen sollen laut Wetterbericht so bleiben, das wird eine tolle Rallye. Die einzige Ungewissheit ist, dass wahrscheinlich nicht auf allen Prüfungen Spikereifen erlaubt sein werden – aber das kriegen wir schon in den Griff!“ Um den Sieg wird der sympathische Kärntner allerdings nur schwer mitfahren können, bis auf einen größeren Restriktor ist der Subaru des tschechischen Teams ein reines Gruppe-N-Auto.

Ebenfalls mit dabei sind die beiden Red Bull Junioren Andreas Aigner und Quirin Müller. Bei ihrer ersten „echten“ Winter-Rallye sollen die beiden zeigen, was in ihnen steckt, Teamchef Raimund Baumschlager erwartet sich von seinen Schützlingen in der Gruppe N „eine fehlerfreie Vorstellung!“

Keine Fehler will auch ein weiterer österreichischer Pilot machen: Toto Wolff legt eine weitere Praxis-Lehrstunde ein und startet mit seinem Mitsubishi Lancer Evo VIII in der Gruppe N, der bisherige Rundstreckenprofi befindet sich ja auf gutem Weg, die Wandlung zum Rallyeprofi in beeindruckender Geschwindigkeit hinter sich zu bringen.

Die tschechische bzw. internationale Konkurrenz ist für die österreichischen Teams ist in allen Klassen groß. In der Gruppe A gilt der Sieger der IQ-Jännerrallye, Vaclav Pech, mit seinem Ford Focus WRC als Favorit. Stepan Vojtech (Peugeot 206 WRC) oder die Skoda-Octavia-WRC-Piloten Emil Triner und Karel Trneny wollen ebenfalls ein Wörtchen um den Sieg mitreden. Und nicht zu unterschätzen sind auch die ungarischen Gäste Geogö Szabo (Ford Focus WRC) und Viktor Szabo (Skoda Octavia WRC).

In der Gruppe N4 ist das tschechische Aufgebot schließlich erdrückend, rund 20 Teams wollen die Konkurrenz aus dem Ausland in Schach halten. Die ist quantitativ nicht übermäßig stark vertreten, qualitativ brauchen die Gastfahrer aber keinen Vergleich zu scheuen. Neben den Red Bull Junioren ist da vor allem der Deutsche Hermann Gaßner zu beachten, aus der Slowakei gesellen sich Tibor Cserhalmi und Josef Berez zur illustren Runde und auch der italienische Mitropa-Cup-Profi Claudio DeCecco bringt ein Gruppe-N-Gerät, einen nagelneuen Subaru Impreza WRX STi, an den Start. Vor allem Skoda-Werkspilot Jan Kopecky, wie schon bei der Jänner-Rallye mit einem Mitsubishi Evo VII unterwegs und der tschechische Gruppe-N-Meister des Vorjahres, Vaclav Arazim, werden versuchen, dagegenzuhalten.

Der Start zur „Mogul Sumava Rallye Klatovy“ erfolgt am Freitag, den 18. 02. 2005 um 11:00 Uhr in Klatovy, insgesamt sind 698,23 Kilometer zu bewältigen, davon werden 216,02 SP-Kilometer aufgeteilt auf 20 Sonderprüfungen zu absolvieren sein – keine leichte Aufgabe, an deren Ende der Wintercup-Preisgeldtopf von 60.000,- Euro zur Auszahlung gelangt.

Die österreichischen Vertreter bei der Sumava Rallye:

Mundl Baumschlager/Thomas Zeltner, Mitsubishi Lancer Evo V, Gr. A
Achim Mörtl/Detlef Ruf, Subaru Impreza WRX STi, Gr. A
Andreas Aigner/Timo Gottschalk, Mitsubishi Lancer Evo VIII, Gr. N
Toto Wolff/Gerry Pöschl, Mitsubishi Lancer Evo VIII, Gr. N
Christian Schandera/Florian Weissmann, Opel Astra GSI 16V, Gr. A
Roman Mühlberger/Kurt Holzmüller, Peugeot 106 Rallye, Gr. A
Oliver Apfelthaler/Peter Gruber, Honda Civic VTI, Gr. N
Günther Weinelt/Martin Arnhof, Suzuki Swift GTI, Gr. N
Roman Pumper/Martin Hutterer, Toyota Starlet, Gr. N
Günther Joerl/Wolfgang Haid, Peugeot 106 Rallye, Gr. N

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