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Die WRC-Meute gibt den Ton an

Die erste Etappe der Sumava-Rallye wurde zur Beute der WRC-Piloten, Pech (Ford) führt vor Triner (Skoda) und T. Vojtech (Peugeot).

Der Auftakt zur diesjährigen Mogul Sumava-Rallye Klatovy ließ Erinnerungen an das vergangene Jahr wach werden. Damals waren die Gruppe-N-Boliden die meiste Zeit schneller als die World Rallye Cars. Warum? Die A8-Fahrzeuge fuhren dem Feld voraus, dann kam 20 bis 30 Minuten nichts, dann folgte die Gruppe N und der Rest. Die WRCs gruben das dünne Eis auf und fuhren den wenigen noch vorhandenen Schnee von der Straße - die schwächeren Gegner fanden perfekte Fahrbahnbedingungen vor.

So ähnlich lief es heute auf einigen Prüfungen ab - die schwerste Last hatte dabei Raimund Baumschlager zu tragen, der als erster Pilot auf die Strecke gehen musste. „Ich bin mir vorgekommen wie ein Schneepflug“, so der Oberösterreicher, der sich im Laufe des ersten Tages trotz aller Widrigkeiten enorm verbessern konnte – am Ende lag „Mundl“ als bester Österreicher auf Platz sieben der Gesamtwertung

Doch zurück zur ersten SP: Dort setzte Gruppe-N-Pilot Jan Kopecky die Bestzeit (eine weitere sollte auf SP 4 folgen), vor seinem Mitsubishi-Markenkollegen Vaclav Arazim und dem ersten WRC-Starter Vaclav Pech. Bester Österreicher war auf dieser ersten Prüfung Achim Mörtl und der konnte auch im weiteren Verlauf der Rallye sehr gute Zeiten fahren – meistens hielt er sich mitten unter den WRCs auf. „Ich bin mit dem ersten Tag sehr zufrieden. Alles lief perfekt, nur auf der letzten SP bin ich mit nachlassenden Reifen ein wenig in der Gegend herumgefahren, da hab’ ich auch meinen siebenten Rang an den Raimund verloren“, resümierte der Kärntner am Ende der ersten Etappe.

Auf den weiteren Sonderprüfungen stellten die WRC-Piloten die Rangordnung wieder her. Vaclav Pech war dabei durchwegs der Schnellste, etwas überraschend flott auch Emil Triner (der sogar eine SP-Bestzeit erzielen konnte) im alten Skoda Octavia. Und Tomas Vojtech, eigentlich der langsamere der beiden Vojtech-Brüder hat Gesamtrang drei inne, Stepan verlor auf SP 4 viel Zeit und liegt in der Zwischenwertung „nur“ auf Rang vier. Rang fünf wird vom ersten Gruppe-N-Piloten besetzt, Jan Kopecky fährt wie erwähnt entfesselt und hält sich mitten unter den A8-Startern – ebenso der Slowake Josef Beres, der seinen Subaru in sehenswerter Art und Weise über die Prüfungen prügelt und unmittelbar hinter Kopecky auf Rang sechs geführt wird.

Nicht minder sehenswert die Leistung von Andreas Aigner. Der Red Bull-Junior gibt mächtig Gas, das bedeutet nach der ersten Etappe Rang drei in der Gruppe N! Hermann Gaßner brauchte hingegen einige Zeit, um in Schwung zu kommen, der Deutsche dürfte sich morgen aber von seinem sechsten Platz aus noch verbessern. Stetig besser und schneller wird auch Toto Wolff. Der Rundstrecken-Profi schob sich im Laufe der Etappe Platz für Platz nach vorne, momentan ist er 23. der Gesamtwertung und 15. der Gruppe N.

Der prominenteste Ausfall des ersten Tages betraf Ferenc Kiss, der Ungar musste seinen Hyundai Accent WRC nach zwei gefahrenen Prüfungen mit Elektronik-Defekt abstellen. Auch die Gruppe-N-Piloten Jan Stepanek (der ja den Subaru von Achim Mörtl einsetzt) und Jan Votava sind bereits draußen, Viktor Wagner musste sein wunderschönes Nissan Almera KitCar ebenfalls vorzeitig parken. Der erste Österreicher-Ausfall betraf Christian Schandera und dessen Co Florian Weissmann, am Opel Astra GSi machte die Technik schlapp.

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