RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Fahrer-Umfrage

Die Stellungnahme von Wolfgang Troicher

Foto: Ernst-Karl Koschutnig

Die geplante Eingliederung der ARC in die ORM ist aus meiner Sicht absolut abzulehnen, da dies auf längere Sicht den Tod der ARC bedeuten würde. Die ARC ist eine über 14 Jahre aufgebaute Serie, die sich in Österreich absolut etabliert hat und weiterhin eigenständig bleiben muss. Die Anzahl der Starter bzw. Lizenznehmer, welche ausschließlich die ARC fahren beweisen, dass wir damit am richtigen Weg sind.

Die allgemeine Wirtschaftslage wird in Zukunft noch das Seinige dazu beitragen, dass die kleineren und günstigeren Veranstaltungen noch mehr Starter haben werden und die sogenannten großen Serien, wie auch in allen anderen Ländern, darunter leiden werden. Das plötzlich so große Interesse der ORM-Veranstalter, unsere Kunden (Starter) in ihr Starterfeld zu inhalieren ist mir daher völlig verständlich, kann von mir aber so nicht akzeptiert werden.

Auch den Aufruf des Herrn Schöpf, im Sinne der positiven Entwicklung des österreichischen Rallyesports besser zusammen zu arbeiten kann ich verstehen, aber so nicht akzeptieren. Denn eine gute Zusammenarbeit basiert auf einer win-win-Situation, die ich nicht erkennen kann! Die von einigen Veranstalter der ORM und auch vom ORF früher oft geringschätzig als zweite Liga bezeichnete ARC darf nicht als Kanonenfutter für die ORM geopfert werden!

Wir sind stolz auf unsere "zweite Liga" und werden diese in Zukunft trotz wirtschaftlichen Problemen weiter am Leben erhalten und noch ausbauen. Ein Konzept dafür ist in Arbeit und muss zu gegebener Zeit nur mehr von oberster Stelle als positiv für den österreichischen Rallyesport erkannt und genehmigt werden.

Nun zu den Nachteilen einer eventuellen Zusammenlegung der ARC mit der ORM: Alle ARC Starter wäre verurteilt, am zweiten Tag hinter den ORM Startern nach zu fahren. Die Straßen wären verschmutzt, die Fans würden abwandern und die Presse wäre nicht mehr da. Sollte es zu Neutralisierungen kommen, wären diese Teams davon am meisten betroffen. Das Medieninteresse würde sich auf ein Minimum reduzieren. Alles in Allem sehe ich da nur Nachteile für die ARC und ihre Teams. Von einer win-win-Situation kann ich Nichts erkennen.

Folgendes ist dadurch zu erwarten: Ein Teil der Teilnehmer werden dies ablehnen und sich aus der ARC zurückziehen bzw. aufhören. Ein anderer Teil der Teilnehmer wird sich, um das Hinterherfahren am zweiten Tag zu umgehen, gleich am ersten Tag einschreiben. Solche Teams werden ihr Budget dann bei einigen ausgesuchten Rallyes der ORM aufbrauchen und auf die ARC dadurch verzichten müssen. Sicher eine tolle Sache für den jeweiligen ORM Veranstalter, aber auch hier kann ich keine win-win-Situation erkennen. Im Gegenteil, ein Rückgang der Starterzahlen bei den verbliebenen reinen ARC Veranstaltungen wie der Schneerosen-, der Jacques Lemans- oder der Leiben-Rallye wäre zu erwarten.

Wenn es also ¨Feuer am Dach ¨ bei der ORM gibt, dann sollten die Löscharbeiten nicht auf unsere Kosten gemacht werden. Auch wir haben mit denselben wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen und auch bei uns wurde die Versicherung dramatisch erhöht und das obwohl wir weniger SP-Kilometer fahren. Wir alle sind daher aufgerufen eine Lösung für unsere eigenen Probleme zu finden um die Zukunft zu überleben. Die generelle Zusammenlegung beider Serien ist aber sicher nicht diese Lösung.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Fahrer-Umfrage

Weitere Artikel:

ORM, ET König Rallye: Nach Tag 1 (SP5)

Hermann Neubauer ließ heute nichts anbrennen

Der Salzburger Ex-Staatsmeister liegt nach dem ersten Tag der ET KÖNIG Rallye powered by Peter Hopf Erdbau im Raum Judenburg in Führung / Morgen warten jedoch noch zehn harte Prüfungen auf ihn und seine Verfolger

TEC7 ORM Rallye Backstage - Podcast #4

Gespräch mit Manfred Stohl: Von heiter bis düster

Eine Stunde mit Manfred Stohl - Österreichs WM-Vierter 2006 und nunmehrige Betreiber der Stohl Group ist eines ganz sicher: Geradlinig - und oft auch recht heiter. Seine Prognosen für die Zukunft der Rallye-Weltmeisterschaft sind hingegen düster, seine Aussagen zu Österreichs aktuellen Rallye-Hoffnungen markig.

ET König Judenburg Rallye: Bericht ARC

Gaubinger gewinnt - Lindner baut Vorsprung aus!

Patrik und Verena Gaubinger feiern bei der ET König Judenburg Rallye im Audi Quattro den ARC-Sieg. In der Clubmeisterschaft konnte Hans Georg Lindner im historischen Escort seinen Vorsprung ausbauen - auf Platz zwei lauert nun der junge Subaru-Pilot Jan Dolzer. In der ARCP triumphiert Christoph Zellhofer, Raimund Baumschlager siegt beim Comeback in der ART.

ET König Rallye: Bericht TEC7 ORM2

Hochspannung im Titelkampf

Jubeln durfte dieses Mal Christoph Zellhofer, der gemeinsam mit seiner deutschen Co-Pilotin Anna Maria Seidl im Suzuki Swift ZMX erstmals in dieser Saison die Nase vorne hatte. Günther Knobloch/Erik Fürst (Renault Clio Rally3) behielten mit Platz zwei die Meisterschaftsführung, während Roland Stengg/Rebeka Kobal (Renault Clio Rally3) nach starkem ersten Tag im Regen des zweiten Tages den Anschluss an die Spitze verloren, aber dennoch starke Dritte wurden.

ARC, ET König Rallye: Bericht Baumschlager

Starkes Comeback nach Schulteroperation!

Das Comeback von Raimund Baumschlager nach seiner Schulteroperation verlief erfolgreich: Der Rekordstaatsmeister holte gemeinsam mit Co-Pilot Thomas Zeltner in Judenburg einen starken vierten Platz.