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ÖRM: Weiz-Rallye

National trifft International in Weiz

Gerade im historischen Bereich ist Weiz ein besonderer Saisonhöhepunkt, gleich mehrere anspruchsvolle Bewerbe treffen aufeinander.

Fotos: Christa Feichtner

Für Martin Gruber wird es eine Herausforderung der speziellen Art, tritt er doch zum ersten Mal bei dieser Veranstaltung an. Gemeinsam mit Eva Kollmann und seinem Lada 2107 gilt es vor allem, Jagd auf ARCH-Punkte zu machen. Rallyefahrzeuge, die ein Herstellungsdatum tragen, das schon mehrere Jahrzehnte zurückliegt, sind beim Publikum nach wie vor sehr beliebt.

Häufig erfolgt der Antrieb über die Hinterachse, und was an PS und Hi-Tech fehlt, wird oftmals durch eine umso beherztere Fahrt ausgeglichen. Geschätzt werden die historischen Rallyeautos auch wegen ihrer Markenvielfalt, und so manches der eingesetzten Fabrikate hat im Sport eine große Vergangenheit.

Insofern erwartet die Fans bei der Weiz-Rallye, die auch in Sachen Streckenführung einige klassische Elemente aufweist, ein echtes Highlight, denn dort treffen nicht nur Gelegenheitsfahrer und regelmäßige Starter aus Rallye-ÖM und Austrian Rallye Challenge aufeinander, die Veranstaltung zählt auch zur Europameisterschaft für historische Rallyefahrzeuge, kurz auch Histo-EM genannt.

Dementsprechend kann man sich sicher sein, dass sowohl von der nationalen als auch von der internationalen Fraktion einige sehenswerte Gustostücke präsentiert werden. Für Martin Gruber, der nach einem kurzen Zwischenspiel mit seiner Schwester Sandra am Co-Piloten-Sitz nun wieder mit seiner Stammbeifahrerin Eva Kollmann antritt, ist die Weiz-Rallye die Fortsetzung seiner Aktivitäten in der Austrian Rallye Challenge, aber auch in der ARCH geht es für ihn um wichtige Punkte.

Sein Wettbewerbsfahrzeug ist wie gehabt ein relativ zivil gehaltener Lada 2107, der im Wesentlichen nur mit dem nötigsten Rallyetrimm ausgestattet ist. Dass Gruber das Auto gut in der Hand liegt, beweisen seine beständigen Zielankünfte, die aus einer auffallend sicheren Fahrt resultieren. Hinsichtlich der Reifen fehlt noch ein wenig das nötige Vertrauen, um die Straßenlage des Lada bis ins Letzte auszureizen, aber ein bisschen Action ist trotzdem immer wieder drin.

Letztlich gilt es auch, konsequent und konzentriert neue Erfahrungen zu sammeln, denn die Veranstaltung ist für den Waldviertler zu hundert Prozent Neuland, aber derartige Situationen erleben Rallyefahrer immer wieder, und Gruber hat sich im Wettbewerbseinsatz schon öfter sehr flexibel gezeigt. Flexibilität ist bei ihm auch in anderer Hinsicht gefragt: Wie viele andere Sportler seines Fachs ist er oftmals gezwungen, von einer Rallye zur nächsten zu planen und über eine Startmöglichkeit zu entscheiden.

Sponsoren, die das Ganze erleichtern würden, sind schwer zu finden. Bislang sind immer wieder Freunde und Bekannte eingesprungen, um die Rallyeaktivitäten am Laufen zu halten. Ihnen gilt sein besonderer Dank. Gruber seinerseits hat sich am 14. Juli für die Kinderrallye vom Team Schindelegger am Rallycrossring bei Fuglau angesagt und unterstützt damit einen wohltätigen Zweck.

Die aktuell bevorstehende große Bewährungsprobe ist jedenfalls im vollen Umfang gesichert, was gerade jetzt sehr willkommen ist. Man kann annehmen, daß vor allem die Weiz-Rallye viele Besucher anlocken wird, im Speziellen solche, die sich an Rallyeaction mit historischer Prägung erfreuen wollen. Darum gilt nun besonders: Dabei sein ist alles; alles geben für eine gute Platzierung aber noch viel mehr.

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