RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye-WM: News

Hyundai bestätigt Verpflichtung Loebs

Nach fast 20 Jahren verlässt Sébastien Loeb den PSA-Konzern und wird in der Rallye-WM 2019 sechs Mal für Hyundai an den Start gehen.

Der Wechsel von Sébastien Loeb zu Hyundai ist ofiziell: Das Werksteam des südkoreanischen Herstellers hat die Verpflichtung des neunfachen Weltmeisters für die Rallye-WM 2019 bestätigt. Der Franzose unterschieb einen Vertrag über zwei Jahre. Sein Beifahrer bleibt der Monegasse Daniel Elena.

Loeb, der 2012 seine letzte volle Rallye-WM-Saison bestritten hat, wird im nächsten Jahr bei sechs Läufen einen Hyundai i20 WRC lenken. Entgegen einer ursprünglichen Ankündigung der Südkoreaner kommt Loeb auch schon bei der Rallye Monte-Carlo zum Einsatz, mit der vom 24. bis 27. Jänner die WM-Saison 2019 beginnt. Welche weiteren Läufe er bestreiten wird, ist noch nicht bekannt. Neben ihm werden Andreas Mikkelsen, Thierry Neuville und Dani Sordo für Hyundai fahren.

"Der Sieg bei der Katalonien-Rallye in dieser Saison hat meinen Wunsch neu aufleben lassen, weiterhin an der Spitze der Rallye-WM zu fahren", sagte Loeb. "Der Wechsel zu Hyundai wird uns eine neue Herausforderung bieten, die ich kaum erwarten kann. Ich war beeindruckt von der Vorgehensweise des Teams und seiner Entschlossenheit im Kampf um Erfolge. Es war in dieser Saison im Titelkampf dabei, und ich denke, dass ich gemeinsam mit Thierry, Andreas und Dani viel bewegen kann. Der Hyundai i20 Coupé WRC ist ein bewährtes Siegerauto, und wir als Crew wissen auch, dass wir mit den besten mithalten können. 2019 verspricht eine aufregende Saison zu werden."

Hyundai-Teamchef Michel Nandan freute sich über diesen Transfercoup: "Die Verpflichtung von Sébastien ist für Hyundai von großer Bedeutung, und wir freuen uns sehr, dass er einen Zweijahresvertrag abgeschlossen hat. Eine Abmachung mit jemandem von seinem immensen Talent und Kaliber zu schließen zeigt, dass wir in der Rallye-WM ein attraktives und wettbewerbsfähiges Angebot darstellen. Letztlich ist es unser Ziel, den WM-Titel zu gewinnen. Wir glauben, dass wir das Gesamtpaket haben, um dies zu erreichen, und unsere Zusammensetzung der Besatzungen für 2019 wird diesen Anspruch perfekt widerspiegeln."

Loeb wird sich das Auto unter anderem mit Sordo teilen, den er aus gemeinsamen Zeiten bei Citroën kennt. Der Spanier, der ursprünglich für die Rallye Monte-Carlo genannt worden war, wird nun erst beim dritten WM-Lauf in Mexiko erstmals zum Einsatz kommen. Auch sein weiteres Programm wurde noch nicht bekanntgegeben. Weiterhin Hoffnung auf Starts darf sich laut Nandan auch Hayden Paddon machen, der sich 2018 das dritte Auto des Teams mit Sordo geteilt hatte. "Wir sind noch im Gespräch mit Hayden, um zu schauen, wie wir 2019 zusammenarbeiten können. Er ist ein großes Talent", lobte Nandan den Neuseeländer.

Für Loeb ist der Wechsel zu Hyundai eine Zäsur, war er doch bisher in seiner Karriere fast ausschließlich für Marken des PSA-Konzerns aktiv. Mit Citroën gewann er 78 WM-Rallyes und neun WM-Titel und ging zwei Jahre lang in der Tourenwagen-WM an den Start. Mit der Konzernschwester Peugeot hat Loeb die Dakar-Rallye bestritten und war in der Rallycross-WM für das Hansen-Team am Start.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM: News

Weitere Artikel:

Peter Klein Kolumne

Erfolg ist nicht endgültig

In seinem jüngsten Kommentar zeigt sich ORF-Legende und motorline.cc-Kolumnist Peter Klein verärgert über die Darbietung von Johannes Keferböck und Ilka Minor bei der Rallye Finnland…

WRC Finnland: Nach Tag 2 (SP10)

Ogier trozt dem Regen-Chaos

Sebastien Ogier verteidigt am Freitagnachmittag die Spitze bei der Rallye Finnland: Heftiger Regen wirbelt das Klassement durcheinander - Keferböck/Minor im WRC Masters Cup auf Platz 2

Die Kolumnen von Peter Klein und Achim Mörtl zur Performance von Johannes Keferböck und Ilka Minor in Finnland wurden heftig diskutiert. Es gab sowohl Zustimmung als auch Empörung - ist das wirklich schlimm?

Als Reaktion auf die Kolumne von Peter Klein hat sich nun auch motorline.cc-Kolumnist und Ex-Staatsmeister Achim Mörtl zu Wort gemeldet: Über die sportliche Entwertung der Stoppuhr und die absurde Vermarktung im WRC Masters Cup