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ÖRM: Niederösterreich-Rallye

Julian Wagner startet mit Bestzeit

Trotz einer Verkühlung begann Julian Wagner die Niederösterreich-Rallye mit einer Bestzeit, dahinter Hermann Neubauer und Max Koch.

Foto: Harald Illmer

Krankheiten nehmen keine Rücksicht auf den Terminkalender, und so musste Julian Wagner kurz vor der zweiten Ausgabe der NÖ-Rallye eine Verkühlung hinnehmen. Glücklicherweise war am Freitag lediglich ein 25,38 Kilometer lange Rundkurs zu absolvieren, mit dem am Freitag Abend das sportliche Geschehen vor dem Schloss Pöggstall eingeläutet wurde. Wagner war aber auch verkühlt nicht zu schlagen und beendete SP 1 exakt 10,6 Sekunden schneller als Hermann Neubauer, sein Rivale im Kampf um den Staatsmeistertitel.

Wagner erklärte: "Ich habe mich leider am Dienstag verkühlt und bin noch ein bisschen kränklich. Ich war mir vorhin nicht ganz sicher, ob ich meine Leistung abrufen kann, aber das hat gut funktioniert. Ich bin es etwas vorsichtiger angegangen, damit ich schauen kann, wie es mit meinem Körper und mit meinem neuen Co-Piloten Pirmin [Winklhofer; Anm.] so läuft – doch das lief prächtig. Wir konnten uns von Kilometer zu Kilometer steigern und einen fehlerlosen Lauf hinlegen. Jetzt schaue ich, dass ich mich für morgen noch weiter auskuriere."

Hermann Neubauer hatte allerdings keinen völlig problemlosen Lauf und monierte ein kleines technisches Problem, das ihn ein wenig irritierte. Immerhin konnte das Problem in der Servicezone gelöst werden, sodass auch Neubauer dem zweiten Tag der Rallye unbesorgt entgegenblickt.

Zuletzt war Maximilian Koch bei seinen ARC-Einsätzen von Rallye zu Rallye deutlich schneller geworden – so war es keine große Überraschung, dass sich der Deutsche mit 18,6 Sekunden auf Platz drei einreihte, gefolgt von József Trencsényi auf Platz vier; diese Platzierung hat der Ungar bereits bei der NÖ-Rallye des Vorjahres erzielt. Nur wenige Sekunden dahinter landeten Gerald Rigler und Johannes Keferböck auf den Plätzen fünf und sechs.

Keferböck klagte, hinter Franz Sonnleitner festgesessen zu sein, denn an dem von den Fans sehr aufmerksam beobachteten Mitsubishi Lancer WRC fielen schon nach einer der drei Runden die Bremsen aus. Sonnleitner: "Aus Sicherheitsgründen hab ich vor der letzten Runde abgebrochen." Jetzt hofft der nach vier Jahren in den Rallyesport zurückgekehrte frischgebackene WRC-Besitzer, dass er die richtigen Bremsen organisieren kann, denn der Verkäufer habe leider die kleine Variante empfohlen.

In der 2WD-Wertung konnte Staatsmeister Luca Waldherr seine Siegansage mit zwölf Sekunden Vorsprung auf den vorab ebenso optimistischen Roland Stengg unterstreichen, der Tabellenführende Enrico Windisch landete sieben Sekunden dahinter auf Platz drei.

Gleich acht Teams trugen sich auf dem Rundkurs in die Liste der Ausfälle ein. Besonders dramatisch: Jungpilot Julian Martin, der im Vorjahr zum ersten Mal antrat und bei der NÖ-Rallye 2018 mit schnellen Zeiten aufhorchen ließ, danach jedoch aus Budgetmangel ein volles Jahr auf ein neuerliches Antreten warten musste, überbremste laut eigenen Aussagen das Heck und krachte gegen einen Baum. Fazit: Crew unverletzt, Auto zerstört. Zerknirscht meinte Martin: "Das wäre eine sehr schnelle Zeit geworden." Comeback? Heuer nicht mehr!

Für die im Bewerb verbliebenen Teams stehen am Samstag noch neun Sonderprüfungen auf dem Programm, fürs Überfahren der Zielrampe kehren sie vor das Schloss Pöggstall zurück. Das Wetter soll nur am Vormittag leicht regnerisch werden, am Nachmittag dürfte sich die Niederösterreich-Rallye wieder im wärmenden Lichte der Herbstsonne zeigen.

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