RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye-WM: Interview

Ogier: Keine Stallorder bei Citroën?

Sébastien Ogier möchte vor der Saison 2019 nicht über eine mögliche Teamorder sprechen; bei Citroën will er aber nicht Nummer 1 sein.

Mit Sébastien Ogier hat sich Citroën für die Rallye-WM 2019 den amtierenden Champion gesichert. Gemeinsam mit Ex-Toyota-Fahrer Esapekka Lappi wird er für die Franzosen auf Punktejagd gehen. Ogier stellte noch vor dem Saisonstart in Südfrankreich klar, dass er bei Citroën keinen Nummer-1-Satus haben möchte; über eine mögliche Stallorder wollte er nicht schon vor dem Auftakt sprechen.

Der Schwerpunkt liege vielmehr darauf, die beiden Citroën C3 WRC schneller zu machen. Zudem sei es wichtig, eine konstante Saison zu absolvieren, will der Hersteller den Titel holen. "Solange wir beide eine Chance auf den Titel haben, sollten die Chancen gleich verteilt sein", sagte Ogier. "Sobald ein Fahrer keine Möglichkeit mehr hat zu gewinnen, sollte er den anderen natürlich unterstützen." Sowohl Ogier als auch Lappi würden jedoch mit denselben Chancen in die neue Saison gehen.

"Ich freue mich, Esapekka im Team zu haben", so Ogier weiter. "Er ist ein toller Typ und hat viel Talent. Er bringt außerdem interessante Informationen von seinem alten Team mit." Es gebe daher keinen Grund, darüber nachzudenken, ob Citroën in der kommenden Saison Probleme haben würde. Im vergangenen Jahr konnte sich Ogier bei M-Sport auf die Hilfe seiner Teamkollegen Elfyn Evans und Teemu Suninen verlassen, um den Titel zu holen. Ein solches Szenario wolle der Franzose aber stets so weit hinauszögern wie nur möglich.

"Es gab eine Zeit, in der ich Hilfe von meinen Teamkollegen angenommen habe", erklärte Ogier. "Das ist aber nicht der Weg, den ich gehen will. Ich möchte nicht schon beim Saisonstart über so etwas nachdenken." Sein Ziel sei es, die Meisterschaft ohne Hilfe zu gewinnen, das habe er in seiner Karriere schon mehrfach geschafft: "Es gab Situationen, in denen ich von meinen Teamkollegen profitiert habe. Da habe ich dann das zurückbekommen, was ich in den vergangenen Jahren für die anderen getan habe."

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM: Interview

Weitere Artikel:

Gottfried Kogler 1957-2026

In memoriam Gottfried Kogler

Nachruf auf einen Freund. Es sind persönliche Worte - ein Versuch, einem so vielschichtigen und zugleich geradlinigen Menschen irgendwie gerecht zu werden…

Rallye Dakar 2026: 9. Etappe

Nani Roma erobert die Gesamtführung

Die Gesamtwertung drehte sich auf der neunten Etappe komplett - Das Ford-Duo Nani Roma und Carlos Sainz führt nun vor Dacia-Speerspitze Nasser Al-Attiyah

Guillaume De Mevius (X-raid Mini) gewinnt die erste Etappe in Saudi-Arabien - Zwei Reifenschäden bei Sebastien Loeb (Dacia) - Yazeed Al-Rajhi verfährt sich in der Wüste

Jännerrallye: Bericht Neubauer

Neubauer driftet knapp am Stockerl vorbei

Hermann Neubauer & Ursula Gaßner fehlen am Ende 13,8 Sekunden auf Platz drei. Packender Kampf mit den internationalen Stars Mads Östberg & Romet Jürgenson. Trotzdem viel Drift-Spaß im Toyota GR Yaris Rally2 auf den verschneiten Strecken

Jännerrallye: Bericht Wagner

Der Fluch ist gebrochen

Die amtierenden Staatsmeister Simon Wagner und Hanna Ostlender gewinnen die Jännerrrallye 2026 und sind damit seit einem Jahr in Österreich ungeschlagen

Jännerrallye: Bericht Zellhofer

Viel Schnee war kein Vorteil

Christoph Zellhofer hatte mit dem SUZUKI Swift ZMX keine Chance - der PS-Vorteil wirkte gegen die leichteren Rally3-Autos nicht