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ERC: Barum-Rallye

Ruhiger Abend in Zlin

Auf den beiden abendlichen Sonderprüfungen gab es an der Spitze keine Veränderungen mehr: Es führt Vaclav Pech vor Sepp Wiegand.

Im Anschluss an die Nachmittagsschleife der Samstagsetappe der Rallye Zlin liegt Lokalmatador Vaclav Pech (Mini) weiterhin in Führung. Der amtierende Gesamtsieger der Tschechien Rallye-Meisterschaft gewann am zweiten Tag des achten Saisonlaufs der Rallye-Europameisterschaft (ERC) zwei der vier Nachmittagsprüfungen und hat vor der Schlusstag einen Vorsprung von 54,1 Sekunden.

Erster Verfolger Pechs ist Skoda-Pilot Sepp Wiegand. Der Deutsche hat sich beim Heimspiel seines Arbeitgebers am Steuer des Fabia S2000 kontinuierlich nach vorn gearbeitet. Auf SP9 fing er sich einen Reifenschaden ein und verlor rund eine halbe Minute. "Ich bin ziemlich überrascht", so Wiegand, der sich den Reifenschaden nicht erklären kann. Trotz des Zwischenfalls konnte der Skoda-Fahrer seinen zuvor eroberten zweiten Rang verteidigen.

Der als Gesamtdritter in die Nachmittagsschleife gegangene Jaromir Tarabus (Skoda) markierte sowohl auf SP6 als auch auf SP8 die Bestzeit, liegt im Gesamtklassement der Rallye aber nur auf Rang acht. Auf SP7 kam er aber vom rechten Weg ab und verlor mehr als eineinhalb Minuten. "Rund einen Kilometer nach Beginn der 'Majak'-Prüfung verpasste ich direkt im Anschluss an eine Kuppe meinen Bremspunkt. Vierzig Meter später wartete eine scharfe Linkskurve, die wir nicht mehr bekamen", berichtet Tarabus, der die Rallye dank tatkräftiger Unterstützung der Zuschauer fortsetzen konnte.

Neuer Dritter hinter Pech und Wiegand ist Tomas Kostka mit seinem Ford Fiesta R5. Dem ehemaligen Tourenwagen-Piloten fehlen vor dem Schlusstag trotz einer nicht einwandfrei arbeitenden Servolenkung nur 18,6 Sekunden auf einen Podestplatz. Die Top 5 werden am Samstagabend von den Kostkas Ford-Markenkollegen Kajetan Kajetanowicz und Roman Odlozilik vervollständigt. Robert Consani (Peugeot) liegt trotz eines nicht einwandfrei funktionierenden Differenzials auf Rang sechs, gefolgt von Jaroslav Orsak (Skoda).

Hinter dem auf Rang acht zurückgefallenen Tarabus hat sich Ott Tänak nach vorn gearbeitet. Genau wie Ford-Markenkollege Kostka, kämpfte auch der Este am Steuer seines Ford Fiesta R5 mit einer schwergängigen Servolenkung, liegt als Neunter aber ebenso in den Top 10 wie Martin Vicek, der beim Skoda-Heimspiel einen weiteren Fabia S2000 pilotiert.

Derweil ist die Rallye für den lange Zeit bestplatzierten Skoda-Piloten, Roman Kresta, beendet. Der Lokalmatador wurde auf dem Weg zu möglichen vierten Heimsieg von einem beschädigten Auspuffkrümmer schachmatt gesetzt. Die Probleme waren erstmals auf der letzten Vormittagsprüfung (SP5) aufgetreten, als Kresta im Zuge der turbulenten Ereignisse von SP4 gerade die Führung übernommen hatte.

Für ERC-Tabellenführer Esapekka Lappi (Skoda) ist die Rallye nach einem Abflug am Vormittag ebenso gelaufen wie für Craig Breen und den als Spitzenreiter in den Tag gestarteten Kevin Abbring (beide Peugeot). Breen war genau wie Lappi auf SP4 vom rechten Weg abgekommen, Abbring war auf dieser Prüfung von technischen Problemen gestoppt worden.

Mit sechs weiteren Prüfungen geht die Rallye Zlin am Sonntag zu Ende.

Gesamtwertung nach 9 von 15 Sonderprüfungen (Top 10):

01. Vaclav Pech (Mini John Cooper Works S2000) - 1:16:35,0 Stunden
02. Sepp Wiegand (Skoda Fabia S2000) +54,1
03. Tomas Kostka (Ford Fiesta R5) +1:12,7 Minuten
04. Kajetan Kajetanowicz (Ford Fiesta R5) +1:25,9
05. Roman Odlozilik (Ford Fiesta R5) +1:37,0
06. Robert Consani (Peugeot 207 S2000) +1:43,1
07. Jaroslav Orsak (Skoda Fabia S2000) +1:54,7
08. Jaromir Tarabus (Skoda Fabia S2000) +1:57,7
09. Ott Tänak (Ford Fiesta R5) +2:21,2
10. Martin Vicek (Skoda Fabia S2000) +2:51,8

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