RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ÖRM: Weiz-Rallye

Luca Pröglhöf legte Talentprobe ab

Der Rookie hatte sich für sein ÖM-Debüt eine schwierige Rallye ausgesucht, doch am Ende konnte ein Klassenpodium bejubelt werden.

Fotos: Christian Ott, Christoph Pfabigan

Schon bei der Besichtigung wurde klar, dass sich Pröglhöf mit Weiz eine sehr anspruchsvolle und schwierige Veranstaltung als erste große Rallye ausgesucht hatte. Unzählige Kurven, viele Belagswechsel und teils sehr rutschiger Asphalt tragen dazu bei, dass es zur großen Herausforderung wird, schnell zu fahren und dabei auf der Strecke zu bleiben.

Durch konzentrierte Arbeit bei der Erstellung des Aufschriebs gemeinsam mit dem Stamm-Co-Piloten Peter Medinger hat das aber sehr gut geklappt, und schon am Freitag konnte man sehr gute Sonderprüfungszeiten einfahren. Speziell auf der letzten SP des Freitags, dem Rundkurs Anger, ließ Pröglhöf seinen Ford Fiesta ST so richtig fliegen und legte dabei eine beachtliche Zeit hin.

Der Samstag begann etwas verhaltener, da man wusste, dass auf der ersten SP ganz besonders rutschige Passagen dabei sind. Zudem wurde mit dem Reifendruck experimentiert und alles akribisch notiert, um für die Zukunft Erfahrungswerte zu sammeln und zu sehen, wie Reifen auf dem Auto arbeiten. Das Ergebnis war eigentlich nebensächlich, dennoch wurde versucht, möglichst flott unterwegs zu sein.

Ab dem zweiten Durchlauf der ersten beiden Sonderprüfungen des zweiten Tages konnten sich Pröglhöf/Medinger im Gesamtklassement Platz für Platz nach vorne kämpfen. Nach dem Ausfall des Führenden in der Klassenwertung konnten die beiden dann schon Podiumsluft schnuppern. Bei einer Zielankunft ohne Zwischenfälle war Platz drei schon ziemlich sicher, denn sowohl nach vorne als nach hinten war bereits ein entsprechender Zeitabstand vorhanden.

Pröglhöf begnügte sich jedoch nicht damit, den Vorsprung zu verwalten und sicher durchzufahren, sondern nutzte jeden Meter, um an sich zu arbeiten und sich zu steigern. Kein Testkilometer ist so gut wie ein echter Rallyekilometer – das ist einfach Goldes wert. Letztlich erreichte das Rookie Rallye Team den großartigen 28. Platz in der Gesamtwertung sowie Platz drei in der Klasse 7.3 – und Pröglhöf somit den ersten Podestplatz bei seiner ersten großen Rallye, was zweifellos als Talentprobe gesehen werden kann.

Pröglhöf: "Wir sind im Ziel. Danke für die mentale Unterstützung und fürs Anfeuern auf der Strecke! Ich freue mich sehr über die tolle Teamleistung der Rookies und von meinem Co Peter. Die Rallye Weiz war einfach genial, top organisiert, und ich möchte mich bei den Veranstaltern ganz herzlich bedanken. Auch Danke für die mediale Begleitung durch Junges Weiz! Vielen Dank natürlich auch an unsere Partner, ohne die unser Erfolg nicht möglich wäre."

Medinger: "Ich habe nicht damit gerechnet, schon ab dem ersten Meter so flott unterwegs zu sein, weil bei der ersten gemeinsamen Rallye ja doch eine Eingewöhnungsphase notwendig ist. Luca und ich kennen uns allerdings schon eine lange Zeit, und da das gegenseitige Vertrauen von Anfang an da war, konnten wir gleich Renntempo fahren. Das macht unglaublich Spaß, und ich bin sehr stolz auf Lucas Leistung. Gratulation an Luca und das ganze Team!"

News aus anderen Motorline-Channels:

ÖRM: Weiz-Rallye

- special features -

Weitere Artikel:

Erstmals seit 2012 startet Manfred Stohl wieder bei einer heimischen Rallye - Noir Trawniczek blickt zurück auf seine erste Begegnung mit einem der großen Charakterköpfe dieses Sports.

Georg Gschwandner im Interview

„Sind sehr glücklich mit dem Starterfeld“

ARC Rallye Triestingtal-Veranstalter Georg Gschwandner im Interview: Wie es zur Rückkehr des Rallyesports ins Triestingtal kam und warum er sich besonders geehrt fühlt…

ARC Rallye Triestingtal: Vorschau Mayer

Viel Neues bei Daniel Mayer vor Start im Triestingtal!

Nach einem dreitätigen Promotions-Auftritt bei der Motorsport-Show im Liesinger EK „Riverside“ steht Daniel Mayer kommenden Samstag (28.2.) beim Comeback der Triestingtal-Rallye im Raum Berndorf am Start.

Sepp Pointinger im Interview

„Hätten 10-15 Historische mehr!“

Rallye-„Urgestein“ Sepp Pointinger erzählt von seinem Start bei der Monte Historique, erklärt warum er seit 2011 nicht mehr in Österreich startet und bringt einen Vorschlag zur Bewertung von Sitzen, Gurten und dergleichen ein.